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IRISCHE TEXTE

MIT ÜBERSETZUNGEN UND WÖRTERBUCH

HERAUSGEGEBEN

WH. STOKES UND E. WINDISCH

ZWEITE SERIE. 2. HEFT

LEIPZIG

VERLAG VON S. HIRZEL

1887.

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Inhalt.

Seite Die Geschichte von Philipp und Alexander von Macedonien aus dem Lebar Brecc, mit deutscher Uebersetzung und mit Ex- cerpten aus dem Book of Ballymote, von Kuno Meyer ... 1 The Death of the Sons of Uisnech, aus dem Glenn Masáin Manu- script, mit englischer Uebersetzung, von "Whitley Stokes . . 109 Vier kleine Táin, zu den Vorgeschichten der Táin Cúailnge gehörig, mit deutscher Uebersetzung, von E. Windisch.

Táin Dartada 185

Táin Flidais 206

Táin Kegamain 224

Táin Regamna 239

Nachträge 255

Berichtigungen IV

Berichtigungen.

Zu lesen S. 10, lin. 34 serrda. S. 12, lin. 36 in[id]. Text der Alexandersage lin. 65 ina. lin. 82 Araibia. lin. 91 Affrm'cc. lin. 107 his Émath. lin. 159 Alaxandir Dairhts. lin. 190 'ga dáthai cosnam. lin. 204 'ga dathái cosnam. lin. 259 do thlachtaib. lin. 331 Armdusda. lin. 584 etarsuidigthe. K. M.

Zum 1. Heft.

Die meisten der folgenden Verbesserungen stammen aus einer brieflichen Mittheilung des Herrn Prof. Thurneysen. S. 163, lin. 23 (Gl. 96) zu lesen inessorg (dagegen mit der Negation ni insorg), Th. ibid. lin. 37 (Gl. 109), gemeint ist das spätlat. saurus „subrufus", „flavus" (Ducange), franz. saure, Th. S. 170. Dass nn und d in den Reim- wörtern sich entsprechen, ist nicht unerhört, s. Ber. d. K. Sachs. Ges. d. W. 1884, S. 236 (Ein mittelirisches Kunstgedicht). S. 177, lin. 99 zu lesen CoinculamcZ. S. 183, lin. 233. Auch die Namen gehören in das metrische System hinein, dessen Theile durch Allitteration ver- bunden sind. S. 189, lin. 4 z. 1. „Wir wollen auf sie (nämlich auf Cuchulinn und seine Begleiter) warten", vgl. arneut expecto Z.2 428, Th. S. 191, lin. 7 u. 12 für „Osten" z. 1. „Süden". ibid. lin. 8 z. 1. Er berichtet dies der Medb, Th. S. 196, lin. 3 z. 1. zwischen Welle und Klippe, Th. S. 203, lin. 2 vielleicht zu übersetzen: zu einer Schaar mit ihren Rossen über der Ebene. ibid. lin. 12 z. 1. am Meere. Nach Thurneysen würde cath in dieser und in den folgenden Zeilen die Bedeutung Schlachthaufen haben. S. 208, lin. 7. Da ba Copula ist, so ist wohl zu übersetzen: Friede, Schlaf war eine Spur, die nicht gross (?) war, Th. Nach H. d'Arbois de Jubainville, Rev. Crit. 1886, No. 15, p. 286 fg., bezeichnet indell lin. 98 ff. das amentum des Speers, und lin. 136 „attirail de mer", oder „l'ensemble des objets nécessaires ä la navigation".

Einleitung.

In dem sogenannten Lebar Brecc, einer irischen Saminel- handschrift aus dem Ende des 14. Jahrhunderts, befindet sich von pag. 205 a bis 213 a eine Bearbeitung der Geschichte Phi- lipps von Macedonien und Alexanders des Grossen. O'Curry hat diesen Text in seinen Lectures mehrfach erwähnt und theilt On the Manners and Customs II p. 330 einen Abschnitt 45 meiner Einteilung) aus demselben in Uebersetzung mit. Sul- livan bemerkt dazu, dass O'Curry kurz vor seinem Tode eine Uebersetzung des ganzen Textes angefertigt habe. Seit 1876 liegt das Lebar Brecc im Facsimile von der Koyal Irish Aca- demy, Dublin, veröffentlicht vor. Hier findet sich auch in der Einleitung eine kurze sehr mangelhafte Inhaltsangabe des Alexanderfragments. Sonst ist mir über dasselbe irgend welche Literatur nicht bekannt geworden, abgesehen von den gelegent- lichen Citaten einzelner Stellen aus demselben, wie sie sich zu sprachlichen Zwecken namentlich bei Stokes finden. 1

Wie Sullivan a. a. 0. mittheilt, existirt eine „vollständige, aber nicht so gute" Handschrift unseres Textes im Book of Ballymote, ebenfalls aus dem Ende des 14. Jahrhunderts. Lei- der habe ich diese Handschrift bei der vorliegenden Arbeit nicht benutzen können.

Ein Teil des Textes, der Briefwechsel zwischen Alexander und dem Brahmanenkönige Dindimus, findet sich in einer

1 S. z. 13. Rev. Celt. IV. p. 245: tesmolta. Fél. Ind. s. v. crothaim. Tog. Tr. Ind. s. v. airbe, cáladphort, dichonderclech, fianglais, liburn, luthbasach, margrét, tatmairt.

1

2 Einleitung.

Handschrift der Bodleian Library, Oxford, Rawlinson B. 512 bezeichnet, fol. 99 a 100b (nach einer modernen Bleistiftpagi- nirung) wieder. Diese Handschrift, etwa im 14. Jahrh. ge- schrieben, habe ich selbst collationirt. Was ihr Verhältniss zu LBr. betrifft, so möchte ich, ehe das Book of Ballymote nicht verglichen werden kann, kein Urteil wagen. So viel sich in- dessen auf den ersten Blick ergibt, bietet Rawl. entschieden im Allgemeinen eine reinere Form und knappere Fassung als LBr. und mag so einer gemeinsamen Quelle näher stehen. Da aber der Text des LBr., wie der Abschreiber selbst in einer Rand- notiz auf pag. 211 angibt,1 aus dem Lebar Bercháin na Clúana genossen ist, einer verloren gegangenen Handschrift, von der wir weiter nichts wissen, so wird es zunächst gelten festzu- stellen, ob auch der Text des Book of Ballymote auf diese Quelle zurückgehen kann.

Von sonstigen Bearbeitungen der Alexandersage oder ein- zelner Teile derselben in der irischen Literatur, ist mir nur das folgende Wenige bekannt geworden. In dem zur Ashburn- ham Collection gehörenden Stowe MS. No. 992, einer vellum- handschrift aus dem 14. oder 15. Jahrh., befindet sich von fol. 1 25 der sogenannte Cath Catharda, eine freie Uebertragung des Bellum Civile. 2 In der Einleitung dazu heisst es nach Aufzählung der Perserkönige: 'Cétri gasraidhi Greg immoro Alexandair mac Pilib. Airdri in domhain uile eisein d'Easpain aniar co hlnnia sair 7 o Ethoib anes co sleibh Rifi fothuaid. Is le Alaxandair sen ro foided coblach for in muir tenthidhi

1 Die Notiz lautet: agaid belltaine indiu . hi Cluain Sostai Berchain dam ann oc scribend derid na staire (. i . Alaxandir) for tus a liubar Berchom na Cluana. „Die Nacht des ersten Mai heute. In Clúain Sos- tai Bercháin schreibe ich hier zunächst das Ende der Historie (von Alexander) aus dem Buche Berchán's von Clúain ab."

2 Bruchstücke desselben Textes enthalten ausser den bei Jubain- ville, Catalogue p. 58, angeführten Handschriften 7V2 Folioblätter eines mit XLVI bezeichneten aus dem 14. Jahrh. stammenden MS. der Ad- vocates' Library, Edinburgh, sowie der 1633 geschriebene Band No. 984 der Ashburnham Collection.

Einleitung. 3

do fis in mesraighi deiscertaigh , ar nir leor leis fis in mes- raiglithi tuaiscertaigh nania. I cind a da bliadna déc ro triall Alaxandair indsaigidli. Tri bliadna tricliat immoro a aeis inn uair ros marb neirn isin Babiloin. Pilib dana ri dedcnacb na n-Greg.' Die hier erwähnte Entsendung einer Flotte auf das feurige Meer, um den südlichen Unifang der Erde zu erkunden, weiss ich auf keine sichere Quelle zurückzuführen.

Natürlich findet sich Alexander auch in allen Weltchro- niken und synchronistischen Gedichten der irischen Gelehrten erwähnt, die meistens nach Hieronymus gearbeitet sind, und war denselben so bekannt, dass er z. B. in Gilla Coemain's Gedicht LL. p. 131a einfach als mac Pilip aufgeführt wird. Im Cogad Gaedel re Gallaib p. 204, 4 wird Brian Borome, der berühmte Befreier Irlands vom dänischen Joche, ein zweiter Alexander genannt: 'rob é an t-Alaxandar tailc talcair tanaiste ar treoir' etc.

Als ein letzter Ausläufer der Alexandersage auf keltischem Boden mag hier ein Gedicht stehen, welches sich in dem 1512 geschriebenen Buche des Dean of Lismore (p. 84 in M'Lauch- lan's Ausgabe), sowie auf dem Britischen Museum in einer Eger- ton 127 bezeichneten Handschrift aus dem vorigen Jahrh. be- findet. Es enthält die Betrachtungen von vier an Alexanders Grabe stehenden Männern, deren Grundton merkwürdig mit dem Schluss der Historia de Preliis übereinstimmt. Nament- lich vergleiche man die vierte Strophe mit den Worten: Heri totus non sufficiebat ei mundus, hodie quattuor solae telae suf- ficiunt ei ulnae. S. Liebrecht, Otia Imperialia, p. 87 Anm. 20. Das Gedicht findet sich zweimal in der Egerton Hand- schrift, auf p. 90 und 103, und lautet dort:

Ceathrar do bhi ar uaighän fhir,

feart1 Alaxandair uaibhrigh:2

ro chansat briathra con bhreícc

os cionn na flatha a Fhinnghreícc.

1 fear p. 103.

2 „Alexander the Great is always called 'Uaibhreach' in Gaelic.' Nicolson, Gaelic Proverbs p. 165.

1*

Einleitung.

Adubhairt an chétfher dhíobh: „Do bhatkthar anaen 'man righ fir na talmhan truagh a n-dál ge ata aniugh 'na aonarán."

„Do bbi anaen Righ an domhain duinn 'na mharcach ar talmhuin truim: cidh é in talamb ata aniugh 'na mharcach ar a mhuin-siumh."

„Do bhi" ar san tres ughdar glic „in bhith anaen ag mac Philib: aniugh aigi nocha n-fhuil acht seacht ttroigh do thalmhuin."

„Alaxandar muirnchach már, do bhrondadh airget is ór: aniugh" ar san cethramhadh fer „ag so an t-ór is ni [f']uil sin."

Comhrádh na n-úghdar do b'fir a ttimcheall uaighi in áirdrígh: nior ionann is baothghlór ban ar chansatar in cethrar. Cethrar 7 c.

Uebersetzung.

Vier Männer standen auf dem Grabe eines Mannes.

Es war das Grab Alexanders des Stolzen.

Sie sangen Worte ohne Lüge

Ueber dem Herrscher im schönen Griechenlande.

Es sprach der Erste von ihnen:

„Vereinigt waren um den König

Die Männer der Erde traurig ihre Versammlung,

Während er heute mit sich allein ist."

„Es war allein der König der dunklen Welt Zu Ross auf der schweren Erde, Während heute die Erde Auf seinem Rücken reitet."

„Es besass" sagte der dritte weise Dichter, „Der Sohn Philipps die Welt. Heute besitzt er nichts Als sieben Fuss Erde!"

Einleitung.

„Alexander, der freigebige, grosse, Er spendete Silber und Gold: Heute," sagte der vierte Mann, „Ist hier das Gold, und nichts ist es.'

Das Gespräch der Dichter war wahr Um das Grab des Grosskönigs. Nicht war es törichtes Weibergerede Was die Viere sangen.

Was das mutmassliche Alter der irischen Bearbeitung be- trifft, so scheint zunächst die oben erwähnte Notiz des Ab- schreibers einen Anhalt zu bieten. Das Lebar Bercháin na Chiana, dem unser Text entnommen ist, führt seinen Namen nämlich nach dem in der irischen Kirchengcschichte berühmten Heiligen Berchán von Clúain Sosta, dem heutigen Clonsast in King's County, dessen floruit die kirchliche Tradition um 690 ansetzt. Vgl. O'Curry, Lectures on the MS. Materials of An- cient Irish History p. 412. Es ist indessen nicht anzunehmen, dass der heil. Berchán das nach ihm benannte Buch geschrie- ben hat oder dass es sonst irgendwie auf ihn oder in seine Zeit zurück geht, so dass wir gezwungen sein würden, unserem Texte ein so hohes Alter zuzuschreiben. Der heil. Berchán ist nämlich einer von den vielen berühmten Männern des alten Irland, deren Namen auf manches übertragen wurden, was in eine weit spätere Zeit gehört. Wie ihm als dem primfaith nime ocus talman1 „dem Erzpropheten Himmels und der Er- den", ein spätes Geschlecht offenbar gefälschte Prophezeiun- gen zuschreibt (s. Todd, Cogad Gaedel re Gallaib' p. 8, und O'Curry a. a. 0. und p. 421), so dürfen wir auch in unserem Falle getrost annehmen, dass man einer Handschrift durch Vor- setzung eines berühmten Namens aus alter Zeit besonderen Wert hat verleihen wollen, eine Praxis, der wir bei litera- rischen Werken aller Art in der irischen Literatur häufig be- gegnen. S. z. B. Stokes, On the Calendar of Oengus, p. 6.

1 Dies ist auch die stehende Benennung des Schweinehirten Mar- ban im Imtheacht na Tromdhaimhe (Oss. Soc. V.).

Q Einleitung.

So wäre also die Sprache des Textes das Einzige, was uns eine annähernde Altersbestimmung gewähren könnte. Aber hier lässt sich wie bei den meisten mittelirischen Texten nur so viel sagen, dass die zahlreich erhaltenen alten Formen auf eine Ent- stehungszeit hindeuten, in welcher dieselben noch in lebendigem Gebrauch waren, d. h. auf die Uebergangsperiode, in welcher das Altirische zum Mittelirischen wurde, also etwa das elfte Jahrhundert.

Dem Gebrauche Stokes' folgend stelle ich hier die bemer- kenswertesten alten Formen unseres Textes zusammen.

Der Artikel zeigt im Gen. Sg. fem. noch die Form ina (altir. inna): ina hAissia 37; im Nom. PI. masc. in: in Maice- doin 10, 53, 55, in arocuil, in luic 43; im Nom. Acc. Sg. neutr. a n- : a 71, a sin 59, 64. donaib im Dat. PL; donaib talmannaib 70 Rawl., woraus LBr. doinib talmantaib gemacht hat; ebenso isnaib. Bemerkenswert ist das zweimalige Vor- kommen eines falschen ecliptischen n nach dem Dat. PI. (i ti- rib n-aineoil 3, und fri slogaib n-Eorpai 19). tria áithe hile (12) zeigt ein Adj. der u-Dccl. im Fem., wo es in die i-Decl. übergetreten ist.

Das pron. infix, findet sich durchaus im Gebrauch. 1. Sg. adamcómnaicc 58. 3. Sg. rotfeithset 47. rusgeoguin 59. ru- stairmisc 56. dosfairtestar (zu foriuth) 59. conusmarb 40. ron- geoguin 59. ronanacht 59. ronbris 7. rombia 59. 1. PI. non- tirgnat 68. atancomnaic 59 Rawl. norforgnat 68 (norfognat Rawl.). 2. PI. noforcraindfit 19. dobarcoilletsom 67. dobar- gnisi 71. Hier mögen auch die seltenen Bildungen atbar dá- sachtaig fen 70 (atabar Rawl.) und ni for n-adaltraig 72 Rawl. (nit adaltraig LBr.) erwähnt sein. Weitere Belege für dieselben giebt neuerdings Stokes im Index zum Saltair na Rann s. v. bar. 3. PI. dosfanic 56. dosfáirthedar (zu tarraid) 56. ro- stinoil 7. nistá 72. dosnaircellsat, dosnecat 55. dosnancatar 56. rotuscroith rotusloitt 80. rotusdibda 38. rotustuillset 30.

Das relativum infixum findet sich 37: in tan donarfaid.

Von Verbalformen im Activ sind beachtenswert: aderait 3. pl. praes. 41. conatarthet 77, eine Präsensbildung zu tarraid,

Einleitung. 7

vgl. dosnárthet ocht fichit oss n-allaid and LU. 57 a, 9. In bertaid 45 ist an die 3. PI. rel. berte die Endung der 3. PI. abs. gefügt worden, atfesum 42 steht für atfét-suin.

Vom t-Praet. finden sich: atbath 6. oracht 15. arrogart 39. forcongart 49. fororcongart 50. dorossat 75. dorosait 69. ronanacht 69. ros geltatar 50. dochomortatar 11. 23. 52. con- tubertatar 13. doruachtatar 12.

Das t-Fut. ist durch berdait 18 und mérdaid 19 vertreten. s-Praet. und Perf. finden sich häufig.

Im Passivum lassen sich zu den bei Stokes Tog. Tr. p. XIII. gesammelten 3. PI. Praet. hinzufügen: ro dammnaid, ro siech taid 22. ro failgid 2. ro tescait 2. ro cummaid 16. ro tuarcbaid 22. ro hecrait 45. Hierher gehören auch, vom reduplicirten Stamme gebildet, ron sefnait 15, ro sefnait 51. Ro inficirt nicht nur in diesen Formen, sondern überhaupt beim Passivum in unserem Texte nicht. Ich stelle sämmtliche Bei- spiele zusammen: ro closa 1. ro hoirdned 4. ro tarclumad 5. inarhurnaisced 5. ro ferad 6. 28. ro cóirigead 11. ro tuarc- bad 16. ro cúmdacht 43. ro himraided 58. ro tairberead 29. ro foilgead 32. ro hellachtai 11. ro clos 21. ro cúmdaiged 26. ro tairchellta, ro saitea, ro hadaintea, ro seinntea 52. ro hain- mniged 60. ro suidiged 76. Nichtinficirung des ro (desgleichen do und no) beim Passiv findet sich ebenso in allen guten mittel- irischen Handschriften beobachtet und zeigt sich auch schon im Altirischen in vielen, vielleicht in den meisten Fällen, z. B. ro comalnither Wb. 26 a. ro predchad Wb. 27 d. ro foilsiged Wb. 13 d. ro cload Wb. 3b. ro fäsiged Wb. 15a. ro cet Ml. 2b. ro ceta Ml. 30 a, 9. ro fess Wb. 23 \ ru fes Wb. 33 c. ro fóitea Wb. 27K 9d. ro comalnada Ml. 44 d. Ebenso Fei. Ap. 8. nirhaerad, Ep. 369 corhicthar, s. Ind. s. v. h. Stokes' Be- merkung dazu „this has no warrant in 0. Irish" ist daher nicht richtig; es findet sich auch geradezu prosthetisches h in rohucad neben rucad Sg. 174a.

Das Praet. Pass, ist vielfach belegt: hitcós 14. ro clos 21. doratad 56. ro laad 59. ros cumrecht 31. ro cúmdacht 43 neben ro cúmdaiged 26. dorónta 43. forácbaithea 56. ro di-

8 Einleitung.

baigthea 11. atcessa 2, u. s. w. Für conrothacht 50 ist con- rotacht zu lesen, vgl. is leis conróttacht dún Culi Sibrilli LL. 19 a, 2. is leis conrotacht .i. ro gniad mur nalinni LL. 31 1\ und siebe Tog. Tr. Ind. s. v. Hierber gebort aucb die Ana- logiebildung fétas 56. Vgl. LU. 51 a, 1: ro tócbad iarom corp ind rig tbrí i n-arda conná fétais a techt. Ebensolcbe Bildungen sind: bás, concas, decbas, feimdes, tancas.

Zu bemerken sind aucb die Infinitive dénad 45 und tel- cun 2 (O'R.'s teilgean).

Der Anfang des Textes ist durcb den Ausfall eines Blattes verloren gegangen. Desgleichen feblt zwischen pag. 210 und 211 ein Blatt. Sonstige Lücken, welche sich nachweisen lassen, sind durch die Nachlässigkeit des Abschreibers entstanden. Im Wesentlichen haben wir jedoch eine vollständige Erzählung, die mit Philipps Kämpfen gegen die Athener anhebt und mit Alexanders Tode abschliesst.

Als Hauptquelle ergibt sich zunächst die Historia des Oro- sius im 3. Buch cap. 12—23, von dem irischen Bearbeiter selbst mehrmals (23. 41. 77.) citirt. Die Darstellung des Oro- sius bildet die Grundlage der ganzen Bearbeitung; episoden- artig in dieselbe eingelegt sind an den passenden Stellen die Uebcrsetzungen zweier seit dem 9. Jahrhundert viel gelesener selbständiger Stücke aus der Alexandersage: der Brief Alexan- ders an Aristoteles über die Wunder Indiens (42 60) und der Briefwechsel zwischen Alexander und dem Brahmanen- könige Dindimus (61 74). Vgl. Zacher, Pseudocallisthenes p. 106 und 107. Dazu kommen die ebenso eingeschobenen Erzählungen vom Traumgesichte Alexanders zu Dium (8) und von seinem Zuge nach Jerusalem (34 37), welche aus Jose- phus, Antiq. lud. XI. 8 stammen. Als Quellen sind ferner noch erwähnt Eusebius (42), dessen Benutzung sich hauptsächlich in den Königslisten zeigt, und Priscianus, der Uebersetzer der Periegesis des Dionys (33). Diesem Letzteren ist auch die Sage von der wunderbaren Quelle bei der Stadt Debritae ent- nommen (27).

Einleitung. 9

Ausser diesen Quellen, deren unmittelbare Benutzung und richtige Verwertung zeigt, dass der irische Verfasser ein Mann von umfassender Bildung und vor allem zu seiner Arbeit gut vorbereitet war, standen demselben auf den verschiedensten wissenschaftlichen Gebieten genaue Kenntnisse zur Seite, welche er in zahlreichen Zusätzen und Erklärungen zu den benutzten Autoren anzubringen gewusst hat. Besonders mag hier die gründliche Bibelkenntniss des Iren erwähnt werden, nach wel- cher wir auch wol einen Geistlichen in ihm vermuten dürfen. Von ihr legen Zeugniss ab das Citat aus den Psalmen (75), die häufige Anführung biblischer Localitäten und Völker (z. B. der Ebene Sinear, der Stadt Hamath 76, der Edomäer1 und Chaldäer 10), die Erwähnung des Behemoth (33) nach lob 40, 15, obwohl er aus dem dort nur als Pflanzenfresser geschil- derten Tiere (Nilpferd?) ein wildes Raubtier macht; die aus- führliche Schilderung der Hohenpriestertracht (8) nach Exod. 28. Nicht weniger beschlagen zeigt der Ire sich in der Ge- schichte und Geographie des Altertums. Ueberall aber ver- rät sich die speciell irische Bildung und Anschauung. Die so oft erwähnte Ebene Sinear (mag Senair) z. B. galt den irischen Gelehrten als die Stätte, wo zuerst die gälische Sprache ge- redet wurde, indem Góedei Glass, der Stammvater der Goe- delen, sie aus den 72 Sprachen der Welt bildete. S. LL. p. 2. Bei der Beschreibung der Hohenpriestertracht erzählt der Ire freilich von den vier Buchstaben, welche der Priester auf einer Tafel trug, aber statt í">iít> nennt er sie ADAM und erklärt dies genau wie der Saltair na Rann v. 1053—1056 (vgl. die Note von Stokes dazu) und die Prosaauflösung desselben LBr. 111*.

Unter den Gesandten, welche aus allen Enden der Welt zu Octavian kommen, lässt der Ire, ohne dass Orosius etwas davon hätte, auch solche aus Tor Breogain auftreten (83). Dieses ist der irische Name einer Stadt Brigantium oder Bri-

1 Slóig Edómain. Vgl. Jadomdu Goid.2 p. 20.

2 Dieselbe Deutung des Namens Adam findet sich auch bei Sympho- sius Amalarius De Ecclesiast. Offic. I. 7 (Migne, Patrologia CV. p. 104).

*\

10 Einleitung.

gantia in Nordspanien, berühmt in der irischen Geschichte als der Ort, von dem aus an einem Winterabende Ith mac Bregoin zuerst Irland erblickte.1

Es ist sogar wahrscheinlich, dass hin und wieder geradezu irische Quellen (natürlich selbst wieder Uebersetzungen und Ueberarbeitungen) vorgelegen haben, eine Annahme, zu der Manches aus der damaligen irischen Literatur berechtigt. 2 Bei der Liste der Perserkönige (17) weist uns z. B. der seltsame Name Hoccraius darauf hin. Er folgt nämlich fast sogleich auf Nabgadón und legt so die Vermutung nahe, dass er aus dem zweiten Teile des Namens Nebucadnezar gebildet sei. Diese Vermutung könnte in der Namensform Nabcodonocrous bei Zim- mer, Keltische Studien I. p. 14 eine Bestätigung finden, wenn nicht das MS. nach einer Mitteilung von Stokes in Wirklich- keit Nabcodonozor hätte.3 Bemerkenswert ist, wie sich viel- fach für fremde Eigennamen speciello irische Formen gebildet haben. Zu der Form Campaséis (17) für Cambyses stimmt

1 Bai mac maith ic Brath .i. Bregon, 'ca n-dernad Brigantia ainm na cathrach. A Tur Bregoin immoro atchess hEriu fescur lathi gemreta. Atoscondairc Ith mac Bregoin. LL. p. 3b.

2 Was z. B. die geographischen Ausführungen in unserem Texte anlangt, so finden sich ganz ähnliche in einem LL. p. 135 aufgezeich- neten Lehrgedicht des Mac Cosse, eines fer légind zu Ross Ailithir, wieder, welches nach Pomponius Mela gearbeitet ist und offenbar zum Memoriren in Schulen bestimmt war. So vgl. man die Notiz über die Serer (45) mit Mac Cosse's Versen (LL. p. 135 b):

'Isind airther sin (cet gal)

atät Serdai co sirblad,

fobith ata fidbad and

do nach ingnad inn oland'. Die Serer finden sich übrigens auch im Tochmarc Emere, dessen älteste Version uns im LU. vorliegt, erwähnt. Es heisst dort, Stowe MS. 992 fol. 84» l, von Cuchulaind's Sichelwagen: 'is e sin in tres la do indled in carpat serrda ra Coinculaind 7 is aire atberthai serrea de . i . ona serraib iarrnaidi bitis a n-indill as, no dana is ona Serrdaib frith a bunadus ar tus'.

3 An den entsprechenden Stellen in den LBr.uoten zum Félire fin- det sich Nábcudon Nasor (p. CLVII.) und einfach Nabcudon (p. LXXVL), wie in Gilla Coemaiu's Gedicht LL. p. 131», 11 und 14.

Einleitung. 11

Cambasses mac Cir LL. p. 144 a, 8. Ródain für die Insel Rho- dos kommt auch Goid. 2 p. 98 vor. Unerklärt bleiben mir da- gegen Tecthir für Tyrus (26), während es §. 9 Tuir genannt wird und Protolomeus Nactusamrén (26) für einen der Ptolemäer. Aus dem Dens tyrannus der Epistola ad Aristotelem hat der Ire Distriánus gemacht (56). Hier sei mir die Bemerkung ge- stattet, dass bei den oft sehr seltsamen und nicht immer durch lautlichen Vorgang zu erklärenden Entstellungen fremder Eigen- namen eine Art Volksetymologie ihre Rolle gespielt zu haben scheint. So findet sich Tog. Tr. 829 Ulcalegón für Ucalegon, wie wenn von ulcha Bart, für Nimrod Nebrúad LL. 143 a, für Laertes Luaithlirta LL. 143 b (dagegen im Stowe MS. 992 fol. 59 b: Merugud Iuliux mic Leirtis), für Taglath Phallasar Teg- lach Fallasar LL. 144 a, für Anchises Anaichis Stowe 992, fol. 60 a. 2, für Ecbyrht Ichtbrichtan Fei. Dec. 8, für Heinricus Oeuric Chron. Scot. 1021, für Conrad Cuana ibid. 1036.

Nachdem ich so die Quellen, aus denen der irische Be- arbeiter geschöpft hat, angezeigt habe, wird es richtig sein, darauf hinzuweisen, dass er weder den Pseudocallisthenes in irgend einer Bearbeitung noch Curtius gekannt hat. Er er- wähnt sie nirgends und bis auf eine Ausnahme finde ich keine Spur ihrer Benutzung. Diese Ausnahme ist die Erwähnung der Stadt Alexandria apud Porum (60), wo Orosius (III. 19) Ni- caea nennt. Keine der oben angeführten Quellen bietet diesen Namen; dagegen hat ihn der Pseudocallisthenes III. 63 (Jul. Valerius III. 35). Hier meine ich jedoch, dass der Ire eine derartige Einzelheit wol einer Glosse in dem von ihm be- nutzten Exemplar des Orosius verdankt haben mag.

Es bleiben ausserdem noch einige Fälle, in denen man vergebens nach einer Quelle sucht. Wer z. B. die griechischen Dichter (filid na n-Gréc) sind, von deren Bemerkung über die Trefflichkeit thessalischer Reiterkunst er § 20 berichtet, weiss ich nicht zu sagen.1 Ferner bleibt mir unerfindlich, woher die

Bemerkenswert ist, dass auch das oben erwähnte geographische

12 Einleitung.

ausführliche Erzählung vom Zweikampfe zwischen Alexander und Porus (59) stammt, namentlich aher der dort erwähnte thessalische Rcitersmann Amirad, dessen Name an den bei Oros. III. 19 erwähnten König Ambira erinnert. Ebenso wenig weiss ich den § 33 genannten Scythenkönig Anntem (Ante- mus?) unterzubringen.

Bei der Liste der Strategen und der unter sie verteilten Völkerschaften (76), welche nach Orosius III. 23 gemacht ist, hat der Ire die meisten Namen bis zur Unkenntlichkeit ent- stellt; Nearchus wird bei ihm zu Marcus, Eumenes zu Hiuben- cus, Lysimachus zu Lessimamus, aus dem Polasgi macht er sich einen Feldhcrrn Ballassus und aus den Worten seiner Vorlage: 'stipatoribus regis satellitibusque Cassander filius Antipatri prae- ticitur die drei Feldherrn Stipator, Saulités und Cassandora zurecht.

Die Wiedergabe des lateinischen Textes ist im Grossen und Ganzen eine sehr correcte zu nennen, doch kommen ein- zelne Fehler und Missverständnisse vor, an denen vielleicht mehr ein corrupter Text als das mangelnde Verständniss des Iren Schuld gewesen sein mag. Von interessanten Versehen bemerke ich folgende: § 53 ist das latein. humidus ('immensa vis cerastarum humidorumque serpentium') mit dem irischen hu- maide „ehern" übersetzt. § 55 ist columna mit columba ver- wechselt, obwohl das Irische beide Wörter als entlehnt kennt: coloman und colum. § 6 hat der Uebersetzor in der Stelle des Orosius III. 14 'cum ad ludos magnifico adparatos inter duos Alexandros filium generumque contenderet' das 'inter duos Alex- andres' zu 'ludos' gezogen und sich daraus einen ritterlichen Zweikampf zwischen den beiden Alexandern zurecht gemacht. § 26 hat er die Worte des Orosius III. 16: 'Tyrum urbem anti- quissimam et florentissimam fiducia Carthaginiensium sibi cogna- torum obsistentem oppressit et cepit' gänzlich missverstanden.

Vereinzelt lassen sich auch absichtliche Abweichungen des

\p9

Lehrgedicht des Mac Cosse von der guten macedonischen (statt thessa- lischen) Reiterei spricht. Es heisst dort LL. p. 136 a von Macedonien:

tír i fail immad n-gai n-glass,

tir in maithmarcachass.

Einleitung. 13

irischen Bearbeiters von seiner Vorlage nachweisen. So lässt er z. B. § 82 die Gesandten nicht wie Orosius VI. 21 nach Spanien, sondern nach Rom zu Augustus kommen, als dem Mittelpuncte seiner Macht. Derartige Abweichungen erklären sich aus dem offenbaren Bestreben des Iren, seinen Lesern den fremden Stoff möglichst mundgerecht zu machen. Dieses Be- streben zeigt sich vor allem darin, dass er wolbekannte ein- heimische Bezeichnungen auf fremde Verhältnisse überträgt. Hier ist wol das schlagendste Beispiel, dass sich sogar die so- genannten Fenier in unserem Texte erwähnt finden, nämlich im Munde Alexanders für die Krieger des Darius (19). Da- gegen hüte man sich, wie es geschehen ist, in dem 'célide' § 69 die Culdeer finden zu wollen, 'célide' heisst 'Besuch' (do- luid Medb for ceilidhe a crich Laigen LL. 379 b. co ro faeem celidi lat-su LU. 21 a, 1. uair nach anaí célidi lim ibid. 9. is maith limm célide lib-si TBF. p. 142, 28) und 'aes célide' über- setzt das 'advenae' der Vorlage (Bissaeus' Ausgabe p. 98). Dann aber lehnt er sich in seinen Schilderungen ganz und gar an den traditionellen Stil der irischen Heldensage an, dessen Haupt- eigentümlichkeit eine Art feiner Detailmalerei ist. So ver- gleiche man die Darstellung von der Ermordung des Kalli- sthenes (42) mit der lateinischen Vorlage; ferner was er von Persepolis zu erzählen weiss (33), oder Stellen wie § 39, wo Orosius III. 18 weiter nichts hat als: 'Post haec Parthorum pugnam adgressus quos diu obnitentes delevit propemodum an- tequam vicit', während der Ire erstens hinzufügt, was er von den Parthern sonst noch weiss, dann aber ihren Vernichtungs- kampf bis ins Einzelne weiter ausmalt. Vor allem sind es die Schlachtschilderungen, welche meist nach wenigen andeutenden Worten des Orosius ausgeführt und ganz im stereotypen irischen Stil gehalten sind. S. §§ 1. 2. 11. So geben auch die Worte des Orosius III. 16: 'populos discurrentes prineipes varus inci- tamentis acuerent' zu zwei langen Reden der beiden Heerführer Gelegenheit. Diese Reden stimmen in ihrer Disposition und manchmal wörtlich mit denen des Achilles und Priamus im To- gail Troi 1611 ff., sowie mit der des Laomedon ebendaselbst

14 Einleitung.

581 ff. überein.1 Könnte es hier aber zweifelhaft bleiben, ob unser Autor wirklich aus der irischen Version der Trojasage entlehnt hat, so gibt uns eine andere Uebereinstinimung Ge- wissheit darüber. In einer bisher unbekannten Handschrift des Togail Troi, der vollständigsten, welche ich kenne, dem Edin- burger Codex XV., heisst es auf p. 29: 'Ko tuáislaicthea claidbi órduirn imfaebuir a trüailib dronaib derscaichtib. Ro laind- rigestar in t-aer co hadbol do lasraig na cloedem cumtachda 7 na laighen lethanglas na m-boccoide m-breccbeimnech fa tiiagmilaib coemaib cumtachtaib 7 na sciath sgeubolgach. Ro tairberta sceobana bocóde a lamaib laech londguinech co n-ger- corránaib aithib iarnaidib. Atcessa and sin srotha fola forderge a hinadhaib slegh 7 saiget a corpaib curadh 7 caenioclach. Ro thuitset gleíre láech londguinech' u. s. w. Es kann kein Zweifel sein, dass wir es hier mit der Vorlage von 1. 12 ff. unseres Tex- tes zu thun haben. Fraglich mag es allerdings bleiben, ob der Autor selbst oder etwa ein späterer Umarbeiter oder Abschrei- ber der Urheber dieser Entlehnungen gewesen ist.

Wie die irische Poesie ihre chevilles, so hat die irische Prosa ihre stereotypen Wendungen und Redensarten, welche wie Sprichwörter bei passender Gelegenheit immer wieder ver- wendet werden. Einige der gewöhnlichsten sind folgende:

§ 12: deich cét in cech mile. Vgl. LU. 17a, 12: deich cét m-bliadan in each mile.

§ 24: at lia a mairb 7 a n-irgabaig oldáit a m-bíí. Vgl. FB. 5: bit lia ar mairb oldáte ar m-bi. ibid. 21. Ir. Texte Oss. I. 8: roptar lia a m-mairb inna m-beo. Ebenso LU. 88 b. 90a. 102 b.

1 Ganz in gleicher Weise schildern die Angreifenden (Alexander und Achilles) ihre Lage: die grossen Nachteile einer Niederlage (mad foraib maideas AI. mád foraib chlóithir Ach.), die Schwierigkeit und Ge- fahr eines Rückzuges, und die glänzenden Vorteile eines Sieges (mad remaib immoro bus ráen romadmai AI. mad remaib immoro bas róen Ach.). Ebenso schildern die Angegriffenen (Darius und Priamus) die vielen Vorteile ihrer Lage, ihren bisher unbefleckten Ruhm, ihre Ver- pflichtung diesen zu wahren und die Ihrigen zu schützen, zuletzt die schrecklichen Folgen einer Niederlage (mád foraib immoro mébas Dar. mad foraib máis immoro Priam.).

Einleitung. 15

ib. is tromsceo accais 7 duabais 7 neime. Vgl. Tog. Tr. 1496: is troin in scéo 7 int ancél, in neim 7 in dúabais 7 inn éciall.

§ 28: roptar lire renna nime ac. Vgl. Rev. Celt. III. p. 177: corn tar lir gainem mara 7 renna nime etc. Aehnlick LU. 89 a. 90 b.

§ 12: co m-bátar búind fri rnedi 7 médi fri bundaib doib. § 28: buind fri rnédi 7 médi fri bunnu. Vgl. LU. p. 80 h, 15: co__torchratár bond fri bond 7 méde fri méde. ib. 18: bond ^ trir fri méde trír. O'Dav. p. 83: ut est sal fri sal, fonn fri fonn.

§ 28: ferr tra la Persa a m-bás oltás a m-betbu me- bail. Vgl. Tog. Tr. 638: ba ferr leo a m-bás ic cosnam a n-enig andás a fácbáil i m-bethaid fo mebail 7 mélacht. TE. 12 Eg. ba ferr leis éc andá bethu.

§ 28: doráegu cid in rignía ronertmar .i. Dair fessin a bás secb a betbaid. Vgl. LL. 147% 52: is é in tecosc cóir tecoscim dom sil, conid ferr a moclibás indás rotblas rig.

Aucb an einem äusseren Schmuck der Rede mangelt es der Darstellung unseres Bearbeiters nicht. Das Princip der Alliteration ist in reichstem Masse verwandt worden. Es ver- anlasst oft eine gewaltige Häufung von Attributen, deren feine Bedeutungsschattirungen im Deutschen kaum wiederzugeben sind. Vgl. Stokes, Tog. Tr. Pref. p. IV. Solche unserem Gefühle wider- strebende Häufung findet sich auch, wo ein Adjectiv oder Sub- stantiv erst mit einem Substantiv in Composition tritt und dann noch einmal als adjectivisches oder substantivisches Attribut wiederholt wird. Vgl. dubfoscud dub dorchaidi Tog. Tr. 1373. in mórsochraiti rnóir sin Tog. Tr. 1305. ro gab a chatheir- red catha. Tog. Tr. 1591.

Durch Wiederholung derselben Anfangsworte werden meh- rere Sätze zu einem harmonischen Ganzen verbunden. So wer- den § 29 die gewaltigen Folgen der Schlacht bei Issus in acht Sätzen zusammengefasst, von denen die vier ersten mit 'isin cath sa', die andern vier mit 'is e in cath sa' anheben. § 11 sind acht Sätze hinter einander durch mór c. gen. eingeleitet und so verbunden; § 13 und 26 in derselben Weise drei, § 30 neun.

Text und Uebersetzung.

oro8.nr.i2. .... airechaib 7 cathmiledaib oc irnguin i w-airenach in

chatha cechtardai. Ro closa degurlabrada deigecnaide oc ner- tad 7 oc gressacht na slóg sin. Batar amais ana immglicca co laignib lethanglassaib bic immthriall in chatba sin. Ba co 5 w-brig 7 brutb 7 borrfad 7 baraind dobertsat in catb sin. Ba cruaid coscar 7 comergi na slog sin. Ro thrégdaisset and sin saigde sithremra semnechai a sechnachaib slóg saercbeneoil. Ro silseat craisecbai cruaide crólinnte a corpaib caemcbland. Conuargabtbar liídnai arda1 áigtbide uas sciathcaraib cae- 10 maib cómdaingnib na curad comtbailc comthrén. Ro batar tré- rinde tairber ta 2 rindruadai rogérai tre cborpcbnessaib caemaib

.... Fürsten und Kriegsleuten beim Dreinbauen im Vor- dertreffen auf beiden Seiten. Da vernahm man die tüchtigen Reden tapferer und weiser Männer, die Heere stärkend und anfeuernd. Da waren hurtige gewandte Krieger mit breiten blauen Lanzen beim Anrücken dieses Heeres. Mit Kraft und Wut und Zorn und Grimm schlugen sie diese Schlacht. Rauh war der Siegeskampf und das Ringen dieser Heere. Da bohr- ten sie Pfeile, stark und festgefügt, in die Leiber vornehmer Schaaren. Da versäeten sie Speere, harte Todesboten, in die Körper adliger Männer. Es wurden emporgehoben hohe fürch- terliche Waffen über die schönen festen Schildränder der gleich- starken gleichtapferen Helden. Da fuhren Dreizacke .... rot- spitzige, gewaltig scharfe, durch die Haut der schönen schmucken

1 Vgl. atrullai di rennaib gai 7 di ardéssaib claideb. Tog. Tr. 563.

2 cha von späterer Hand unter der Zeile hinzugefügt; darüber tairbtecha.

Text und Uebersetzung. 17

cunidachtai. Batar tuaslaicthe clóidib órduimd iinin faebraib inntlaisi a truaillib rédib roderscaichib. Ro batar cathbairr chaemai chomthailce uas cendaib na curad sin. Ro londraig- seat in t-áer éradbul do tbaidlig na cloidem cumdachtaigo 7 na 15 laigean lainderdai 7 na sciath scellbolgach 7 na m-boccóited m-brecc m-béimneeh tre chnessaib caínib cúindachtaib. Tuctha tria nert curad cómrainach sceíth sceobána 7 boccoíde brecbuide a laniaib laech londguinech co n-gérchobradaib [7] crandaib.

2. Atcessa and sin siride folai fordergi a hindaib laígen 20 lethanglas, a hindaib cholg n-dét n-géramnas, a bindaib cloideö cruaidgér corcardai. Ro failgid and sin curpa curatai cneisge- lai itir hirgail aigtbide. Ro tescait errid ilardai and sin ininion múirnn moir Maicedóndai. Co torcbratar cúimlengaig na caemcburad iar córnrumaib cróda comurlabrai, iar n-airbert- 25 nugud n-airm, iar clesrad cloidib, iar telcun sciath, iar n-etir-

Leiber. Da waren Schwerter mit goldenen Heften und einge- legten Schneiden ihrer glatten kunstvollen Scheiden entblösst. Schöne feste Helme sassen auf den Häuptern dieser Helden. Sie machten die weite Luft erglänzen von dem Wiederschein der kunstvoll gearbeiteten Schwerter und der funkelnden Lanzen, der runden Schilde und der bunten Schildbuckeln zum Stossen, wie sie durch die schönen schmucken Leiber geschlagen wur- den. Es wurden durch die Kraft der streitbaren Helden die hellweissen Schilde und die buntgelben Schildbuckeln aus den Händen mordkühner Helden mit scharfen Rändern und Lanzen gerissen.

2. Da sah man Ströme tiefroten Blutes von den Spitzen brei- ter blauer Lanzen, von den Spitzen scharfrauher Schwerter mit Griffen von Elfenbein, von den Spitzen hartscharfer purpur- gefärbter Degen. Da wurden weisshäutige Heldenleiber zwi- schen zwei fürchterlichen Schlachtreihen niedergeworfen. Zahl- reiche Wagenstreiter wurden da niedergehauen rings um die grosse macedonische Heeresschaar. Und es fielen die streit- baren Helden nach heftigem Wechselredekampf und Waffen- schütteln, nach Schwertesspiel und Schildeswurf, nach Verstüm-

18 Text und Uebcrsetzung.

immdíbe chorp, iar fuilred a haltaib, iar n-gabail a nirt, iar n-erchrai a ni-brig, iar n-dorchugud a rose, iar n-gabail for a cetfadaib.

30 3. Ko bris diwo ria Pilip fadeoid in cath sai for lucbt na

Grégi 7 for Aitbinenstu. Cia ro niebatar ilebatba fria Pilip tro dúire 7 fostain 7 febdacbt,1 is e in t-icht mor deidenacb sai ro scar iltuatba na n-Grec fria sáire 7 a socbraite 7 tria- sargabbsat2 Maicedondai cumacbtai n-dearmair foraib 7 for il-

35 tuathaib in domain arcbenai. Imrulai iarom Pilip na biltua- thai sin na n-Grcc bi tirib aineoil3 7 ni arlaic socbaide dib ina tirib fessin. Ni lamdais Grá'c 7 Aitbinstu dmo faillsiugud a n-immnid ina n-doehraite, ina n-dogaillsi fn'a diunms na Maicedondai, arna ro ercboitige don fechtnaige4 Maicedondai

melung der Leiber und Bluten aus Wunden, naebdem ibre Stärke von ibnen genommen, ibre Kräfte gesebwunden, ibre Augen dunkel geworden, ibre Sinne ibnen entrissen waren.

3. Zuletzt wurde dann diese Scblacht von Pbilipp über das Griecbenvolk und die Atbener gewonnen. Obscbon viele Schlach- ten von Philipp durch Härte und .... und Ueberlegenheit ge- wonnen worden waren, so ist dies (doch) das letzte grosse Volk, welches viele Griechenstämme ihrer Freiheit und Herrlichkeit5 beraubte und durch welches die Macedonier eine gewaltige Macht über sie und über viele Völker der Welt ausserdem gewannen. Darauf schickte Philipp diese vielen Völker der Griechen in fremde Länder und liess nicht viele von ihnen in ihren eigenen Ländern. Die Griechen aber und Athener wagten es nicht, ihr Drangsal in ihrer Schmach und Trauer dem Hochmut der Macedonier gegenüber zu zeigen, damit es das macedonische Glück nicht trübe, das Seufzen und Stöhnen der vielen Völker,

1 7 febdacht am Rande.

2 Dazu am Rande: no agas as tn't rogabsat Maicedondai. 8 naineoil Fcs. * fechtnaide Fcs.

5 Stokes übersetzt sochraite an äbnlicben Stellen fälschlich mit 'army', z. B. Tog. Tr. 929: collud saire 7 sochraite 7 saerbratha. Es ist hier das Gegenteil von dochraite, z. B. mam daire 7 doeraite. 30.

Text und Uebersetzung. 19

eistecht fri cnedai ocus osnadu na n-iltuatli bitis fo smacht 7 40 dáire ocaib. ,

4. Ros tairmchell iarom Pilip da diet mile do thraigthechaib 7 cóic mile déac marcach cénmotlia na hairbe mora Maicedon- dai 7 marcslóig eli do echtrandaib. Ro hoirdned tri toisig for

a slógaib fria láim (. i. Parmenion 7 Amintái 7 Atalir a n-an- 45 munda side) do thecht doib do chosnum rige na hAissia moire 7 do saigid Dair moir maic Arsabíí tréurig in talman 7 ard- cliend in chatha Persecdai.

5. Ba hi innsin aimmser i n-arhiirnaisced a ingen-sum Phi- lip (. i . Cleopra a hainmm) do klaxandir Eperdai. 7 bráthair 50 mathar side dia mac-sum .i. don klaxandir mor Maicedondai. Forfuacrad dino o Philip uradach 7 airmitniugud na huasal- baindse sin 7 a denum uada-som fén co forbrigach foruallach am«? is deach ro tarclumad cech flead baindsecdai riam remi sin. Is and sin atbert araile laech fri Pilip frisin rignia hil- 55

welche durch sie unter Botmässigkeit und Knechtschaft waren, zu hören.

4. Philipp musterte darauf 200,000 Fusskämpfer und 15,000 Reiter ausser der grossen Phalanx der Macedonier und dem sonstigen ausländischen Reitervolk. Drei Feldherren wurden über die Heeresschaaren an seine Seite gesetzt, Parmenion und Amyntas und Attalus mit Namen, um hinzuziehen und die Königsherrschaft von Grossasien zu erobern und Darius den Grossen, Sohn des Arsamus, den starken König der Erde und das Oberhaupt des persischen Heeres, anzugreifen.

5. Dies war die Zeit, zu welcher Philipps Tochter Cleopatra mit Alexander dem Epiroten vorlobt wurde. Dieser war Mutter- bruder seines Sohnes, nämlich des grossen Alexander von Mace- donien. Philipp ordnete Festlichkeit (?) und Feier dieser grossen Hochzeit an, und dass sie von ihm selbst so hochherrlich und stolz begangen werden solle, wie je zuvor ein Hochzeitsfest am Besten gefeiert worden war. Da geschah es, dass einer von den Kriegern zu Philipp, dem Königshelden, am Tage seiner Er- mordung sagte: „Welches Ende und welcher Tod ist der beste,

20 Text und Uebersetzung.

laa riana marbad: „Cia sa hoiged 7 bás as deacli a n-imrn- théid rig?" „Ni hansa" ol Pilip. „Is í ém oiged as deacliu dothaed [p. 205 b:] rig .i. bás dian cen chuimleng cuirp, cen dochraite riá anmain, iar ni-buadaib 7 coscraib fri cocrichaib GO a namut hi taitneam 7 i taidliugud aenuaire 7 inócbalai cen immthomud a báis."

6. Ko ferad iarom aenach baindsecdai la Pilip iarnabarach, co tarla cúimleng \íir na Alaxandir . i . a inac-sum 7 a chliamain. Ro bói Pilip oc a foraiccsin isin rigsuide ar-raibe 7

65 tuirt mor do maithib Greg 7 Maicedoine i^na thiinchell co dluith. Dolluid iarom Pausánws . i . laech sochineoil do Mai- cedontaib atacoemnacair 7 dombert gaei on oschaill co'raile do Philip. Ar ni bói immchoimet fair an inbuid forcoemnacair in chuimleng Alaxainderdai. 7 atbath iar sin Pilip don bás do-

70 raegu fessin.

7. Ro gab Alaxandir mac Pilip rige fo chétoir. Ron bris

der einem König widerfährt?" „Nicht schwer," antwortete Phi- lipp. „Das fürwahr ist der beste Tod, der einem Könige zu- stösst, nämlich ein rascher Tod ohne Kampf des Körpers, ohne Schmach der Seele, nach Siegen und Triumphen über die Län- der seiner Feinde, in Glanz und Herrlichkeit des Augenblicks und des Ruhmes, ohne dass ihm der Tod droht."

6. Darauf am andern Morgen wurde das Hochzeitsfest von Philipp begangen, und ein Zweikampf ward zwischen den bei- den Alexandern veranstaltet, nämlich seinem Sohne und seinem Eidam. Philipp schaute ihnen von seinem Königssitze zu und eine Menge edler Griechen und Macedonier stand dicht ge- drängt um ihn herum. Da kam Pausanias, der ein vornehmer macedonischer Krieger war, und sandte einen Speer von einer Achsel Philipps bis zur andern. Denn es war keine Leibwache bei ihm zur Zeit, da der Kampf der beiden Alexander statt- fand. Und so starb denn Philipp den Tod, den er selbst sich gewählt hatte.

7. Sofort ergriff Alexander, der Sohn Philipps, die Königs- herrschaft. Er gewann eine Schlacht über die Athener, er ver-

Text und Uebersetzung. 21

cath for Aithonstu, ro dilceand tnathu Tiabandai, ro thoirbir slógu Achía, ro thuairc treoit Tesaldai, ros lornniairg Lirecdai, ros tuindsetar Tmgdai fo uirt brig a chmnachta 7 ros tinoil iar tain do dul i 11-Aissia do chosnum rige in domain fri 75 Persaib.

8. Is ed forfuair do klaxandir in luathtinol sa do dénuin, ar bíth in aislingthe atcbondairc isin catraig Maiccdondai dia- nad ainmni Dihó . i . in uasal n-dia do tliidecht chuice cosin erread n-airmaidnech n-Aróndai . i . a chochall sirecdai sreb- 80 naide cona chluicinib den'scaithechaib don or derg thaitnemach tire araibia ina imnithimchell , cona formnaidiu lán di cecb cenel leag lógmar . i . imm saifir inim lunaind imni crisdall imm adamaint im tbonzión [sic] imm cbruan imm glain imm charr- mocul, cona forbrut bruinnte Indccdai, cona mind cliaem cbom- 85 tbailc chumdachtaide, cona tbunig n-glais, cona lénid láncbail língil, cona laind cetberliterdai ina láim. 7 batar he anmandai

nichtete die tbebanischen Fürsten, er warf die Heere Acbaias nieder, er schlug die thessalischen Schaaren, er vertilgte die Illyrier, er brachte die Thracier unter die Macht und Gewalt seiner Herrschaft und versammelte sie darauf, um nach Asien zu ziehen, den Persern die Weltherrschaft zu entreissen.

8. Dies ist es, was Alexander bewog, eine so schleunige Ver- sammlung zu veranstalten; wegen des Traumgesichts nämlich, welches er in der macedonischen Stadt Dium sah, wie nämlich der höchste Gott auf ihn zu kam mit ehrwürdiger Aaronischer Gewandung, nämlich seiner Hauptbedeckung aus Seide und At- las, ringsum mit kunstreichen Glöcklein von rotglänzendem Golde aus dem Lande Arabien besetzt, mit seinem Schulter- mantel voll von jeder Art edler Steine, so Sapphir, als ..., als Krystall, als Diamant, als Topas, als Rubin, als Glas, als Kar- funkel, mit seinem indischen Leibmantel, mit seinem schönen festen kunstvollen Diadem, mit seiner blauen Tunica, seinem feinen linnenweissen Hemde, mit seiner vierbuchstabigen Tafel in der Hand. Und zwar waren die Namen dieser vier Buch- staben folgende: Anatolien d. i. der Osten, Dysis d. i. der Sü-

22 Text und Uebersetzung.

na ceithre litre sin, Anatáile . i . in t-airrtlier, Disic . i . in dei- scert, Artoc . i . in tuaiscert, Misimbria . i . in t-iarthar. 7 at-

90 bert iar sin guth na [sic] dee: „Fuabair in t-airther .i. Aissia, tairberfi in deiscert .i. Afftm'ce, failgebe in t-iarthar .i. Eoraip, ba cuniachtach in tuaisceirt . i . Scethia. 7 bat cuinacMach in talman fon sámla sin 7 biat-sa as do leth na coemsat do ná- maid ni duit."

95 9. Luid klaxanclir fo chétoix iarom tar muir Thorren. Ce-

thir fichit ar diet long libernecdai batar fri kimmoclior a slóg. 7 bend lais an ba deach do slógu na hEorpa uile .i. maithe na míled Maicedóndai 7 trornmthuir na Tragdai 7 airig na n-Aithecdai 7 uaisle na n-Aithenstu 7 tuirc na Tessaldai 7 100 ardriga Eoldai 7 sloig thire Moxsia 7 in slóg is léri rucad la rig riarn .i. Goith 7 Dahnáit 7 Dardain 7 Istria 7 Retia 7 Panunia. 7 simal rancatar isin purt dar muir, gabsat calad-

den, Arktos d. i. der Norden, Messembria d. i. der Westen, Und es sprach darauf die Stimme des Gottes: „Zieh wider den Osten, d. h. Asien; du sollst den Süden bezwingen, d. h. Africa; du sollst den Westen unterwerfen, d. h. Europa; du sollst mäch- tig sein über den Norden, d. h. Scythien. Und so wirst du die Erde beherrschen und wirst davon kommen, da deine Feinde nichts gegen dich vermögen werden."

9. Sofort begab sich nun Alexander über das tyrrhenische Meer. 180 Liburnen dienten zum Uebersetzen seines Heeres. Und er führt mit sich was das Beste war von den Heeren ganz Europas, nämlich die Edelsten der macedonischen Krieger und die Grossherren (?) der Thracier und die Fürsten der Acthicer und die Vornehmsten der Athener und die Könige der Thes- salier und die äolischen Grosskönige und die Heere aus dem Lande Moesia und die tüchtigste Schaar, die je von einem Könige gewonnen wurde, nämlich die Gothen und Dalmaten und Dardaner, und Istrien und Ilhätien und Pannonien. Und wie sie über das Meer in den Hafen gekommen waren, nahmen sie die Hafenstädte im Umkreis der Hauptstadt, welche Ephe- sus heisst, und darauf zogen die Heere nach dem Olymp über

Text uud Uebcrsetzung. 23

purta a n-immlib na hardchatrach dianad ainmni Effis, 7 luid- set iarom na slóig 'sin Oilimp dar sruth íw-Bachal i m-Medon- daib 7 al-lám deass in sliab Caisp 7 a cli fri Licia, a ma- 105 chaire na Siria do antuaith dar sruth Orién (is e the it trc lár na catrach hlsémath), dar sruth Mender al-lám deass fro Facn- detaib, a cli fri Capadóic, dar sliss descent slebi Lauain, al- lám deass fro Tuir 7 fria Sidóin 7 froa hAraib, dar muigib Caldeorwm dar sruth n-Etisfer dar deiscert muigo Senair co 110 Bocdagdai co cathair nirt 7 immpirechtai na Vers 7 Dair moir waic Arsabíí ardrig na Pers.

10. Ba doig tra la Dair rig na Pers co m-ba leis impirecht 7 enrige in domain an inbuid sin. Tanic-sium co cétaib mile fer n-armach i n-agaid Alaxcmdir cona slogu do chur 115 chatha friu. 7 ros congrad lérthinol iar sin Dair for cech leath co m-ba hi uimir a slog uile inti sin . i . Dair moir, cóic

den Fluss Pactolus im Lande der Maeonier, ihre Rechte gegen das caspische Gebirge, ihre Linke gegen Lycien; aus der syri- schen Ebene von Norden her über den Fluss Orontes, der durch die Mitte der Stadt Hamath fliesst, über den Meanderstrom, ihre Rechte gegen Phönicien, ihre Linke gegen Kappadocien, über die südliche Seite des Libanongebirges, ihre Rechte gegen Ty- rus und Sidon und Arabien, durch die Ebenen der Chaldäer, über den Fluss Euphrat durch den südlichen Teil der Ebene Sinear nach Ecbatana, dem Sitze der Macht und Herrschaft der Perser und Darius des Grossen, des Sohnes Arsamus, Gross- königs der Perser.

10. Es däuchte den Darius, den König der Perser, dass die Königsmacht und Alleinherrschaft über die Welt zu dieser Zeit bei ihm stünde. Er kam mit 600,000 Bewaffneten gegen Alexan- der und seine Heere gezogen, ihnen eine Schlacht anzubieten. Und es ward alsbald eine eifrige Musterung auf allen Seiten von Darius angeordnet, und die Zahl seiner gesammten Schaaren war folgende, nämlich die Darius des Grossen: 15,000 Mann zu Fuss und 7000 Mann zu Pferde und 180 Schiffe zum An- griff und zur Unterstützung des grossen Heeres gegen Alexan-

24 Text und Uebersetzung.

mili ar deich [p. 206 a:] mile traigthech 7 seclit mile marcach 7 cethir fichit ar chit long do thacur 7 cV foirithin in mor-

120 chatha do Maicedondaib 7 do Alaxandir. Ro batar mar aen fri Dair mile ardrig na Siria 7 peruincie, * ro batar Meda 7 Persa 7 Pairtbe 7 airdrig na LArabi 7 Eigeptacdai 7 Etheopacdai 7 sloig Edómain 7 Asardái 7 Callacdai 7 sloig Messapotamia 7 araile hilltuatha erimdha. Batar dmo i farrad Alaxandir .i,

125 in Maicedoin 7 na Tmchdai 7 na hEoldai 7 Aithenstu 7 Te- saldu 7 na sloig hitcuadamar ria sund.

11. Ro cóirigead na catha cródai cómgbarga do díb lethib iar sin. Mor laech lúthbasach doroching in roind sin ho dib lethib. Mor n-drong n-dhermáir n-dána n-diumsach ro dechta

130 and hi m-buaili báis. Mor n-aithe n-dhermárai dorochratar hir-raenu romádmai in sin. Mor n-drong n-dhánai n-dheig- fear n-dhánamail ro hellachtai and i n-urd ellaig in chathai

der und gegen die Macedonier. Es waren auf Seiten des Da- rius 1000 Grosskönige Syriens und der Provinz, es waren Me- cler und Perser und Parther und die Grosskönige Arabiens und Aegypter und Aethiopier und edomitische und assyrische und chaldäische und mesopotamische Schaaren und viele andere Völker in grosser Anzahl. Bei Alexander dagegen waren die Macedonier und Thracier und Aeoler und Athener und Thes- saler und die Truppen, welche wir hierzuvor genannt haben.

11. Die tapferen gleichgrimmen Heere wurden nun auf bei- den Seiten geordnet. Viel handstarko Krieger stiessen da von beiden Seiten her auf einander. Viele ungeheure kühne stolze Mengen erblickte man dort im Gehäge des Todes. Viele gewal- tige Schlachtreihen fielen daselbst auf den Pfaden der Vernich- tung. Grosse mutige Mengen kühner Helden trafen dort bei der feindlichen Begegnung der beiden todbringenden Heere zu- sammen. Viele krauslockige behelmte schöngeschmückte Häup- ter hieben die hartscharfen purpurgefärbten Schwerter ab, nachdem sie vergeblich bald hier bald dort Gnade gesucht

1 leg. Provinciae.

Text und Uebersetzung. 25

crólindtig cec7^ardai. Mor ceaucl caistrillsech cathbarrthaige cumdachtaige dochomortatar claidib cruaidgérai chorcardai iar feimoad a síd día ski ocus anall dino [?]. Mor ségaind saerbésach 135 ro dibaigthea and bi cecbtar do dib letbib. Mor n-gealcborp ciinidachtaige ros ledraigset láigne letbaugblassai in du sin. Mor n-eirriud n-eraninas dorocbratar for bincbuib in ardrig Persecdai in sin iter slóg n-Eorpai 7 Affmice 7 Aissia.

12. Ni lugai tra ron bris in catb sai for Dair cona Persaib 140 tria áithe bile Alaxandir oldás tré nert cbatbai 7 gaiscid na slóg batar 'na cbaemtbecbt. Ba fotai era in ironiguin bimm- batar Maicedóin fria Persaib iarna tuarcain for tús i n-bellacb in mórcbatbai MaicedoncZai, co m-bátar búind fri médi 7 médi fri bondaib doib. Dqruachtatar fuile fodbrondai na railed Mai- 145 cedondai in dii sin i n-diaid Pers iar soud bir-raenaib roniad- mai. Nonbur ar diet do rnarcslóg Alaxandir 7 nonbur traig- tbecb naniá dofuit 0 Alaxandir bi fritbguin in cbatha Persec-

batten. Viele stattlicbe stolzgeartete Helden wurden da auf beiden Seiten vernichtet. Breite bläuliebe Lanzen zerrissen da viele sebmucke weisse Leiber. Mancher grimme Wagenstreiter fiel daselbst in der Verteidigung des persischen Grosskönigs sowol von den Heeren Europas als von denen Afrikas und Asiens.

12. Nicht weniger durch den Scharfsinn Alexanders als durch die Kriegstüchtigkeit und Tapferkeit seiner Truppen wur- den Darius und seine Perser in dieser Schlacht besiegt. Lange fürwahr dauerte das Morden der Macedonier gegen die Per- ser, nachdem diese zuerst im Zusammentreffen mit dem grossen Heere der Macedonier geschlagen waren, so dass Fusssohlen an Nacken und Nacken an Fusssohlen lagen. Das Blut reichte da den macedonischen Kriegern bis an die Knöchel, da sie den Persern iu ihrer Flucht auf den Pfaden der Vernichtung nach- setzten. Hundert und neun Mann von Alexanders Reiterei und neun Fusskämpfer, das war Alles, was auf Alexanders Seite beim Widerstand des Perserheeres fiel. 400,000 Bewaffnete und zehnhundert in jedem Tausend und fünfmal zwanzig in

26 Text und Uebersetzung.

clai . Ceithri cét mile fer n-armach 7 deich cét in cech mile 7 150 cole ficJiit in cech chit iss ed dorochair ho Persaib isin chath chétnsL.

13. Luid Alaxandir aithle in choscair sin iar taispenad na n-étgud 7 iar n-aiream na iodb, iar tellach na scor, iar teclo- mad set x 7 arnim, co rus gaib imnion cathraig diarbo ainmni

155 Gordiana 7 dianad ainmm Saraifir indorsai. Mor slat 7 sinte 7 esoircne ro búi for a lár. Mor n-óir 7 argait 7 géamm lógniar 7 édaige cecha datha contubertatar esti. Mor do dainib saeraib sochenelaib ro marbad for a lár 7 tucad a m-broit esti.

14. Conid iar sin hitcós do Alaxandir. Dairies oc a tliinol 160 chathai dó. Conid aire sin dochuaid Alaxandir i n-uide fotai

i n-aenló . i . cóic cét staide tar sliab Tauir co ranic Tarsum. 7 luid iarom iar scis moir isin sruth dianad ainmm Cidnus

jedem Hundert, das ist, was auf Seite der Perser in derselben Schlacht fiel.

13. Nach diesem Siege ging Alexander, nachdem er die Ge- wänder hatte zur Schau stellen, die Rüstungen zählen, die Zelte aufnehmen und Schätze und Waffen hatte sammeln lassen, und belagerte die Stadt Gordium, welche jetzt Sardes heisst. Grosses Rauben und Plündern und Morden fand auf ihrem Boden statt. Viel Gold und Silber und Edelsteine und Gewänder von jeder Farbe schleppten sie aus ihr fort. Viele edle hochgeborene Männer wurden in ihr getödtet und aus ihr fort in Gefangen- schaft geführt.

14. Darauf wurde Alexander gemeldet, dass Darius ein Heer gegen ihn sammle. Und er zog deshalb in einem langen Tage- marsch, nämlich 500 Stadien, über das Taurusgebirge nach Tarsus. Und er begab sich darauf nach grosser Ermattung in den Fluss, der Cydnus heisst, einen sehr kalten Strom, und es fehlte wenig, dass die Sehnen seines Körpers sich in dem- selben zusammenzogen, so dass der Tod ihm davon drohte. Das aber ist es was Alexander veranlasste, diesen Marsch zu

1 . s . i. saiget Fcs.

Text und Ucbersetzung. 27

(aband rofuar esside) co m-ba suaill na ro chasaisseat féthi a cuirp indte, conus falmastair héc de. Is ead immoro foruair do klaxandir in t-uide sea do denurn, arna ragbad Dair1 co- 165 nair chuirngi 7 doirthe na Frigia fair. Is he lin tanic Dair don cliath thána/se . i . tri diet [mile] marcach. Ros la hi socht mor meranain klaxandir in slog do athtinol do Dhair chuige iri hathchathugwcZ.

15. Atbert klaxandir iaruni fn'a2 muinntir: „Roptar lia a 170 rniiinnter Dair riarn oldait mo muindter-sai 7 rón brisem-ni cath foraib." Ron sefnait stuicc 7 orgáin 7 cuirnd chathaige and iarum co n-eracht na sloig co'raile. Tucthai orrigai3 aille eram- rai ami a n-immchumdach in chatha cechtardai. Ron batar and errid srólltai sirecdai co n-immdenam di or 7 argat 7 di 175 némaind 7 di gémmaib cecha dathai 7 di chenel cecha dathai

machen, damit Darius nämlich nicht den Engpass und die von Phrygien gegen ihn einnähme. Das ist die Zahl, mit wel- cher Darius zur zweiten Schlacht heranrückte, nämlich an Rei- tern 300 [000]. Alexander verfiel in tiefes Schweigen dar- über, dass Darius ein Heer zu erneutem Kampfe wider ihn sammelte.

Darauf sprach Alexander zu seinen Leuten: „Die Leute des Darius waren das Mal zuvor zahlreicher als meine Leute, und wir haben den Sieg über sie gewonnen." Darnach Hess man Trompeten und Pfeifen und Schlachthörner ertönen und die Heere erhoben sich gegen einander. Da waren schöne wundervolle Kleider zum Schmucke der beiden Heere angelegt worden. Da waren Gewänder von Atlas und Seide mit Ver- brämung von Gold und Silber und Perlen und Gemmen je- der Farbe und jeder Art Farbe von Edelsteinen. Da waren

1 foruair Alaxandir do Dair in t-uide sea arna ragbad Fes Die Stelle ist so unverständlich und gewiss vom Abschreiber verdorben, dessen Unaufmerksamkeit an dieser Stelle auch durch die Lücke hinter marcach bezeugt wird.

2 fn'aa Fcs.

3 leg. erradai?

28 Text und Uebersetzung.

leag lógmar. Ron batar and luirechai imnxlai indeltai 7 cath- bairr aille forordai imm chennaib na curad comrumach.

16. Ro tuarcbad claidib 7 caemscéith 7 gaei gorminglassai 180 sithrémra sim- [p. 206 b] necha 7 sithlata cruaide cóicrinde 7

nóirinde 7 saigde cruaidgérai cethareochracha cúnidachtaigi di or 7 argat. Co taidlead in t-áer uaistib dia laindread na n- arm n-ilbrecc n-exaniail i 11-uair a n-dibraicthe forsna cath- barraib comthuaircnidib. Ro cummaid cornsrnachtai foraib iar- 185 um ar tideacht na slog co'raile, ar bith co ro gressid 7 co ro forcanad each dib a múinntear.

17. Atbert iantm Dair fria inuinntir: „Is nár dúib cen chal- mai do dénum" ol se „a firu na hAissia. Ad luatbai bar n- groige,1 adt iranidai bar n-dhagairnrm, ad calmai bar curaid, ad

190 treoin bar fir. Ruidleas dib in tír 'g-ádathai cosnani 7 is Persa bar leath 7 tachraid forcéill 7 airem daib seanchassai 7

viele festgeschnallte Harnische und schöne ganz goldene Helme um die Häupter der streitbaren Helden.

16. Es wurden Schwerter und schöne Schilde erhoben und blaugrüne sehr feste nägelbeschlagene Lanzen und harte fünf- und neunspitzige Wurfgeschosse und hartscharfe Pfeile, vierkantig, mit Gold und Silber verziert. Es erglänzte die Luft über ihnen von dem Scheine der vielbunten mannigfachen Waffen, da sie über den festgeschmiedeten Helmen geschwungen wurden. Darauf wurden gegenseitige Schmähreden erhoben, als die Schaaren gegen einander anrückten, weil jeder von ihnen seine Leute ermutigte und ermahnte.

17. Es redete Darius zu seinen Leuten: „Es ist euch eine Schande ohne Mut zu handeln," sagte er, „ihr Männer Asiens. Eure Rosse sind geschwind, zahlreich eure guten Waffen, tapfer eure Helden, stark eure Mannen. Euch gehört das Land, wel- ches ihr im Begriffe steht zu verteidigen. Persien ist euer, da- von geben euch Zeugniss und Bericht die alten Ueberlieferun- gen und Erzählungen eures Volkes und eurer Fürsten vor euch. Es steht euch die Königsmacht und Alleinherrschaft über die

1 groide Fcs. Ebenso 1. 254.

Text und Uebersetzung. 29

senscelai bar múinntire 7 bar ceand remaib. Toich dib imm- pjVdacht 7 énrige in talman. Batar ruirtbig bar rig, batar treóin a tóisig, batar goetbai a comairlid, batar londgairg al- láitb gaile, batar airrecbtaig a n-airrig 7 a n-dhaigiir, batar 195 sátbaig a slóig. 0 ro búi Cir mac Dair (is he ros togail Ba- bilóin 7 ros gab ardrigi in domain for tús dib) ni decbaid fainde énirte foraib cusindiu. Ros atbrigsatar ardrig imm- dai remaib imm chosnam rigi dib. Ros fallnatar rigi ruirthe- chai, ros failgetar belgi 7 mendudai 7 cricbdoirsi a námut dia 200 reir. Cir mac Dáir for tús 7 a mac iarom .i. Campaséis mac Cir, Nabgadón 7 Hostosbés 7 Hoccraius 7 Longuimánus 7 Dai- rius a mac . i . Xerxes 7 Aimxerxes mac Hotbii. Soetbar atbar 7 scanathar dúib inní 'g-adathái cosnam. Tucsat hilar cathai 7 hirgaile for hilar flaithe 7 rig 7 toisech na rig sin remaib. 205 Ros togailseat cathrachai 7 hilchenelai foil uile doman. Ro

Erde zu. Eure Könige waren freigebig, ihre Feldherren tapfer, ihre Räte weise, mutigkühn ihre tapferen Krieger, ihre Fürsten und Helden , ihre Heeresschaaren gesättigt. Seit den

Zeiten des Cyrus, Sohnes des Darius (er ist es, der Babylon zer- stört und die Königsherrschaft über die Welt zuerst bei euch er- griffen hat), ist Schwäche und Kraftlosigkeit nicht über euch ge- kommen bis heute. Sie entthronten viele Grosskönige vor euch, indem sie ihnen die Herrschaft entrissen, sie beherrschten

Königreiche, sie zerstörten die Strassen und Wohnsitze und Grenztore ihrer Feinde nach ihrem Belieben. Cyrus, der Sohn des Darius, zuerst und sein Sohn darnach, nämlich Cambyses, Sohn des Cyrus, Nebucadnezar und Hystaspes und Hoccraius und Longinianus und Darius, sein Sohn, nämlich Xerxes und Arta- xerxes, der Sohn des Hothius. Es ist die Arbeit eurer Väter und Grossväter, die ihr jetzt zu verteidigen im Begriffe steht. Sie gewannen eine Menge Schlachten und Kämpfe über viele Für- sten und Könige und die Feldherren dieser Könige vor euch. Sie vernichteten Städte und viele Völker durch die ganze Welt hin. Ihre Obersten und ihre Verwalter und ihre Steuerein- nehmer waren bei allen Stämmen und Völkern der Erde. Zins

30 Text und Uebersetzung.

batar a n-airig 7 a rechtaire 7 a cistoibgeoire fo chendada- ehaib 7 tuathaib in talman. Tuctha cisai 7 dligedai 0 feraib domain do rigu na Pers.

210 18. Cosnaid bar rige fri hechtrandaib. Bid andani lib beith

cliís do rig eli iar m-beith do chách fo bar eis 7 bar n-dligeíZ cose. Mád foraib immoro mébas, traethfaither bar catnzchai, saethraigfit bar saerchlanda, daerfaitliar bar mná, bar mec, bar 11-ingenai iarna m-breitb a n-gabalaib 7 a n-dae-

215 raib. Berdait echtraind bar n-ór 7 bar n-argat, bar séoit, bar máine, bar n-almai, bar i-indile, mad foraib mébus." Ba di- máin áino do Dhair a fqrceArú; ár búi comairle na n-dee [sic] n-dhéinmecb 7 a thoictbe fein oc brissead fair. Gressacht Dair for a muintir inn sin.

220 19. Atbert dino Alaxandir frin Maicedondaib tré senchws a

curad reimthechtacb 7 fri slogaib Eorpai 1 arcbénai : „Cia thri-

und Tribut wurden erhoben von den Männern der Welt für die Könige der Perser.

19. Verteidigt euer Königreich gegen Fremdlinge! Es wird etwas Seltenes für euch sein, einem fremden Könige zinspflich- tig zu sein, nachdem bisher Alle unter eurem Zins und eurem Tribut gestanden haben. Wenn ihr aber geschlagen werdet, so werden eure Städte überwältigt werden, so werden sie eure Adelsgeschlechter knechten, eure Weiber, eure Söhne, eure Töch- ter werden entehrt werden, nachdem man sie in Gefangenschaft und Knechtschaft geworfen hat. Es werden Fremdlinge euer Gold und Silber, eure Schätze und Reichthümer, eure Heerden und euer Vieh davon schleppen, wenn ihr geschlagen werdet." Umsonst war diese Ermahnung des Darius; denn es war der Ratschluss der feindseligen Götter und seines eigenen Schick- sals, dass er besiegt werden sollte. Das war die Ermahnung des Darius an die Seinigen.

Alexander dagegen sprach zu seinen Macedoniern, indem er von ihren vormaligen Helden erzählte, und zu den übrigen Heeresschaaren Europas: „Wenn ihr es auch versucht zu fliehen,"

1 neorpai Fcs. Vgl. § 3: bitirib naineoil.

Text und Ucbcrsetzung. 3 1

alltai teichead" ol se „ni focus dib bar n-din. Is cian co bar ferandaib. Bid uaite bar n-airchi'sechtai, bidt ile bar námait. Fúrfait bar cuirp coin iar cónghalaib umaib. Uallfaid fidba- daig uas bar silechaib. No forcraindfid ethaide ána áerdai. 225 Taetbsad a n-écaib iar rigregaib rodúraib. Fodémat uacht 7 gortai 7 iuimad cecba bimmnid ria n-daerbásaib eítcbib anaeb- daib ilib, mad foraib maideas. Mad remaib immoro bus ráen roniadmai, roindfitbí fúdbai feínded fo srethaib óir 7 argait 7 geánim n-ilbrecc n-éxama?7 7 leag lógmar. Immroindfithí iar 220 í'iidbu na feindead sin édgudai srolldai sirecdai, bruidfithi a catra- chai 7 a cendadachu. Bud for bar comus a catbcbarpait co feirt- sib 7 múinntendaib óir 7 argaid. Fogébthái cuarsciatbu áille in- sagte er, „ihr habt keinen Schutz in der Nähe. Es ist weit bis zu euren Ländern. Wenige werden sein, die Erbarmen mit euch haben werden, zahlreich dagegen eure Feinde. Hunde werden eure Körper , nachdem sie sich darum gestritten

haben. Sie werden Holz auf eure Racepferden laden. Glän- zende Vögel der Luft werden euch . Sie wer- den in Todespein geraten nach harten Qualen. Kälte und Hunger und eine Fülle jeglicher Drangsal werden sie erdulden vor vielen schimpflichen grässlichen hässlichen Todesqualen, wenn ihr euch besiegen lasst. Wenn ihr dagegen eine ver- nichtende Niederlage vor euch anrichtet, so würdet ihr die Rüstungen der Kriegshelden unter Haufen von Gold und Sil- ber und vielbunten Gemmen mancher Art und kostbaren Ge- steinen unter euch verteilen. Nach den Rüstungen der Kriegs- helden würdet ihr Gewänder von Atlas und Seide unter euch verteilen und ihre Städte und Völkerschaften in Knechtschaft bringen. Dann würden ihre Kriegswagen mit Stangen und Jo- chen von Gold und Silber in eurer Gewalt sein. Ihr würdet schöne wunderbare runde Schilde erlangen durch den Verlust ihrer schönhäuptigen schmucken Söhne. Ihr würdet ihre schönen ausgezeichneten Frauen und Jungfrauen unter eure Gewalt brin- gen, viele Völker und viele Stämme der Männer der Erde, wenn Niederlage und Vernichtung vor euch

32 Text und Uebersetzung.

gantu co n-esbaid a maccu cendaillo cúindachtaige. Tairberfithí

235 a mná 7 a n-ingena áille examhla fo bar fogail. Ni con fogail hilltuathai 7 hilaicme fear talrnan, mad remaib bus raen 7 hus ruathar. Rossia clú 7 erdraccus bar n-gaiscid co hum in tal- rnan. Mérdaid bar scelai co deiriud betha, mat coscrach on cbatb sa." Aithesc Alaxandir ind sin.

240 [p. 207 a] 20. Is and sin tra ro eirgetar Meadai 7 Persai 7

Pairthi indscuchad do na slogaib nertmaraib náimdémlaib ailib, co n-dernsat m-buailid m-bodbdai do sondaigib sciath n-illda- tbacb n-examail dianecbtar cbatba. Dobidgsat al-lámu luathés- caide da saigetbolcaib, co ros laiseat a saithe saigcd sitbremur

245 séimneacb frisin múirnd moir Maicedondai. Ro frithseat iarom laitb gaile na n-Grcg in pita ádbul erimmdai sin na saiget fo cbrislaigib a sciatb scellbolcach. Ro latmigseat curu imm na catbaib cecbtardai marcslog mordrong in pbopail Persecdai 7 dirmandai aigthide na tuatb Tesaldai. Atrimead filid na n-Grt'g

250 comtis aencbuirp do na marcacbaib Tesaldaib fria n-ecbaib ar deine 7 atblaime a marcachais.

einbergebt. Der Rubm und der Glanz eurer Tapferkeit wird bis an die Grenzen der Erde gelangen. Die Erzählungen vou euch werden bis an das Ende der Welt dauern, wenn ihr sieg- reich aus dieser Schlacht hervorgeht." Das war die Anrede Alexanders.

20. Jetzt erhoben sich die Meder und Perser und Partner und rückten gegen die starken Feindesschaaren an, und sie mach- ten ein furchtbares Gehäge aus den Mauern der vielfarbigen mannigfachen Schilde aussen um die Schlachtreihe herum. Sie sandten ihre unermüdlichen Hände nach ihren Köchern und schickten einen Schwärm von starken festgefügten Pfeilen gegen den grossen macedonischen Heereshaufen. Die tapferen Grie- chenhelden begegneten diesem furchtbaren zahlreichen Schwärm von Pfeilen unter den Rändern ihrer hohlen Schilde. Die gross- haufige Reiterschaar des Perservolkes und die fürchterlichen Schwärme der thessalischen Völker umkreisten die beiden Schlachthaufen. Es erzählen die Sänger der Griechen, dass

Text und Uobersetzung. 33

21. Ro batar cuirp clmratai chneisgclai erdracca ilcrecht- naigthe for echaib ánaib ardchendaib. Ro snigseat sruaman- dai snédi saerfolai dar curpu grinde gelgabarghroige 7 cech dath bis for echaib. Aráide cloiseat dírmand na tuath 255 Tesaldai forsin marcsluag Persecdai. Ros cómraicseat na sloíg diáirmide imm na rigu cecbtardai iar tain. Beag na ros bris in talum a cossaib 7 na ros lass in t-aer naistib do hilghemaib 7 do tbeachtaib cocha dathai 7 do na guthbuin- dedaib órdaib 7 argait 7 do na sciathaio comthinoltaib ho 260 gemaib carrmogail 7 do na gáib cómgaibthib. Condrecait a n-aenthuarcain and sin. Sochaide fprfuirim a buille bi ceand araile in sin. Dollotar iar sin láith gaile 7 errid 7 cath- milid itir na cathaib don t-slog checbtardai. Doradsat a n- esimul 7 a cáinduthracht for beolu ar-rig, comtís corcardai 265

die thessalischen Reiter éin Körper gewesen seien mit ihren Rossen wegen der Geschwindigkeit und Geschicklichkeit ihrer Reiterkunst.

21. Es waren weisshäutige herrliche Heldenleiber mit vielen Wunden bedeckt auf den glänzenden hochhäuptigen Rossen. Feine Ströme edlen Blutes rieselten über die schönen Kör- per der Schimmel und all der andersfarbigen Rosse.1 Indes- sen warfen die Schwärme der thessalischen Völker die per- sische Reiterschaar über den Haufen. Es trafen darauf die zahllosen Schaaren um die beiden Könige zusammen. Fast barst die Erde unter ihren Füssen und entflammte die Luft über ihnen von den vielen Edelsteinen und Gewändern jeglicher Farbe und von den goldenen und silbernen Trompeten und von den Schilden, welche mit Karfunkelsteinen besetzt waren, und von den festgefügten Lanzen. Da treffen sie in einem Zusam- menschlagen auf einander. Mancher erteilte da seine Schläge dem andern aufs Haupt. Darauf gingen tapfere Streiter und Wagenkämpfer und Kriegsleute zwischen die Schlachtreihen der beiden Heere. Sie zeigten ihre Ergebenheit und ihr Wolwollen I vor den Augen ihrer Könige, bis die Schilde der Helden von 1 Wörtlich: und jede Farbe, welche auf Rossen ist.

34 Text und Uebersetzung.

scéith na curad don chrú chrólindtig. Ro clos telgubai tromm tócthinach tré nert n-immfbrrain na curad cómramach cétna, 7 ros taethsat cuirp na caemchurad sin do chloidmib fcocliraib faebrachaib in sin.

270 22. Ro danimnaid 7 ro slechtaid saermilid and sin. Ro

tuarcbaid trornmgressa for sciathaib 7 boccoitib and sin a lá- maib laech lainithenach. Ro foilgead pop«? Persecdai do lámaib na n-gormlaecli n-Gre'gdai an inbuid sin. Ro faillsig each a nert, a brig, a chumachtai3 for bélaib a cind 7 a tigemad. Ros

275 nertsat rig 7 oirig 7 ánraid, tuirc 7 taisig 7 trebaind in catli sin do dib letliib. Acht nirba tarba tra do Dhair a gressacht for a múinntir. Ro mebaid fair 7 for a slogaib na hAissia co torchradar a n-airdrigu uili isin chath sin. Térnai Dair dino iarna guin.

280 23. Ro gaibthea la hMaxandir amal ro geall dia torgaib i

dem todbringenden Blute purpurn gefärbt waren. Man ver- nahm schweres leises Gestöhn durch die Kraft des Ansturms derselben streitbaren Helden und die Leiber der schönen Hel- den fielen daselbst von den wilden schneidigen Schwertern.

22. Da wurden edle Krieger gefesselt und geschlagen. Da wurden wuchtige Angriffe auf Schilde und Schildbuckel aus den Händen gewandter Krieger gemacht. Da wurde das Perservolk von den Händen der ruhmreichen Griechenkrieger zu Boden ge- worfen. Ein Jeder zeigte seine Kraft, seine Stärke, seine Macht vor den Augen seines Oberhauptes und seiner Herren. Könige und Fürsten und Kriegsherren, Prinzen und Feldherren und Tribunen feuerten den Kampf von beiden Seiten an. Aber nichts nützte es dem Darius, dass er seine Leute antrieb. Er und seine asiatischen Schaaren wurden geschlagen und alle ihre Grosskönige fielen in der Schlacht. Darius aber entkam mit einer Wunde.

23. Sie wurden von Alexander geschlagen, wie er es seinen Fürsten in Dium, der macedonischen Hauptstadt, versprochen

' chumachai Fcs.

Text und Uebersetzung. 35

n-Dio ciunn1 Maicecloudai. Dorónad slóig íiiliina 7 búidne be- cai do morslogaib na hAissia 7 na Vers 7 sluaig Eorpa2 oc a slaide. Nis bui cad na ossad for a n-esorcain sin. Docomor- tatar aigthe aille oicthigcrnd hir-raenaib in rómadrna sin. Do- rochratar tri chét airig and 7 cethir fichit mile fear n-armach 285 do thraigthechaib atfét Órus do tbuitim and. Deich mile tra do marcachaib 7 fichit mile do augathaigib. Ba si ami di- gbail slóig Aissia 7 Vers. Is ead dino adfet in fear cétna. . i . Órus tricha ar chét do traigthechaib 7 cét cóica marcach, ba si ind sin digbail sloig Alaxandir. 290

24. Ro siachtadar tra aendbáine asin máidm sin docbum na scor 7 longport na Vers dii a m-ba Dair, a sruithe 7 a sean- oire 7 a rigna rocbaema 7 mec 7 ingena na Vers. Imcbomar- car scéla díb. „Nis fileat scéla maitbe lind," ol siat „acht tair- nic flaithes Vers co brátb. Ro laad ár a rig 7 a rotbaiseach. 295 At lia a mairb 7 a n-irgabaig oldáit a m-bii. Ni gaibeat fir

hatte. Es wurden winzige Schaaren und kleine Häuflein aus den grossen Heeren Asiens und Persiens gemacht und die Heere Europas vernichteten sie. Da gab es keine Frist, keine Gnade bei diesem ihren Dreinhauen. Sie zerhieben die schönen Ge- sichter der Jungherren auf den Pfaden dieser gewaltigen Ver- nichtung. Es fielen 300 Fürsten, und 80,000 Bewaffnete von den Fusstruppen sind dort gefallen, wie Orosius berichtet hat; ferner 10,000 Reiter und 40,000 Gefangene. Das war der Ver- lust des asiatischen und persischen Heeres. Dies aber ist, was derselbe Mann, Orosius nämlich, berichtet hat, 130 Fusskämpfer und 150 Reiter, das war der Verlust in Alexanders Heere.

24. Es entkamen aber einige Leute aus dieser Niederlage nach den Zelten und dem Lager der Perser, wo Darius mit den Weisen und Aeltesten und den wunderschönen Königinnen und den Söhnen und Töchtern der Perser sich befand. Man be- fragte sie um Botschaft. „Keine gute Botschaft ist es, die wir bringen," sagten sie, „sondern zu Ende ist es mit der Herr-

indiociun Fcs. 2 neorpa Fcs.

36 Text und Uebersetzung.

thalman fri hklaxandir. Is tromsceo accais 7 duabais 7 neime for cech n-aen dia tic fris; ar [p. 207 b:] ata a dhia mar aen fris. Is immdai sond tuairgue irgaile 7 cathluau cathaise 7

300 airig ardchathai 7 airsid ' immbualtai 7 laech londgarg ina fiad- naise. Ríícsa do süogaib iu domain marcslóg na tuaithe Tesal- dai cenmothá mormúirnd na mílead Maicedondai. Beac a es- baid na a dígbail hi f recur na hi frithguin isna díb cathaib si, 7 a míadamlatai 7 a inocbala oc lethad fón m-bith."

305 25. con tarnic doib deiread a m-briathar do rád, in tan

con faccutar dírmandai diairmide na marcach Tesaldai 7 na míled Maicedónda oc dirgad chucca for a slicht. Ron bui gol 7 mairg 7 crith 7 iachtad and sin frisna scoraib sin na Pers.

schaft der Perser auf ewig. 2 Ihre Könige und Feldherren sind unterlegen; ihre Toten und Gefangenen sind mehr als ihre Lebendigen. Die Männer der Erde vermögen nichts wider Alexander. Eine schwere Fülle von Leid und Unglück und Verderben ist auf Jedem, wenn er gegen ihn zieht; denn sein Gott ist mit ihm. Zahlreich sind die Schlachtreihen zermalmen- den Keulen und die Kampf lichter (?) und die Führer der stolzen Kriegsschaar und die Veteranen des Dreinschlagens und die grimmigkühne 11 Kriegshelden in seiner Gegenwart. Vor den Heeren der Welt zeichnet sich aus die Reiterschaar des thessalischen Volkes, ohne den grossen Heeres- haufen der macedonischen Truppen. Gering ist sein Verlust oder seine Einbusse beim Widerstand oder Widerstreit in diesen beiden Schlachten, und seine Herrlichkeit und sein Ruhm reicht über die Welt".

25. Noch hatten sie ihre Worte nicht zu Ende geredet, als sie die zahllosen Schwärme der thessalischen Reiter und der macedonischen Krieger in ihrer Verfolgung gerade auf sich zukommen sahen. Da entstand Jammern und Wehgeschrei und Zittern und Heulen in den Zelten der Perser; der eine in Kummer und Jammer über seine Freunde und seine Familie,

airsig Fcs. - Wörtlich: bis zum jüngsten Gericht.

Text und Uebersetzung. 37

Áill fri cumaid 7 cáinead a carat 7 a muindtire, aill clc fri teichead 7 tindénus. Ni ba tarba tra in teichcd sin 7 in gol- 310 inairg. Ros timchell tra druing dícfeowndircleach na n-dírmand Tcsaldai 7 na marcach Maicedondai iat. Ro gabad tra rigan in airdrig 7 a mathair 7 a síur 7 a ingin lco. Batar imm- dai saerchlanda ann i n-aurgabalaib. Batar hile aigthe áille óicthigeamda and daire 7 dogaillsi. Ba hinimdai sruith- 315 seanoir saercheneoil hi forcumal ann in tan sin. Ro batar mcc 7 ingona saerchland socheneoil hi longport na n-Greg fo daire 7 dim[i]ad an inbaid sin.

26. Targaid iar sin Dair leath a rigi 7 a flaithemnais do Alaxandir dar ceand a broito 7 a duinc gabalai, 7 ni tucad 320 dó. Targaid dino ar a m&tkair 7 ar a mnái 7 ar a siair 7 ar a di ingein intsaindrud, 7 nis fuair. „Moo Hum uile" ol Alaxandir. Mor n-oir 7 n-argait 7 leag lógmar 7 gémm n-ill-

der andere in Flucht und Hast. Aber dieses Fliehen und Wehklagen nützte nichts. Die erbarmungslosen Schaaren der thessalischen Schwärme und der macedonischen Reiter umzin- gelten sie. Da wurde die Königin des Grosskönigs und seine Mutter und seine Schwester und seine zwei Töchter von ihnen gefangen genommen. Mancher hochgeborene Mann geriet da in Gefangenschaft. Manches schöne jungherrliche Gesicht war da unter Knechtschaft und Betrübniss. Zahlreiche vornehme Greise kamen da zu dieser Zeit in Sklaverei. Söhne und Töch- ter adliger hochgeborener Geschlechter waren da in dem Lager der Griechen in Knechtschaft und Entehrung.

26. Darius bietet darauf dem Alexander die Hälfte seines Königreichs und seiner Herrschaft für seine gefangenen Leute an^aber es wurde ihm nicht gewährt. Er bietet dann (das- / selbe) für seine Mutter und seine Gattin und seine Schwester und seine beiden Töchter besonders, aber er erhielt sie nicht. „Das ganze ist mir mehr wert," sagte Alexander. Eine Menge Goldes und Silbers und Edelsteine und vielfarbiger Gemmen nahm Alexander daselbst in den Zelten und dem Lager der Perser fort. Viele schöngeschmücktc Gewänder nahmen sie mit

38 Text und Uebersetzuug.

(lhatliach ros gut Alaxandir in sin i scoraib 7 i longport 325 na Vers. Mor n-eirriacl cacm cúmclaigtlie dornbertsat loo. Mor do lestraib óir 7 axgait tucsat laich luathfasaig 0 na sco- raib rigdaib1 sin Dair. On uair tra na fuair Dair aissiuc a múinntire bo Alaxandir forfuacair in treas catb fair. 7 faidis Alaxandir colléic in primthaiseacb . i . Parmenión do airicbill 330 7 do airitin for in coblacb Persecda. Luid Alaxandir fessin isin Moab n-gainemdai no isin Ioib qui mtius est [?] co fuair tairmeasc in cbatba. Socbaide tra forsa ra gaib sogaill a nirt 7 a cumacbtai. Ron basaig na rigu 7 na taisccbu tancatar iua agaid. Ro tbogail Tecthir 7 Sidoin 7 Cartaccin, 7 ni ros 335 cabair freiscwsa cairdine na n-Aitbenstu, ciarba buadib a bu- liadtts. Ro airg Sicil 7 Ródain 7 inis bEig 7 Eigipt 7 dorat niaelteined tar billtuatbaib Aissia. Cona.d and sin ro garad cbuige sacart hidaltaige2 in Ióib grianda dia acallaim. Nad- bert-side ina cpistil fris acht ni bud maitb leis. Ar is demin

sieb. Viele goldene und silberne Gefässe nahmen die hand- schnellen Krieger aus den königlichen Zelten des Darius. Als nun Darius die Auslieferung der Seinigen nicht von Alexan- der erlangte, verkündete er den dritten Kampf gegen ibn. Und es schickte Alexander alsbald den obersten Feldherrn Parme- nion, die persische Flotte anzugreifen und wegzunehmen. Alex- ander selbst begab sich nach dem sandigen Moab oder zum Juppiter Gar viele ergriff

seiner Macht und Gewalt. Er tötete die Könige und Feld- herren, welche gegen ihn zogen. Er zerstörte Tyrus und Sidon und Carthago, und nichts half ihnen das Hoffen auf die Freund- schaft der Athener, obschon ihr Ursprung von ihnen herrührte. Er verwüstete Sicilien und Rhodus und die Insel Aegina(?)3 und Aegypten und über viele

Völker Asiens. Dann wurde der Priester des Tempels des Sonnen -Juppiter zu einer Unterredung zu ihm berufen. Die- ser sagte ihm in seinem Briefe nichts als was ihm gefallen

1 rigaib Fcs. 2 liidaltaig Fcs.

3 Vgl. Céssair ar hur mara hEíg. LL. p. 135b.

Text und Uebersetzung. 39

la hMaxandir fein a imthcchta. Conicl and sin ro cúmdaiged 340 la hAlaxandir . i . Alexandria cíuitas i n-Eigep^acdaib srotha Niuil. Is esti-side tuargaibseat na hairdrig oirmitneclia oird- nige diarbó bainmm Vrotolomeus . i . Protolomews ainrnm cecb fir dib i n-diad araile . i . Protolomews Fisicon, Protolomeus Alexander, Protolomews NactMsarnrén, Protoloméus Diuítiws, Pro- 345 tolometís Vúopator, Cleopatra, Protolonie^s Dionisius.

27. Ro búi Alaxandir hlmdain lan oc sruth Michuil icon Prfsc. Perfeg. chathraig dianid ainm Débritai hi fail in tobair ingnáith dianad aisto óigread in cech lo 7 fiuchas ar theas in cecb óidcbe. Tanic renii iar sin hi cómdáil in chatha Persecdai . i . in tress cath. oros. 111. 17. Ic Tarsum Silia ro ferad in cath sa. Isin chath déidenach1 sa trá ro scarad Pers2 fria rigi in domain. Tanic äino Dair mór don leith elo dochúm in chatha sin . i . cethri mile traigthech 7 cét mile marcach ba he sin a lín.

würde. Denn Alexander selbst war sich über seine Züge klar. Da wurde die Stadt Alexandria in Aegypten am Flusse Nil von Alexander gebaut. Aus dieser erhoben sich die erlauch- ten würdevollen Grosskönige, welche Ptolemäus hiessen, d. h. Ptolemäus war der Name eines Jeden von ihnen nach einander, nämlich Ptolemäus Physcon, Ptolemäus Alexander, Ptolemäus Nactusamren (?), Ptolemäus Divitius, Ptolemäus Philadelpbus, Cleopatra, Ptolemäus Dionysius.

27. Alexander blieb ein volles Jabr am Flusse Nuchul bei der Stadt, welche Debritae heisst, in der Nähe der wunderbaren Quelle, deren Natur es ist, jeden Tag zu Eis zu werden und die jede Nacht vor Hitze siedet. Darauf rückte er vorwärts, das persische Heer zu treffen. Das war die dritte Schlacht, die bei Tarsus in Cilicien geschlagen wurde. In dieser letzten Schlacht wurde Persien seiner Herrschaft über die Welt be- raubt. Darius der Grosse kam von der andern Seite zu dieser Schlacht gezogen, 4000 Fusstruppen und 100,000 Reiter, das war seine Zahl.

déigenach Fcs. a Persa mit punctum delens unter dem a Fcs.

40 Text und Ucbersetzung.

355 28. Ro ferad in cath sin co trén 7 co calina. Ba teand

[p. 208 a:] tuargain tuag for trenferaib na Pers, txmal trascraid slóig do clieín réid rossa do thuagaib rogéra, no amal tim- saigit oic athlmna ceatra for carrcib co c&ewlucht cruaid, is áuúahl sin fo> ruidbither mordruing na M&icedondai tuatha de-

3G0 roili na Pers. Ferr tra la Persa a m-bás oltás a m-bethu mebail. Doráegu cid in rignía ronertniar . i . Dair fessin a bás seek a beihaid. Ar roptar lire renna ninie 7 gainem mara 7 duille feda buind íri niédi 7 médi fro bunnu do Persu 7 fuilt dia cennaib ac a tanmad.

365 29. Isin cath sa tra dorochair uile bnge 7 cumac7^a na

liAissia. Isin cath sa tra ro tairberead Persa mam dáire 7 docraite. Isin cath sa ro gab sat Maicerfo ndai mewma 7 miadam- \aclit al-los a nirt 7 m'rt a rig . i . Alaxand ir. Isin cath sa roptar cisaig fir betha do A\axandir cus'm forind oirtheraig.

28. Diese Schlacht wurde tapfer uud mutig geschlagen. Fest fielen die Axthiebe auf die persischen Tapferen, wie Schaa- ren mit gewaltig scharfen Aexten von weitem

Wälder fällen, oder wie geschickte Jünglinge Vieh auf den Felsen zusammentreiben so hieben die

grossen Haufen der Macedonier die schwachen Völker der Per- ser nieder. Die Perser aber wollten lieber sterben als in Schande leben. Auch der starke Königsheld, Darius selber, zog den Tod dem Leben vor. Denn zahlreicher als die Sterne des Himmels und der Sand des Meeres und die Blätter des Waldes waren die Sohlen an den Nacken und die Nacken an den Sohlen der Perser, und die Haare abgeschnitten von ihren Köpfen.

29. In dieser Schlacht fiel die ganze Stärke und Macht Asiens. In dieser Schlacht wurde Persien unter das Joch der Knechtschaft und Schmach gezwungen. In dieser Schlacht ergriff Stolz und Uebermuth die Macedonier ob ihrer eigenen Kraft und der Kraft ihres Königs Alexander. In dieser Schlacht wurden die Männer der Welt Alexander tributpflichtig bis zu den Leu- ten des Ostens. Dies ist die Schlacht, welche Furcht vor Alex-

Text und Uebersetzimg. 41

Is e iu cath sa forácaib uainuu Alaxandir for in uile doman. 370 Is e in cath sa tra tall frescisin saeri 7 somewma on uli tliua- thaib hoirrtheracluíé&. Is e in cath sa dorat each síd ó ende 7 6 meiimsLva. do Alaxandir. Is e in cath sa ro thimsaig tecMa fer talmrm do buideclms 7 do bewnaehad! Alaxandir as ccch aird iar maidmm rerni for Dhair cona, Persu 7 iarna di- 375 bert iarom.

30. TW laa tricliat do Alaxandir cona slog ic róind in fiiidb 7 in dibaid Persecda. Ba deithbir ciamad iota no bethí ic á roind, fo bith ro dibad sochaide iinpu. Ba nior rig ronertmar 7 toisech 7 trgbund rodus tinoil tn'a iumforr&n íor náimtib 380 nertmara. Ba mor tuath 7 cennadach rotws tuillsot fo chisaib 7 bés 7 dán 7 áliged dóib. Mor cath coninart 7 dúine n-dain- gen ros croithset fna tuiller?. Mor cintach cumrechtsich 7 cim- bidi 7 carcmch ro icsat pianu in bliadna [?] a sainti 7 a said- hriugthe a seanchatraig na Pers. Mor machfad 7 cnead ros 385

ander über der ganzen Welt zurückliess. Dies ist die Schlacht, welche allen Völkern des Ostens die Hoffnung auf Freiheit und Freude abschnitt. Dies ist die Schlacht, welche Alexander jeg- liche Ruhe im Herzen und im Sinne gewährte. Dies ist die Schlacht, welche Abgesandte von den Männern der Erde aus allen Gegenden zusammenbrachte, Alexander Dank und Segens- grass zu bringen nach der Niederlage des Darius mit seinen Persern vor ihm und nach seiner Vertreibung darauf.

30. Drei und dreissig Tage verweilte Alexander mit sei- nem Heere beim Verteilen der Rüstungen und der persischen Beute. Das war natürlich, obgleich sie so lange bei der Ver- teilung waren, da eine grosse Menge um sie herum vernichtet war. Viele starke Könige und Feldherren und Tribunen hatte er durch seinen Sieg über die starken Feinde versammelt. Viele Völker und Stämme hatten sie unter Zins gebracht und Steuer und Botmässigkeit und Tribut von ihnen erhoben. Viele starke Heere und feste Burgen hatten sie zerstört, um ihn (den Tri- but) einzuernten. Mancher Schuldige, Gefesselte und Gefangene und Eingekerkerte verbüsste Strafen für seine Hab-

12 Text und Uebersetzung.

laiset cumreektaige na Pers oc imaicsin na sét somáinech sin ic a comroind dia náinitib. Mor n-guba 7 n-dérfadaig dorigen- sat híimúracJda, ua Pers ic décsin fuidb 7 díhaid a rig 7 a rofer ic a comroind. Mor lámchoinart 7 láimglés n-exaru<w7 fógensat

390 cumaZa 7 athir/ na Pers fn'a n-danmacl. Mor n-gol 7 mairg 7 n-derchainte dorónsat a n-élothaig Pers ro batar i n-aillib 7 slebtib 7 dromaib 7 dithreba. Mor m-borrjad 7 brige ro lin- sat muintir Alaxandir tri comroind na set somainecb. Mor n-alku(Z 7 inocbalai ros gab Alaxandir fén oc fégud á mwmtire.

395 Mor do ratlmgud 7 macldad 7 mothug/ííZ dorónsat rigdruing na miled Mnicedondai 7 forflatbi fer n-Gre'g batar i fail Alax- andir oc imfacsin na set sin. Ba deitbbir ón, ár batar seoit áillo inganta aim i cathracbaio1 for aird.

sucht und seinen Reichtum aus der alten Perserstadt. Grosses Staunen und Seufzen begannen die Gefesselten der Perser, da sie sahen, wie diese reichen Schätze von den Feinden verteilt wurden. Grosses Seufzen und Weinen erhoben die Weiber der Perser, da sie die Verteilung der Rüstungen und der Beute ihres Königs und ihrer Edlen mit ansahen. Grosses Hände- schlagen und vielfaches Händeringen begannen die Sclavinnen und Lehnsleute der Perser, da sie gebunden wurden. Gross war das Jammern und Klagen und die Verzweiflung der per- sischen Flüchtlinge, welche auf Felsen und Bergen und Berges- rücken und in Einöden waren. Grosser Stolz und Hochmut erfüllte die Leute Alexanders bei der Verteilung der reichen Schätze. Grosser Stolz und Uebermut ergriff Alexander selbst beim Anblick seiner Leute; und die Königsschaaren der mace- donischen Truppen und die Griechenfürsten, welche in Alexan- ders Umgebung waren beim Anschauen dieser Schätze, betrach- teten sie und erstaunten und verwunderten sich höchlich. Das war natürlich, denn es waren schöne wunderbare Schätze, welche dort in den Städten zur Schau lagen.

catach Fcs.

Text und Uebersetzung. 43

31. Atcuas do Alaxandir tra in ri do élúd .i. Dair 7 a l)cith i cúimrigib ordnige i fail a mumtire fen. Forcongart Maxan- 400 dir for marcachw x Tesalta ara tiastáis colleío for tograimm Dair. hotar iaroin 7 luid Alaxandir fessiu ina n-diaid. Ba haire tra ros ciimrecM Dair la muintir, fo dáig Dair ic techt isiu cath . i . do chóinlúd in chatha co calma. 0 ra mebaid for a slog-som tra, ro éla co ilcrecAinaigthi, co in-búi a aenur 405 oc dércháined nienman am«? ninái. Co rucsat na drúing The- salcla fair, con facsat ghonaib 7 cneda 7 crólinnte. Foránic Alaxandir intí sin Dair a aenur ilcrecMaib for a sligid2 oc imthinfise a anála 7 0 techt a báis. Atbert Alaxandir iarom froa muintir ara m-be/'tais Dair dia ádnaccul co pelait na rig 410 Persecda. TYoige 7 aivchisecM foruair do Alaxandir inni sin. MátJiaiv Dair 7 a mnái 7 a di ingin ni rus leic Alaxandir uadh fén.

31. Es wurde Alexander gemeldet, dass der König Darius entflohen sei und dass er sich bei seinen eigenen Leuten in ehrenvollen Fesseln befinde. Da befahl Alexander den thessa- lischen Reitern sofort zur Verfolgung des Darius auszurücken. Sie gingen alsbald und Alexander selbst folgte ihnen. Darius aber war deswegen von den Seinigen gefesselt worden, weil er sich in die Schlacht begeben wollte, um den Kampf mutig zu betreiben. Als aber sein Heer geschlagen war, floh er mit vielen Wunden, bis er allein war und wie ein Weib in Ver- zweiflung geriet. Die thessalischen Schaaren holten ihn ein und erblickten ihn unter Verletzungen und Wunden und dem Tode nahe. Alexander selbst fand den Darius allein unter zahlreichen Wunden auf seinem Wege, seinen Atem aus- hauchend und nachdem sein Tod schon gekommen war. Dar- auf befahl Alexander den Darius zur Bestattung in den Palast der Perserkönige zu schaffen. Mitleid und Erbarmen veran- lassten Alexander dazu. Die Mutter des Darius und seine Gat- tin und seine beiden Töchter Hess Alexander nicht von sich.

1 marcah Fcs. '3 sligib Fcs.

I i Text uud Uebersetzung.

32. Ros gab klaxandir iarom rigi catrach Pers ar écin. Persipolis tra a hainm-side. Ba si sin cathair doróisce do said-

415 brius fer talman an inbaid sin. Ba cell chendadach 7 ba cómrar thaisceda set somainech in talman hi. Ba muinie ordan 7 al- trama do thiraib 7 do thuathaifr na hAissia hi. Ba hesti no sáraigthea each 7 ni ro sáraiged si ó neoeh iri secht n-dcac rig Pcrsecda co tanic klaxandir. Cuic cét dec mile do dáinib

420 iss ed dorime do thuitimni do Persaib fn'sna teora blisxdna céin ro bás ic ellaeh 7 ic tinol 7 ic cur na tri cath sa doruirnii- sium sund.

33. Ro mdrustar Alaxandir iar sin in Siria uli 7 ro thogail ilehatracha. Ro fásaig Ciliciarnm, ro thairbjr Capadóic,

425 ro trascair slóig ínnsi Ródain, ro fádbaig aittrebtaig slóbi Túir. Dorat firu tuaiscirt in tsdman fo chis 7 bés 7 dligeíZ do. Ba

32. Darauf ergriff Alexander mit Gewalt die Königsherr- schaft über die Hauptstadt der Perser, Persepolis mit Namen. Dies war die Stadt, welche zu jener Zeit durch den Reichtum der Männer der Erde hervorragte. Sie war eine Zelle der Völker und eine Schatzkammer der reichen Schätze der Erde. Sie war die Amme der Würde und der Ernährung für die Länder und Völ- ker Asiens. Von ihr aus wurden Alle beschädigt und sie selber wurde von Niemand beschädigt in einem Zeitraum von 17 per- sischen Königen, bis Alexander kam. 1500,000 Menschen, so viel, berichtet er [seil. Orosius], seien von den Persern in den drei Jahren gefallen, während sie die drei Schlachten vereinigten und zusammenbrachten und schlugen, welche er hier erzählt hat.

33. Darauf verheerte Alexander ganz Syrien und zerstörte viele Städte. Er verwüstete Cilicien, er unterjochte Cappa- docien, er warf die Heere der Insel Rhodus zu Boden, er plün- derte die Bewohner des Taurusgebirges. Er brachte die Männer des Nordens der Erde unter Zins und Steuer und Botmässig- keit. Das wurde diesen gar schwer. Selten waren sie in Knecht- schaft gewesen. Ihre Schaaren waren tatenreich, bis Alexander kam. Er besiegte Antemus, den König von Scythien, in einer Schlacht. Er schlug die Hyrcanier, er bekriegte die Marder,

Text und Uebcrsetzung. 45

hannam leo in ni sin. Nibtar menci a fognam. Batar déiimig

a n-dndng co tanic Alaxandir. Ron bris cath for Anntem rig

na Scethia. Ro airg Ircándu, ro indri Damandros attaí iri

slebi Cúcaist atuaid. Conid ann sin tanic in cii aigthige cbo Prisr_c- ppri°s-

Alaxandir, amaZ atfet Prescén insin Pergiseis Prescen [p. 208 h:]

7 is don cboin sin is ainmm Benióth, ocus is i proind in

chon sin cech lathi . i . aittre&thaige na slebti itir mil 7 ceatra

7 duine. Figuir firdiles in chon sin diabwl dianad ingeilt druing

diumsaig dic^ownaircella in betba. Is é in sin ro marb in 435

blédinamd 7 in olefint ro bui i fiadnaise Alaxandir, 7 ni decb-

aid Alaxandir isna crichaib borétaib illeth íri técbtmuir ar

omun in chon sin.

34. Tanic sin doridisi 7 tanic i tir Israel for aimts Ier«- salem. Hiotbás ba huasalsacart tempuil Solaim 7 na catracb 440 Ienissolimite . i . lerusalem an mhtiid sin ro bui Alaxandir ic na hindrib sin in domain. Tancatar oirchinnig 7 daigfir 7 tóisig mac n-Israel 7 mordruing in phop?«7 Israelda dia cbomairle i n-dócbumm in uasalsacairt sin .i. Iotbás. At-

welcbe nördlich vom Kaukasusgebirge wobnen. Dort war es, wo der fürchterliche Hund Alexander begegnete, wie Priscian in der Periegesis des Priscian erzählt hat, und dieser Hund heisst Bemoth und das ist die Malzeit dieses Hundes jeden Tag, die Bewohner des Gebirges so wilde Tiere wie Vieh wie Menschen. Das wahre Bild dieses Hundes ist der Teufel, dem die übermütigen unbarmherzigen Schaaren der Welt zur Speise dienen. Dies ist der Hund, welcher das Ungeheuer und den Elephanten tötete, den Alexander bei sich hatte. Und Alexan- der ging nicht weiter in die nördlichen Gebiete aus Furcht vor diesem Hunde.

34. Er kehrte wieder um und zog in das Land Israel, um Jerusalem anzugreifen. Jaddus war Hoherpriester des Tem- pels Salomo und der Stadt Jerusalem zu der Zeit, da Alex- ander auf diesem Eroberungszuge durch die Welt war. Es kamen die Edelsten und Vornehmsten und die Ersten der Söhne Israel und grosse Mengen des israelitischen Volkes zur Be-

46 Text und Uebersetzung.

445 hcrtsatar: „Ba coir dun" ol siat „techta úann íri himachor ar sidha 7 ar caínduthrac7ráa 7 ar córa co hklaxandir. Ar ni maith altdt na catracha on dechaid gan a reir dó." Atbert Iothás: „Ba córa dun" ol se „immochor ar sidha 7 ar cáindu- thrachtsb iri ar n-dia fesin. Ar is e coraiic bng 7 barand 7

450 borrfad do thairneni 7 do trascrad. Is e comiic ind uli dúl aicside 7 nemaicsidc do ajritin 7 do irnfulang." Iar sin tra dorónad tredan 7 tromáinte leo 7 ro gadatar a n-dia Israelda do chonimorad.

35. Is ann sin docecbaing klaxandir co m-brutb rig 7

455 borrfad for mágrédib mac n-Israel do saigid na pWmcbatracb lertisalem. Bagaid co hamnws fna. Dolluidset maic Israel 7 dolluid Iotbás isin erred uasal Arónda 7 popwZ na catracb uli immaille iris, co m-bátar for taeb na catracb atuaid i fail slebi Sioin. Ba cáin cúmdacMa in reimm rotnuc popwZ Is-

ratung vor diesen Hobenpriester, Jaddus nämlicb. Sie spra- chen: „Es ist zweckmässig für uns," sagten sie, „Boten zu entsenden, um Alexander unsere Friedfertigkeit und unser Wol- wollen und unsere gute Gesinnung darzubringen. Denn nicht gut sind die Städte daran, von denen er, ohne class sie ihm willfährig waren, weggezogen ist." Es sprach Jaddus: „Es ist zweckmässiger für uns," sagte er, „unsere Friedfertigkeit und unser Wolwollen unserem Gotte selbst darzubringen. Denn er ist es, welcher Macht und Stolz und Zorn zu erniedrigen und zu stürzen vermag. Er vermag es, alle Wesen, sichtbare und unsichtbare, zu halten und zu tragen." Darauf ward denn eine dreitägige Fastzeit und grosses Fasten von ihnen ver- anstaltet und sie baten ihren Gott, die Israeliten zu verherr- lichen.

35. Da zog Alexander mit königlichem Zorn und Grimm über die Ebenen der Kinder Israel, um die Hauptstadt Jeru- salem anzugreifen. Er droht gewaltig gegen sie. Die Kin- der Israel und Jaddus in der stolzen Aaroni schon Gewandung und das ganze Volk der Stadt mit ihm zogen aus, bis sie an der nördlichen Seite der Stadt waren in der Nähe des Zion-

Text und Ucbcrsetzung. 47

rael aim sin. sruith soairmitncch in saerphopwZ rue in 4G0 réim1 sin i n-agaid a m-hidhad 7 a námut. Bui Iothás in t-uasalsacari cona, erred airmitnec/i Aronda uasalcherdama/Z ina thimchell i cennphort 7 i n-airenach mac n-Isracl. Ro sá- maigset suide senaid iarom i fail a catrach.

36. Tie Alaxandir ina toichim iar sin. Bator rig 7 toisig 7 465 tigernadu i tpchim na sliged sin. Bator hile errid áille isin sligid sin ar aen fWsin rig iri hAlaxandir do áscnám Jerusalem. Ba- tor orghanaig 7 cornaire 7 cwslendaig 7 stocaire 7 fidlirig2 7 fetanaig resin slog sin. Bator clesamnaig iri clesaib 7 lúth- léimendaib resna toraib rigda sin. Imos cuirset cró sciatrach 470 do sciathaio órda 7 airgide fo ghemaib carrmocail 7 fo grin- nib leag logmar impu dianec/ííair in t-sloig sin. Mor fer ferrda dodechai^ iarsna reib [?] rigda sin. Ba hádbul tra föresi 7 fnthaileam na n-drdng sin for muigib mac n-Isracl. Bator

berges. Scbön und prächtig war der Zug, den das Volk Israel da bildete. Erhaben und verehrungswürdig war das edle Volk, welches diesen Zug seinen Schädigern und Feinden entgegen zog. Jaddus der Hohepriester mit seinem ehrwürdigen Aaro- nischen erhaben-kunstvollen Gewände um sich befand sich an der Spitze und in der Front der Kinder Israel. Darauf setzten sie sich nach Art eines Senats in der Nähe ihrer Stadt.

36. Alsbald kam Alexander auf seinem Marsche daher. Es waren Könige und Feldherren und Fürsten in dem Zuge auf jenem Wege. Es waren viele schöne Wagenhelden auf jenem Wege zugleich mit König Alexander, um Jerusalem zu stürmen. Es waren Pfeifer und Hornisten und Bläser und Trompeter und Geiger und Flötenspieler bei dem Heereszuge. Es waren da Gaukler mit Kunststücken und Kraftsprüngen bei jenen könig- lichen Schaaren. Sie bildeten unter sich einen Schildhag von goldenen und silbernen Schilden mit Karfunkelsteinen und Hau- fen von Edelsteinen aussen um den Heereszug herum. Eine Menge tüchtiger Männer schritt hinter diesen königlichen

rem Fcs. 2 figlirig Fcs.

48 Text und Uebersetzung.

475 áidbli tra foil sárala sin ina n-aentóchimm . i . slóig Aisia 7 Eorpa 7 Afraice. Ba cwrata 7 ba haigthide in gné dorala forsin rig i tóchimni na catrach. Batar ann sin oig orluma iri forba gnim cuilech. Batar tra laich luthbasaig iri tregclad sechnach saerclilanda. Bator ócbaid erluma airrecfefebcha iri

480 slait 7 sined 7 esorcain in du sin.

37. In tan tra ro chomfaicsigestor Alaxandir do senad ergna airmitnecli Jerusalem, atcomiairc taitneam in étguda Aronda chosmailúís in errid bui imm Crist1 in tan donarfaid dósom ria siu anall. Ro chómscuir a mewmain, ro grain 7 gairbthen

485 dia gnúis. Ro chennsaig2 a cn'de 7 a mmma iri foraithmet na fisi 7 na taidbsen donarfaid in coimdi isin catraig Ma,[cedondai dia n-ainmrn Dibo la décsain in uasalsacairi craib- dig cus'm tlacht n-alaind n-Aronda imme. Atbert fris Parme-

cinher. Furchtbar war der Anblick und die Erwar- tung dieser Schaaren auf den Ebenen der Kinder Israel. Furcht- bar waren sie solcher Art auf ihrem vereinigten Marsche, die Heere Asiens und Europas und Africas. Heldenhaft und fürch- terlich war die Gestalt des Königs auf dem Marsche wider die Stadt. Es waren da Jünglinge bereit schändliche Taten zu vollbringen. Da waren starkfäustige Krieger (bereit) edelge- borene Leiber zu durchbohren. Da waren junge Gesellen be- reit [und] anreizend zu rauben und zu plündern und zu morden an jener Statt.

37. Da sich nun Alexander der erhabenen ehrwürdigen Versammlung von Jerusalem näherte, erblickte er den Glanz der Aaronischcn Gewandung ähnlich dem Kleide, welches Chri- stus trug, als er ihm damals erschien. Er Hess seinen Stolz fahren, Entsetzen und Furcht packten sein Gesicht. Sein Herz und sein Sinn wurden milde bei Erinnerung der Vision und der Erscheinung, in welcher der Herr ihm in der macedonischen Stadt, deren Name Dium ist, erschienen war, beim Anblick des

1 Ebenso erscheint Christus dem Moses und Gideon in der irischen Version des Alten Testaments, LBr. p. 115 ff.

2 thennsaid Fcs.

Text und Uebersetzung. 49

níon 7 araile a chonitliaisig, cid foruair do in cúmscngm? gnée sin. Ar ha bed no bítís na toisig sin dogres oc imcaisin gnuisi in rig. 49u Is iarom itcuaid doib in lis tarfaid * dia i cosmailúfs in tlachta búi im Iothás 7 in nert a2 ro nert dia do im gabail rigi ina bAissia 7 in cumachtu ro gab tria iorcgngra_.in cboimded. 7 ni ro fet-soni assin tra a docbumm lerusalem. Ro seinntea stuicc 7 orgbáin sída leo iarom 7 ro adrastar-som in coimdi co w-uma- 495 loit moir 7 co w-inisli. 7 asbeir Alaxandir fna muintir uli adrad don aendia. Ba caemcblód n-adartba ami sin. Ba se tra a bés Alaxandir co a bás iarom caemcblód n-adartba in cecb cat[h]- raig, ar comad a bés-som3 no beth in cech cat[h]raig dia eisi. Ni ro indscuch tra klaxandir isin cat[h]raig sin levusalem. 500 Atbert Iotbás iarom iri popwZ 11- Israel . i . na gnimu dorona Alaxandir isin adrad sin.

gläubigen Hohenpriesters mit der schönen Aaronischen Gewan- dung. Es fragten ihn Parmenion und andere, seine Mitfeld- herren, was diese Bewegung seines Wesens bewirkt habe. Denn die Feldherren beobachteten fortwährend das Gesicht des Kö- nigs. Darauf erzählte er ihnen von der Vision, in welcher Gott ihm in Aehnlichkeit der Tracht, welche Jaddus trug, er- schienen war, und wie Gott ihm die Kraft gekräftigt habe zur Erlangung der Königsherrschaft von Asien, und welche Macht er auf Befehl des Herrn erlangt habe. Und er vermochte es nicht, weiter gegen Jerusalem zu ziehen. Darauf Hessen sie die Trompeten und Pfeifen des Friedens ertönen, und er betete den Herrn an mit grosser Dehmut und Unterwürfigkeit. Und Alex- ander befahl all seinen Leuten, den einigen Gott anzubeten. Das war eine Veränderung der Anbetung. Es war eine Ge- wohnheit Alexanders bis hernach zu seinem Tode, in jeder Stadt die Anbetung zu ändern, damit es seine Gewohnheit sei, welche in jeder Stadt nach ihm blieb. Alexander rückte also nicht in diese Stadt Jerusalem ein. Jaddus erzählte darnach

1 Zur Construction vgl. co tarfaid doib deilb inna morindócbala bias fair il-lou bratba. LBr. 107 a. - nerta Fcs. 3 bésom Fcs.

4

50 Text und Uebersetzung.

38. Iar siu tra ro chathaig Alaxandir iri Parthi . i . cenél garg feochiwV sin i cathaib. It e Parthi ind sin ata andsam

505 isin domun oc sáigded 7 oc díbracad. Ro chlói-sium iarom Alaxandir 7 rotus díbda co rnór, co n-dorcratar leis a n-daigfir, a cMraid, a cathmik'c?. CWar facaib dib acht a m-búi a m-bronn- aib [p. 209 a] a m-ban 7 cech narb ingnima dib a n-in- huid in chatha. Ar ro chathaigset i farrud Pers for tús 7 a

510 n-aenur iar sin fa déoid. Tanic tra Alestris . i . rigan na cich- loiscthi (ainmm ele di . i . Minothá) do chonithMsmed clainni íri hAlaxandir. Dóig lé, comad garg a cenél 7 clann Alaxan- dir. Ba socraid in bánnscal tanic ann sin. Tri diet ban do chasbanntmc/ii calma na cicbloiscthi is e al-lin isin dail sin.

520 Ni Blind tra dlegar a faisnés scéla in hamürachta, sa. 1

39. Ros innraidset tra ocus ro chloiset Ircánós 7 híber-

dem Volke Israel die Dinge, welche Alexander bei jener An- betung verrichtet hatte.

38. Darauf kämpfte Alexander gegen die Parther, einen Stamm, rauh und wild im Kampfe. Diese Parther sind die besten in der Welt im Pfeilschiessen und Speerwerfen. Alex- ander besiegte sie alsbald und vertilgte sie gewaltig, so dass ihre Edlen, ihre Helden, ihre Kriegsleute durch ihn fielen. Nichts liess er von ihnen übrig als was in den Leibern ihrer Weiber war und Alles, was noch nicht tatfähig war zur Zeit des Kampfes. Denn sie hatten Anfangs in Gemeinschaft mit den Persern ge- kämpft und dann zuletzt allein. Es kam darauf Thalestris, die Königin der Amazonen (mit anderem Namen Minothaea), um Kinder mit Alexander zu zeugen. Denn sie glaubte, dass Alex- anders Geschlecht und Nachkommenschaft tapfer werden würde. Schön war das Weib, welches dorthin kam. 300 Weiber der lockigen kühnen Frauenschaar der Amazonen, das war ihre Anzahl bei jener Zusammenkunft. Es ist aber hier nicht ge- boten, Geschichten von dieser Weiberschaar zu erzählen.

39. Sie überfielen und besiegten ferner die Hyrcanier und

1 Dieser Satz steht im Fcs. hinter dem folgenden.

Text und Uebersetzung. 51

gitás 7 Parabánós 7 Sapiós 7 araile cenéla fil i taeb slebi Cú- caist atuaid. Do tbaix'bir d'mo Alaxandir Oasnios 7 Dactos, ceiiel nemthairberta cósin anall, chuniacAía. Ro siaclit in catraig dia n-ainmm Nisam 7 ro si&cht na slel)ti Dídalta 7 ro 525 siac/ií Copilísa cns'm rigain. Conid he tindscr« Alaxandir di in ferann sin. Ro thogail carraic n-dermáir forfémdid Hercoil do thogail, fp bíth arrogart talamchumscug«fZ dímor de. Derr- scxichud do Alaxandir in gním sin do dénum sech Hercoil.

40. Ro marb Alaxandir sochaide do thaisech<w& 7 do 530 dégdáinib a cheniuil fesin. DorochmV leis Amimitus, mac se- thar a mdthar 7 mac athar a lesmátJiar. DorochiaV Parme- nion 7 Filatos 7 Atolws 7 Arcilaus 7 Tansanias; dorocha ir leis diwo Acolitws brigaesta. Ar aebert, ba dáglaech Pilip in tan bui-sium oc demcugwZ gaiscia* do Pilip a taig leanda 535 Alaxandir. „In dóig,': ol Alaxandir „bá cntramugud gaiscia duit-si fWm-sa 7 nach fíu lat cutramugttd! íri Pilib?" Imsai

Euergeten und Parapamener und Adaspier und andere Stämme, welche nördlich am Caucasusgebirge wohnen. Alexander unter- jochte ferner die Chorasmer und die Daher, einen bis dahin un- gezwungenen Völkerstamm. Er gelangte zu der Stadt, deren Name Nyssa ist, und zum Dädalischen Gebirge und kam nach Copilissa zur Königin. Und als Mitgift erhielt Alexander das Land von ihr. Er zerstörte einen ungeheuren Felsblock, den Hercules nicht hatte zerstören können, da ein gewaltiges Erd- beben ihn daran hinderte. Es war eine Auszeichnung für Alexander, diese Tat dem Hercules voraus zu tun.

40. Alexander tötete viele Feldherren und edle Männer sei- nes eigenen Geschlechtes. Amyntas fiel durch ihn, der Sohn der Schwester seiner Mutter und der Sohn des Vaters seiner Stief- mutter. Es fielen Pannenion und Philotas und Attalus und Eurylochus und Pausanias; es fiel auch der hochbejahrte Clitus durch ihn. Denn dieser sagte, dass Philipp ein tapferer Held gewesen sei, indem er Philipps Tapferkeit in der Trinkhalle Alexanders rühmte. „Scheint es dir," sagte Alexander, „dass du einen Vergleich der Tapferkeit mit mir anstellen kannst,

52 Text und Uebersetzung.

Alaxandir iris la sodain 7 ataig lám a gái fair, conus marb lb chétoir, gura, héilned 7 gwra coirbed in fuil ass isna lestraib

540 a in-bui do lind 7 do bind inntib 7 foraib isin imscíng rigda.

41. Doróna gníina cuilecha aile .i. Callistius fellsoin 7 fer

cóm[fjrichnama 7 comalta do Alaxandir fén a scoil Arwstotail

co m-biii i comaitec/ii Alaxandir for a slogud. Agallaim 7

adrad dobertís ami for Alaxandir fo head no bítis ior cind

545 Alaxandir in cech loc ic abélugud iris. Co Herbert (lino Calistms in fellsom fWsna taisechu Mnicedonda batar ina far- rud: „Ni chredim socrait" ol se „lá Plait 7 Anistotal a n-do- gniam-ne. Ar is aefidia aderait-side do beith aim. Is comrurgu dúinne tra acallaim do tbabairt do Alaxandir, acht is acal-

550 lam rig 7 tigerna 7 immpir cliumacÄiaig 7 fir oirdnide1 do

dia is cóir do thabíw'rt dó." Ba himarcide tra lasna taisechu

Msiicedonda in ni sin 7 ros caemchlaiset iar sin acallaim 7

bennachad do Alaxandir. Ro ráthaig Alaxandir in ni sin /7 ba

/—

und hältst es nicht für angemessen, (mich) mit Philipp zu ver- gleichen?" Damit wandte Alexander sich gegen ihn und tat die Hand unter seinen Speer (und sandte ihn) auf ihn, so dass er ihn auf der Stelle tötete, und sein Blut befleckte und be- sudelte in den Gelassen, was sich von Trank und Speise in ihnen und auf ihnen im königlichen Gemache befand.

41. Er verübte andere schändliche Taten. Es war näm- lich Callisthenes der Philosoph und Studiengenosse und Pflege- bruder Alexanders selbst aus der Schule des Aristoteles in der Begleitschaft Alexanders auf seinem Zuge. Sie pflegten aber damals dem Alexander Anrede und Verehrung eines Gottes zu erweisen und schmeichelten ihm so oft sie vor ihn kamen, an jedem Orte. Da sprach nun der Philosoph Callisthenes zu den macedonischen Feldherren, die in seiner Gesellschaft waren: „Ich glaube," sagte er, „Plato und Aristoteles würden nicht billigen, was wir tun. Denn sie sagen, es gibt (nur) Eineii Gott. Daher ist es ein Irrtum unsererseits, Alexander göttliche

1 oirdnige Fcs.

Text und üebprsetzung. 53

docrad mór dó. Is ed dorímed . i . Ioseppw.s 7 IosebiM.s 7 órus o Alaxandir, gwras marb k\axandir a chomalta tn'asan foohajnd 555 sin. Hit eat sin tra na scéla atcuaid Iothás don phop;</ Is- melda iar n-admd do Alaxandir 7 iar soud uadib do.

42. Dorinitha tra sund scela Alaxandir 0 aimsir inotacAia AEp'st4' ,ad

Anst.otcli'in

co haimsir a chatha íri Poir 7 atfesum tra tóscéla a catha1 fri Poir (. i . ri na hlndia) isin ej)i&til ro scrib Alaxandir dia 560 oite . i . do Arwstotul. Iss ed atrirne Alaxandir ina epistil. A nií Mái ro bn's Alaxandir cath for Dhair ri na Pers oc in abaind i n-oirther in betha 7 i forcend mis Iuil ro bris cath for Poir ri na hlndia. Ba mor tra a t[h]inol in catha sin . i . secht mile dec marcach cenrnothat búidne traigthechai, cethir 565 chét ceth/rriad semta srethnaigt[h]i co serraib iarnaidib 2 estib

Anrede zu erweisen, sondern Anrede eines Königs und Herrn und mächtigen Imperators und eines von Gott hochgestellten Mannes gebührt es sich ihm zu Teil werden zu lassen." Das leuchtete den macedonischen Heerführern ein, und sie änderten darauf Anrede und Gruss Alexander gegenüber. Alexander be- merkte es mit Erstaunen und empfand es als eine grosse Schmach. ~/ Dies ist, was Josephus und Eusebius und Orosius von Alexan- der berichten, dass er seinen Pflegebruder aus solchem Anlass tötete. Dies sind die Geschichten, welche Jaddus dem israeli- tischen Volke erzählte, nachdem Alexander angebetet hatte und wieder von ihnen gegangen war.

42. Es sind hier nunmehr die Abenteuer Alexanders von der Zeit seiner Ankunft bis zur Zeit seines Kampfes gegen Po- rus erzählt worden, und Alexander hat den Bericht ihres Kampfes gegen Porus, den König von Indien, in dem Briefe gegeben, welchen er an seinen Erzieher Aristoteles geschrieben hat. So berichtet Alexander in seinem Briefe. Im Monat Mai besiegte Alexander Darius, den König der Perser, in der Schlacht an dem Flusse im Osten der Welt, und am Ende des Monats

cata Fcs. iarnaigib Fcs.

5 I Text und Uebersetzimg.

do leirad 7 athcitmma in t-sloig náimdemail 7 cét elefinnte conn cathc[h]liathaib foraib lán d' ócaib co n-armaib. It é side combidgtais in cath dia anuas 7 nos dailtis 7 nos doirtitis in

570 cath dia anuas. Cia ba mór tra a airmbert in catha sin, ciaptar linmara a sloig, ciaptar tnuin a thaisig, ciaptar londa a laith gaile, ciaptar mormemnnaig 1 a milid, ciaptar ruirthig a rig, ro bris Alaxaw^'r forru col-luath tn'a febus chélli ocus tria nertchomairle na muintire Msdcedondai. Ro gabad ami sin

575 airberta in catba. Ro gabacZ arm na cét elefinnte.

43. Iar sin tra ro siacbt in slóg cus'm cat[h]raig rigda a m-búi tégdais Poir. Ba suaichnid suidiugwrf na tegdaisi sin .i. cethir diet columa órda oc a fulang conn cendp[h]artib órda foraib. Lanna órda fria anaill uli oc diten in tige. Ordlach i

580 tigot cech lainde díb ár medon in tige cowice a uachtar, co m-ba

Juli schlug er Porus, den König von Indien, in der Schlacht. Gross war sein Aufgebot zu dieser Schlacht, nämlich 17,000 Reiter ausser den Schaaren der Fusstruppen, 400 vierspännige Sensenwagen mit eisernen Sensen aus ihnen zum Zerhacken und Vernichten des feindlichen Heeres, und 600 Elefanten mit ihren Kriegshürden auf ihnen voll von jungen Kriegern mit Waffen. Diese beschossen die Schlachtreihe von oben her und säten und streuten von oben her in den Kampf. Wie gross aber auch die Zurüstung dieses Heeres war, wie zahlreich ihre Schaaren, wie stark auch ihre Führer, wie kühn ihre Helden, wie mutig ihre Kriegsleute, wie freigebig ihre Könige waren, Alexander besiegte sie bald durch die Ueberlegenheit seines Geistes und durch den kräftigen Rat der macedonischen Mannen. Da wur- den die Rüstzeuge des Kampfes genommen. Da wurden die 600 Elefanten gefangen genommen.

43. Darnach kam das Heer zu der Königsstadt, wo der Palast des Porus war. Die Anlage dieses Palastes war herrlich. 400 gol- dene Säulen nämlich trugen ihn mit ihren goldenen Kapitalem. Goldene Platten waren überall an der einen Seite das Haus

morme/maig Fes,

Text uud Uebersetzung. 55

haiged óir uli lais ár medon. Búi ditto fuath finomna di or 7 di axgat itir na twnb orda eotta n-dullib oir, cowa papib cristall (. i . cenel leag [p. 209 b :] lóginar sin 7 do óigred ditto forcu- maing in cnstall do denum). Ro batar and lignite eUYsuidigthe, cenel leag logmar co taitnem teined fair .i. cenel derg sin da- 585 raignib suiges 1 bruga etromma chucu . i . ingne, aille ditto dath cru[a]nda. Ro batar samrainde im brechtrad in chúmtaig ar chena. Cenel leg logmar inn sin co taitnem n-derrscaigthi. Ro cúmdacht dino in imscing 7 in arocuil 7 in luic rigda ar chena 0 mairgretaib 7 0 nemannaib .i. gemma derrscaigt[h]i in sin uli 590 7 cenel logmar cornx elscud 7 ruidiud tened leo. Do chnámaib elefinnte tra dorónta na doirsi 7 na hircholla co srethaib óir 7 argaii foraib. Do ebuirnn 7 d' aebind bricc 7 do cbuibri'sc dorónta na tige fothraicthi 2 7 is dib ro dluta na drumchla 7

zu decken. Jede von diesen Platten war einen Zoll dick in der Mitte des Hauses bis an sein Dach, so dass es in der Mitte Alles ein Anblick von Gold war. Es war ferner ein Ge- bilde von goldenen und silbernen Weinreben zwischen den gol- denen Pfeilern mit ihren Blättern von Gold, mit ihren Zweigen von Krystall (eine Art Edelstein, und man kann den Kry stall aus Eis machen). Es waren da Lychniten zwischen gesetzt, eine Art Edelstein mit Feuerglanz, eine rote Art, welche leichte Gegenstände an sich saugt, nämlich Nägel, andere aber von Kupferfarbe. Da waren ausserdem Smaragde zur Buntfärbung des Zierrats, eine Art Edelstein mit ausgezeichnetem Glanz. Fer- ner waren das Schlafgemach und die Privatgemächer und die übrigen Zimmer des Königs mit Perlen und Edelsteinen ge- schmückt; alles dies sind nämlich ausgezeichnete Gemmen und eine kostbare Sorte mit heissem rotem Feuerglanz. Von Ele- fantenknochen aber waren die Türen und Pfosten gemacht mit Einlagen von Gold und Silber darauf. Von Elfenbein und bun- tem Ebenholz und von Cypressenholz waren die Badehäuser gemacht und eben daraus waren die Deckbalken und Gefüge

1 suiges Fcs. a fochraicthi Fcs.

i

Text und Uebersetzang.

595 na cúimce thuas. Batar tra corthi cumdachta, mora di or isin tcgflais sin co rinnib 7 delbú 7 fuathu ingantu. Batar tra elta én anaichnid fólúthis tria. hith itir na pelatib. Gulbain 7 ingne órda leo, muince do némannaib im a m-bráigtib. Mor do lestraib c«*mdaig[th]ib di or 7 argrei frith isin tégdais sin Poir co n-gem-

mo maib cmtall. Batar uati lestair argaii aim oldát lestair óir.

44. Nirba l[eór] la hklaxandir an imerci ádbul sin do

thabairt a chumachta, fesin, co n-dechaid isin India medon-

aig, co riacht doirsi Caisp. Ro gab failte dermáir i suidiu oc

imaicsin na tired toirthech sin cowa spinmige 7 conn iec/^.náigi

605 léir. Atbert-som íriu techt do thafond Poir. Atbertsat iris in fir Chaipita 7 a charait 7 a choicéli 7 a chomarlig ár chena, comad iar sligthib rigda 7 iar rótaib rédib no thessad, resin atrullad i n-dithrebaib imechtrachaib in domain. Ros ob di»o Alaxandir in ni sin, acht techt co hairchend for cind Phoir a

oben zusammengefügt. Es waren grosse kunstvolle Pfeiler von Gold in dem Palaste mit Spitzen und wunderbaren Gestalten und Figuren. Da waren Schwärme von seltsamen Vögeln, welche lustig zwischen den Palästen herum flogen. Goldene Schnäbel und Krallen hatten sie, Ketten von Perlen um ihren Hals. Eine Menge kunstvoller Gefässe von Gold und Silber mit Krystall- steinen wurde in diesem Palaste des Porus gefunden. Gefässe von Silber waren dort weniger als Gefässe von Gold.

44. Es genügte Alexander nicht, diese ungeheure L unter seine Gewalt zu bringen, sondern er zog in das innere Indien und gelangte an die caspischen Tore. Hier empfand er grosse Freude beim Anblick der fruchtbaren Länder mit ihrem Wolstand und ihrem fleissigen Gedeihen. Er befahl ihnen zu gehen, um Porus zu verfolgen. Die caspischen Män- ner und seine Freunde und Genossen und Ratgeber desglei- chen sagten ihm, dass er ihn auf königlichen Strassen und ebenen Wegen erreichen würde, ehe er in die äussersten Wüsteneien der Welt entkäme. Alexander aber wies dies zu- rück und sagte, dass er bestimmt gegen Porus in die äusser- sten Wüsteneien der Welt ziehen wolle. Darauf versprach Alex-

Text und Uebersetzung. 57

íi-dithrebaib imechtrachaib in domain. Iar sin doairg Alaxan- 610 dir log don choicait for cét táisech do dénad irainthws do co tir na m-Bacthrianda . i . co tir na Serrda. Is iat-side dogniat étaige doib don bruachoirbir bis for duillib na crand.

45. Ba mor tra slógad Alaxandir an inbuid sin. Cóica for díb cétaib mile do traigthechaib 7 tricha mile marcach 7 615 deich cét elefinnte oc immedain óir 7 iwgait doib 7 cethir diet cetbirriad 7 chét eairpthech 7 fiche cét do mulaib 7 cóica do chasrjandaib . i . araile anmannaib bertaid aire 7 cóic cét cámall 7 ficht do smmedaib 7 majla 7 dama 7 asana 7 echaib ar chena fn'a himochor chruithnechta. Ba dírime na halma 620 batar ann fri tímthirecAí feola do na slogaib. Ialla órda tra no bítis fria groigib na n-elefint 7 na cámall 7 na mul 7 na 11-ech rigda in tan ba himarcaide. Ro rindad [7] ro hecm.it airm

ander 150 Führern Lohn, wenn sie ihn in das Land der Bac- trer, d. h. in das Land der Serer, führten. Diese sind es, welche sich aus dem 1 Kleider machen, welches auf

den Blättern der Bäume sich befindet.

45. Gross war der Heereszug Alexanders zu dieser Zeit. 250,000 Fusstruppen und 30,000 Reiter und 1000 Elefanten, welche ihnen Gold und Silber schleppten, und 400 Viergespanne und 200 Wagenkämpfer und 2000 Maulesel und 50 castrenses, d. h. eine Art Tiere, welche Lasten tragen, und 500 Kameele und 20 Saumtiere und Büffel und Ochsen und Esel und Pferde ausserdem zum Fortschaffen des Getreides. Zahllos waren die Heerden, welche da waren, um das Heer mit Fleisch zu versehen. Goldene Riemen waren an den Heerden der Ele- fanten und Kameele und Maultiere und der königlichen Pferde, da dies tunlich war. Die Waffen und Helme des Heeres waren von Alexander mit rotem Golde und Edelsteinen versehen und ausgestattet worden. Auf diese Weise waren auch die Trom-

1 O'Curry (Manners and Customs II p. 330) übersetzt: ,,a people vho manufactured for themselves clothes from the moss which grew ipon the leaves of trees."

58 Text und Uebersetzung.

7 cathbairr na slóg la hklaxandir do dergór 7 do ghemmaib

625 logniaraib. Ro cííindaiged lais tra fon indus sin na guthbuinde

conn ceolanaib ordaib. Ciamad adaig 1 no immthigitis in slog

sin, ba solas doib dia n-erredaib 7 dia n-arcunidaigib di or 7

di argat, di na gemmaib leag lógmar a,mal bid rig cech fer.

46. Mor tra in uaill 7 in diinolta 7 in t-allad 7 in inocbail

630 ro gab k\axandir ic forcsin na slog sin. Ba deithfoV son, uair

ni bui do bréic in betha frecnairc cosmailius na miadamlata

doridnaic dia do Alaxandir amai atfiadat libair colais. Bator

reeMnara na rig rergaiter remi isna csdhaib sin. Batar tn'uin

a taísig, batar fégi a fellsaim,2 hatar gaetha a comarlig, bo-

635 tar croda a curaid, batar cwmlengaig a cathmilid, hatar air-

rechtság imámnais a n-airrig, hatar rémnig a riglaicb, hatar

ána a n-óclaicli, hatar caema cluichechaire a n-gille, ba étrocht

airmitnech 3 a n-ardrig . i . Alaxandir.

peten von ihm mit ihren goldenen Glöckchen geziert worden. Wenn es auch in der Nacht war, dass dieses Heer einherzog, so hatten sie doch Licht von ihren Kleidern und von ihren Schmucksachen von Gold und von Silber, von den kostbaren Edelsteinen, als wenn ein jeder Mann ein König gewesen wäre. 46. Gross aber war der Uebermut und die Ueberhebung und der Stolz und das Ruhmgefühl, welches Alexander beim Anblick dieser Heeresschaaren ergriff. Das war natürlich, denn nicht gab es im Trug dieser Welt einen ähnlichen Glanz wie den, welchen Gott Alexander verliehen hatte, wie die Urkun- den erzählen. Die Könige, welche in diesen Kämpfen vor ihm commandiert hatten, waren rechtmässige, ihre Feldherren waren stark, scharfsinnig ihre Philosophen, weise ihre Räte, tapfer ihre Helden, streitbar ihre Kriegsleute, gewaltig

ihre Obersten, ihre Königshelden, glänzend ihre

jungen Krieger, schön und spielgewandt ihre Burschen, glanz- voll und verehrungswürdig ihr Grosskönig Alexander.

1 adaid Fcs. - fellsaillsaim Fcs.

3 airmitnechai Fcs.

Text und Uebersetzung. 59

47. Acht gnath co menic nach saigthcch cew sirdecair. Ár dogfárraid araill do dhóinmigi asin t-sóinmigi moir sin for 640 a focht . i . cóica éolach batar rempu, co rucsat il-luc nat[h]rachda erchoitige biastainaiZ i n-gaineam thirimm cen usee ind itir bud inola. Ros gab tra hita romor in slógu for a reimm1 7 ba gabud doib. Is ann sin tra tue Zéfercts cathmílid amra do Gregaib lán a cliathbarr do usee co hMaxandir, 7 cérba 645 hítadach fén, thesta de. Ro gab iarom Alaxandir in usee 7 ba hítmar be. Rotfeithset tra na slóig Alaxandir 7 dáilis clóib iarom for lár ina fiadnaise uli in t-usce. Ro beread each dib amal ro saiged a bass 7 a mér fái. Co tarut nert mór don t-slóg in ni sin. Ro molad cáinduthracAí in miled .i. 650 Zeferus ann sin do Alaxandir 7 tue Alaxandir ascaofa mora iar sin don milid, co m-ba buidech de iarom.

47. Aber nicht oft pflegt es zu geschehen, dass ein Er- oberer ohne beständigen Wechsel ist. Denn es betraf ihn etwas Unglückliches nach diesem grossen Glücke auf seinem Marsche. Fünfzig Führer, welche vor ihnen waren, brachten sie an einen schlangenerfüllten gefahrlichen Ort voll wilder Tiere in trocke- nem Sande ohne irgend welches Wasser, das trinkbar gewesen wäre. Da fasste gewaltiger Durst das Heer auf seinem Marsche, und sie waren in Gefahr. Da war es, dass Zephirus, ein ruhm- reicher griechischer Kriegsmann, seinen Helm voll Wassers zu Alexander brachte, und obgleich er selbst durstig war, fehlte doch nichts daran. Alexander nahm das Wasser und er war durstig. Das Heer aber beobachtete Alexander, und er schüt- tete ihnen alsbald das Wasser auf den Boden vor Aller Augen. Da tat Jeder von ihnen, wie er heran kam, seine Hand und seinen Finger hinein. Dieser Umstand gab dem Heere grossen Mut. Die wolwollende Gesinnung des Kriegsmannes Zephirus wurde da von Alexander belobt, und Alexander gab dem Krie- ger hernach grosse Geschenke, so dass er ihm fortan deswegen dankbar war.

1 rewum Fcs.

60 Text und Uebersetzung.

48. In tan batar isin moritaid sin oc imdecht eowfacutar sruth for a cind. Ba [p. 210 a:] hadbul leo a met. Curcais

655 ard immbe siu 7 anall. Tri fichit traiged i fot cech bocsibne dib. Reraithir re bomnai n-giuis cech bae dib. Ni ro scaba^ diwo in sruth sin ni dia n-itaid, cia no scoirset oca. Serbi ol- tás dorbsáile nwride be, hirchoitigi 7 néimnechu oltás átbajja.

49. hotar iarom la taeb in t-srotba siu la hitaid máir 7 660 tirmthataid dóib, co li-epilset araile dib don itaid sin. Formr-

mitis araile dib a tengtha dar slesa a cloideb 7 a laigen do indarbud hitad dib. Asrubartatar araile dib do hól neich narbá áliged dóib .i. immáillsi 7 súga na n-arm n-airlechdu nemi coisecartha do hól. Coniá ann sin forcongart Álaxandir iarom 665 forsna míledu batar immbe, ara n-gabtáis uli a n-arrnu foraib 7 bertais la sodain fnu ímáecht dóib, ciaptar scíth 7 ciaptar ítmair. Faitehes tra foruair do Alaxandir in sin.

50. Co M-accutfflr tra ic imdecht dóib la taeb in t-srotha

48. Während sie in diesem grossen Durste auf dem Marsche waren, erblickten sie einen Fluss vor sich. Seine Grösse schien ihnen ungeheuer. Hohes Röhricht stand rings um ihn hüben und drüben. 60 Fuss in die Länge war jedes biegsame Schilf- rohr. Dicker als ein Fichtenstamm (?) war jedes einzelne von ihnen. Aber dieser Fluss vertrieb nichts von ihrem Durst, ob- wol sie an ihm Halt machten. Bitterer als salziges Meergras war er, schädlicher und giftiger als Niesswurz.

49. Sie zogen nun den Fluss entlang in grossem Durste und grosser Trockenheit, so dass einige an diesem Durste star- ben. Etliche von ihnen legten ihre Zungen über die Seiten ihrer Schwerter und ihrer Lanzen, um ihren Durst zu ver- treiben. Andere von ihnen rieten zu trinken, was nicht Recht war, nämlich Urin und die Säfte der vergifteten (?) geweihten Waffen zu trinken. Da befahl Alexander den Soldaten, welche um ihn waren, alle ihre Waffen auf sich zu nehmen, und sich darauf zum Weitermarsch anzuschicken, obgleich sie müde und durstig waren. Die Vorsicht veranlasste Alexander dazu.

50. Da sahen sie auf dem Marsche längs desselben Flusses

Text und Uebersetzung. (51

cótna im trath nóna cathair chaerncúmdachta a n-inis immedón in t-srotha. Do na curcaisib mora bátar immón sruth conrg- (57ü tacM1 in cat[h]r«dg sin. Airigset tra dame lethlomnac/^a isin indsi 7 ni thardsat aithesc doib, ce vus fiarfachsat dib, cia bali a m-bói usee sorablasta dóib dia hol; acht ros geltatar il-lo- caib derrito uadib cen aithesc doib. Fororcowgart tra inti Älaxandir for a nmmtir a saithe saiged do chur foraib isin «75 indsi. Dorigned diwo in ni sin 7 ni ros cor dib-sium sin. Fororcowgart Älaxandir iarom ara snáigtis chét do na mí- lcdu M&iccdondai docúm na liindsi. Lotar iarom 7 in tan ran- cuiar cethrumtlii in t-srotha dosfáirthedar eich useide. Moo oldát elefinnti cech ae dib. Dosnaircellsat leo in chét mi- 080 \ed isna saeb^huth[b dia n-ithe. Ro gáirset na slóig Gregda tna ghol 7 urégium oc aiesin a carut a n-gábud 7 nat caem- nacair a cobair. Ro fergaig Älaxandir la sodain fnsna heol-

um die neunte Stunde eine schöngebaute Stadt auf einer Insel in der Mitte des Flusses. Aus dem grossen Schilfrohr, welches um den Fluss herum wuchs, war diese Stadt gebaut. Sie be- merkten halbnackte Menschen auf der Insel, und nicht gaben sie ihnen Antwort, obgleich sie dieselben fragten, wo es süsses Wasser für sie zu trinken gäbe; sondern sie versteckten sich vor ihnen an verborgenen Orten ohne ihnen Antwort zu geben. Da befahl Alexander seinen Leuten, einen Pfeilhagel gegen sie auf die Insel zu entsenden. Das geschah, aber ..nicht einer von diesen traf. Da befahl Alexander 200 macedonischen Soldaten, nach der Insel zu schwimmen. Sie gingen, und als sie ein Viertel des Flusses erreicht hatten, überfielen sie Wasserpferde. Grösser als Elefanten sind war jedes von diesen. Sie zogen die 200 Soldaten mit sich in die Strudeltiefen, um sie zu fressen. Die Schaaren der Griechen schrieen mit Jammern und Kla- gen beim Anblick ihrer Freunde in Gefahr, aber es war un- möglich ihnen zu helfen. Da ergrimmte Alexander gegen die Führer, die sie führten, und befahl, dass hundert von den

courothacht Fcs.

62 Text und Uebersetzung.

chu bator oc imthús dóib 7 atbert curthar cét do na heol- 685 chaift batar oc imtims doib isin smth. 7 ba Ha tra fo dec do 11a hechaib meide ina n-clail sin dia n-ithe. Bee nar mer- blig in sruth dib amal fót sengán.

51. Ro sefnait stuicc irndecMa iar sin don t-slóg. Co n- acutar uadib iar tnll .i. nóethi beca cruinde co w-cíáinib ind-

690 tib for in sruth imni baile ele. Asbertsit1 side [don t-] slóg loch use* sómmblasta for a cind i focus doib 7 is do sin ron ucsat a n-eolaig ro batar remib. Dosfáirthetar in oidche sin .i. leo- main mora mongacha 7 parthi 7 tigridi 7 linair. Iarnabarach tra imm trath nóna, is aim rancatar in loch n-ucut 7 iar

695 saethar mor doib. Irnchellta in loch uli 0 senchaillig arsanta. Mile stati a thonws in locha for cech leath, cóic fichet tra fot na scor immon loch for cech leth bacuairt.

52. Samaigset for brú in locha sin. Docoinortatw iarom

Führern, die sie geführt hatten, in den Fluss geworfen würden. Und zehnmal mehr von den Wasserpferden waren da zusammen- gekommen, sie zu fressen. Fast wimmelte der Fluss von ihnen wie ein Rasen von Ameisen.

51. Darauf wurden die Trompeten zum Marsche für das Heer geblasen. Da sahen sie nach einer Weile kleine runde Böte mit Menschen darin auf dem Flusse an einem andern Orte. Diese sagten den Truppen, dass ein See süssen Wassers vor ihnen in der Nähe sei, und zu diesem nahmen sie ihre Führer, welche vorauf gingen. In dieser Nacht überfielen sie grosse mähnenbedeckte Löwen und Pardel und Tiger und Luchse. Am andern Tage aber um die neunte Stunde kamen sie an den See und zwar nach grosser Anstrengung. Der See war ganz von Urwald umgeben. 1000 Stadien war das Maas des Sees nach jeder Richtung, 25 aber war die Länge des Lagers um den See nach jeder Richtung ringsum.

52. Sie lagerten am Ufer dieses Sees. Darauf hieben sie den Wald um den See ab. um an das Wasser zu gelangen und

astbertsit Fcs.

Text und Ucbersetzung. 63

in fidbaid immon loch do saigid in usct 7 do daingniugtirZ na scor. Ro tairchellta na groige x 7 na halma immedón na scor. 700 Ro saitea na pupla imrapa immacuairt. Ro hadaintea cóic cct dec do breoaib tened im na scoraib anec/ííair. Ro hadaintea ann fiche ar chét siitrall n-óir do fursannad na scor. Ro seinn- tea stuicc leo iri timtharig longthi. Tarraid toirmesc in Ion- gad sin tra . i . scorpion Indecda dorala for a iarcómla a m- 705 boi ina sesum oc airmbertad in chaithme.

53. Tancatar tra ceraisti umaide for a slicht-side 7 na- t[h]r«cha co w-dathaib brec/iinaigib forra, araile derga, araile duba, araile gelai, araile cosmaile co n-néim n-óir. Ro phe- traigset in tir n-uli do phetragugud 7 do súg nat[h]mchda. Ro 710 suidigset in Mshicedondai 7 óic na Gréci ar chena la forngaire n-Alaxandir sciathchro na sciath 7 na m-bpcóti for a cind. Ro saigtis tra conn fochestaib tar na sciathaift 7 tar na bocó- tib anuas ocus foscerditis dia fianglasib isna tendtib. Da uair tra ro bMus isin comcathugwrZ sin co n-ähechsatar uli for 715 nefni a n-doruaraid 2 do nat[h]rachaib beca 7 mora.

das Lager zu befestigen. Die Pferde und die Heerden wurden in der Mitte des Lagers eingehegt. Die Zelte wurden rings um sie herum aufgestellt. 1500 Feuer wurden draussen um das Lager herum angezündet. Es wurden daselbst 120 Leuchten von Gold angezündet, das Lager zu erhellen. Die Trompeten wurden geblasen zur Bereitung der Malzeit. Es betraf aber eine Störung diese Malzeit, ein indischer Scorpion nämlich kam an die Hintertür, wo er stand, und verschüttete das Essen.

53. Nach diesen kamen dann eherne Horntiere und Schlan- gen mit mannichfachen Farben, einige rot, einige schwarz, einige weiss, einige ähnlich wie Goldesglanz. Sie machten die ganze Gegend ertönen von Gezisch (?) und von Schlangengeifer. Die Macedonier und die jungen Männer von Griechenland bildeten auf Alexanders Befehl einen Schildhag von den Schilden und Schildbuckeln vor sich. Sie griffen sie mit ihren Speeren über

1 groide Fcs. 2 doruaraig Fcs.

(34 Text und Uebersetzung.

54. Tancatar for slichtlorg a setchi isin tresuair na haid- che . i . nat[h]meha Indecda. chencl for indala forind dib, a tri lásin forind ele. Is ed dorigne Alaxandir ina epistil,

720 comdar casa 7 comdar remra iat umal cholamna 7 coindar sia oldait coliimna. Dofuarcatis in talum oc sxivbertngud in clnv thaigthi, co fargabtis twrscar 7 landgar a nemi for in talmain. Nochdait tra a fiacla am«? choin iri lurg. C'onfogabsat dino a m-bruinde os tahna-m oc airichill in [p. 2101*:] choniraic. No

725 dergdáis a súile a,mal óible tened. Ba dofulac/iia don t-slóg uli tromthinfed a m-brénanál. No bertatis a tengtha ina cend- aib iri hathcumma in t-slóig. Is ed dorochc«> isin cath sa do slog Alaxandir lasna nat[h}rachiw& . i . fcnchai mogaid 7 ficlie miled. Uair cómlán tra dóib icon cath sin.

730 55. Dosfancatar iar sin partlaig mora co croicnib dobar-

die Schilde und Buckel von oben her an und warfen sie von ihren Heldenbrüsten in die Feuer. Zwei Stunden kämpften sie so zusammen, bis Alles vertilgt war, was von kleinen und grossen Schlangen gekommen war.

54. Hinter ihren Genossinnen her kamen in der dritten Stunde der Nacht indische Schlangen. Zwei Köpfe hatten einige von ihnen, andere ihrer drei. Das ist was Alexander in sei- nem Briefe schrieb, class sie gewunden und dick waren wie Säulen und dass sie länger waren als Säulen. Sie schlugen die Erde beim Kampfesschütteln und Hessen Schleim und Schaum ihres Giftes auf dem Boden zurück. Sie entblössten ihre Zähne wie Hunde auf der Fährte. Sie hoben ihre Brüste hoch über den Boden beim Beginnen des Kampfes. Ihre Augen waren rot wie Feuerfunken. Unerträglich für das ganze Heer war der schwere Hauch ihres stinkenden Atems. Sie schüttelten ihre Zungen in ihren Köpfen zum Verderben des Heeres. Dies ist, was in jenem Kampfe von Alexanders Heere durch die Schlangen fiel, nämlich 30 Knechte und 20 Kriegsleute. Eine volle Stunde kämpften sie so.

55. Darauf kamen grosse Krebse über sie mit Häuten von Wasserschlangen härter als Panzer. Sie nahmen keine Spitzen

Text und Uebersetzung. 65

nathrach impu cruadi oldait luirecha. Ni gaibtis rcnda. Ro laitea iar sin drernma mora dib forsna tenntib. Isin co'icead uair na haidche tra, in tan ro gabsat for ceill cunisanud 7 cod- lad, dosfecait lcomain gela 7 cirmonga foraib ina sesam oc air- hertnugud na slóg 7 for dichlannad in chatha1 am«? toraind 735 no saigiu'n. Ros laiseat in Msicedondai a n-gó 7 a sáigde 7 a slega forru, co torchratar dremma mora dib. Dosfancatar iarom isin sessed uair na baidche tuirc altta 7 lingthi 7 tigndi. Ba tigither fál fidbaide. Dodechatar cbucu co n- grain móir 7 sésselbi. Dosnecat iar sin eoin . i . iatlanna mora coméit co- 740 lumnai. Fiacla leo amaZ fiacla duine. Is do na iiaclaib sin no chnaetis taebu na miled 7 na curad.

56. Dosfanic iar sin béist íngnad. Distnanws a hainmm, moo oltás elefint, ceand beac dub furri. Ni rMS_tairmisc dul tarsna tenntib. Dorochm'r lee tricha fer n-armach i n-oirenach 745 in chatha Maicedondai. Ro malart dias for cóicait dib la so-

an. Da wurden grosse Mengen von ihnen auf die Feuer ge- worfen. In der fünften Stunde der Nacht, als sie ruhen und schlafen wollten, kamen weisse Löwen über sie mit aufrecht- stehenden Kammmähnen, welche die Schaaren erschütterten und das Heer verwüsteten wie Donner oder Blitz. Die Macedonier sandten ihre Speere und Pfeile und Spiesse gegen sie, so dass grosse Haufen von ihnen fielen. Darauf in der sechsten Stunde der Nacht kamen wilde Eber und Luchse und Tiger gegen sie. Sie waren dicker als ein Holzzaun. Sie kamen auf sie los mit grosser Schrecklichkeit und Geschrei. Darauf kamen Vögel über sie, nämlich grosse Fledermäuse, so gross wie Säulen. Sie hatten Zähne wie Menschenzähne. Mit diesen Zähnen zernagten sie die Seiten der Krieger und Helden.

56. Darauf kam ein wunderbares Tier, Distrianus genannt, grösser als ein Elefant, mit einem kleinen schwarzen Kopfe. Es scheute sich nicht, durch die Feuer zu gehen. Durch das- selbe fielen 30 Bewaffnete in der Front des macedonischen

1 duichlannad Fcs. An leg. oc airbertnugud in chatha 7 for dichlan- nad na slog?

5

66 Text und Uehersetzung.

dain. Iarom doratad dróng do gháeib 7 slegaib tréthi, co n- apad de. Dosnancatar iar tain lochaid Indecda 7 ethaite aer- dha, medith/r sinnchu iat. Ro márbtais na cet[h]n fo chétoiv 7

750 na groige 7 na halma ar chena 7 fétas dóib. Dosfan- catar iar sin fiaich aidcbide1 gar matain. Acht ni dernsat sein urcboit na fnthorgain dóib, acht tucsat iasc dóib. Caera immda isin loch conuatar. Tanic iarom matansolws doib ar sodain. Ro brised iar sin cossa 7 láma in cóicat eolach. Do-

755 ruaraid-sinm 7 forácbaithea ann sin íor cind na piast dia n- ithe colleic. It e in sin tra scéla in locha sin gussl ránic Alaxandir.

57. Lotar iar sin co tir na m-Bacthrianda. Fuaratar failte móir isin tir torthig sin. Fiche lathi doib iar sin i n-deaithe

760 oc airledru 7 oc urtnall chatha iri Poir. Secht dóib iarom, co rancatar maigen a m-boi Poir. Acht ba iri luad sid 7 córa

Treffens. 52 Mann von ihnen verwundete es. Darauf aber wurde eine Menge Lanzen und Spiesse durch dasselbe geschleu- dert, so dass es davon starb. Darauf kamen indische Mäuse und Gevögel der Luft, grösser als Füchse, über sie. Sie töteten sofort das Vieh und die Pferde und die Heerden dazu und man vermochte nichts gegen sie. Darauf kamen Nachtraben, kurz vor Morgen. Doch fügten diese ihnen weder Schaden noch Verlust zu, sondern fingen sich einen Fisch. Viele Schafe (?) waren in dem See, die sie frassen. Darauf erschien ihnen das Morgenlicht. Da wurden den 50 Führern Füsse und Hände gebrochen. Sie blieben liegen und wurden dort gelassen vor den wilden Tieren, um alsbald gefressen zu werden. Das sind die Abenteuer von dem See, an welchen Alexander gelangte.

57. Darauf kamen sie nach dem Lande der Bactrianer. Sie fanden grosse Freude in diesem fruchtbaren Lande. Zwan- zig Tage blieben sie darauf in Müsse und rüsteten den Kampf gegen Porus. Sieben Tage darauf kamen sie an den Ort, wo Porus war. Aber er war zu Frieden und Vertrag

áichide Fcs.

Text und Uebersetzung. 67

7 cairdine na sechtmnine sin 7 ni iri h&\vhertm\giul catha. Isin ámsir sin tra no bid Poir oc athchomarc Alaxandir do na miledu no bitis itir na slógu 7 ídlacib 7 cendadaib. Con\(\ aire sin tra ro gab Alaxandir erriud n-drndim do erredaib a 765 miled inime 7 ro de a t[h]lac/?i rigda 7 téit iarom co m-búi a n-dorws pupla Poir.

58. Ro ráthaig Poir iarwni 7 ro iarfaig1 cúich hé. As- bert-soni ba do muintir Alaxandir dó. Ro iarfaig1 Poir de- sirnn iarwm aicnead \\- Alaxandir 7 cid dogníd 7 cid bud maith 77u 7 cid a aes 7 in ba he oldás Poir. Atbert Alaxandir friz Poir la sodain: „Gorthi amal tírda co mór iri tenid amal cech senóir," ol se. Faelid Poir la sodain de sin, ar ba head ro himraided leó an inbuid sin cómrag ar gala enfir doib a ii-dis . i . Poir 7 Alaxandir. Ba deimin 2 la Poir tra no bris- 775 fed forsin senfer sin, ar ba hoclaech-som fessin. Asbert dino

und Freundschaft für diese Woche geneigt, und nicht zu Kampfes- beginnen. In dieser Zeit nun fragte Porus die Soldaten, welche zwischen den Heeren waren, und die Boten und Verkäufer häu- fig nach Alexander. Deshalb nahm Alexander ein unschein- bares Gewand von den Gewändern seiner Soldaten und tat seine königliche Kleidung ab und ging alsdann und kam vor das Zelt des Porus.

58. Porus bemerkte ihn alsbald und fragte ihn, wer er sei. Er antwortete, er sei einer von Alexanders Leuten. Po- rus fragte ihn darauf nach dem Wesen Alexanders und was er treibe und was er gerne hätte und was sein Alter sei und ob er jünger sei als Porus. Darauf antwortete Alexander dem Porus: „Er muss wie Backsteine gewaltig am Feuer gewärmt werden gleich einem alten Manne." Darüber freute sich Porus, denn es wurde damals ein Zweikampf zwischen ihnen Beiden geplant, nämlich zwischen Porus und Alexander. Da war es nun dem Porus klar, dass er diesen Alten besiegen werde, denn er selbst war ein junger Held. Weiter fragte Porus ihn: „Was

iarfaid Fcs. a deim Ms.

5*

68 Text und Uebersetzung.

Poir fm: „Cid lat? na décha aes dun iar sa,mail?" „Gan a fis dám-sa," ol Alaxandir „mílid díndim dia míledaib adamcóm- naicc. Nidam comarlid1 dó, ni fedar a airess na a aes na cia

780 met m-bliaffom is slán2 dó."

59. Scribthar la Poir isin uair sin eipstil co m-bágaib 7 tómthaib 3 7 ironaib innti, 7 atbert fro hAlaxandir rom bia log lais, dia roisse^ uad co hAlaxandir in eipsfol Ro thingéll Alax- andir co mór co roissed lais, 7 nir ba andsam a ni sin.

785 Dolluid Alaxandir iavom i n-airlégund a eipstle 7 iarna légud (ro fócrad 0 Phoir lor Alaxandir cómrag marcach doib a n-dis): „No raigeb tra," ol Alaxandir „ár dorinde úrdálta dímm." CWdrecat iar sin cómrac dessi for echaib. Iss ed doróine Alaxandir, ó rus geoguin Poir, dosfairtestar iarom Ami-

meinst du? ist nicht unser Alter das gleiche?" „Das weiss ich nicht," sagte Alexander, „ich bin ein unbedeutender Soldat von seinen Soldaten. Ich bin keiner von seinen Ratgebern, ich kenne weder seine Geschichte noch sein Alter noch welche Anzahl von Jahren er zurückgelegt hat."

59. Zur selbigen Stunde ward von Porus ein Brief ge- schrieben mit Drohungen und Einschüchterungen und Spott darin, und er sagte zu Alexander, er solle eine Belohnung er- halten, wenn der Brief von ihm an Alexander gelange. Alex- ander versprach nachdrücklich, dass er durch ihn hingelangen werde, und das war nichts Schweres für ihn. Darauf ging Alexander fort indem er seinen Brief las, und nachdem er ihn gelesen, (Alexander wurde von Porus zu einem Zweikampf zu Pferde aufgefordert) sagte Alexander: „Ich werde es an- nehmen, denn er hat es mir unumgänglich gemacht." Dar- auf treffen sie zum Zweikampf zu Pferde zusammen. Dies ist, was Alexander tat, als Porus ihn verwundet hatte, es kam ihm darauf Amirad, ein Bursche Alexanders, ein thessalischer

1 comarlig Fcs.

- Vgl. in tan raptar slána da bliadain Tog. Tr. 747.

8 cómthaib Fcs.

Text und Uebersetzung. 69

rad . i . gilla Alaxandir . i . in marcach Tesalda 7 ron geoguin 790 inti Poir 7 ron anacM Alaxandir iarna guin a n-inchosc a choscair. 7 ro laad ár scéithecda isin cath sin.

60. Iar sin tra ro giall inti Poir do Alaxandir ann sin 7 ro faillsigestar a histadu uli do Alaxandir 7 dorat asccada mora 7 dia maintir. Ba cara ann sin do M&icedontaib inti 795 ba náma doib remi. Ro chumdaig Alaxandir iarom da cha- thraig isin tir sin . i . Alaxandria Acorus 7 Alexandria Buice- fáile equi . i . Buicefális ainmm in eich ro marbad fái-sium, o

ra hainmnigeiZ in chathm'r sin. Doróglastar Alaxandir iarom Adresta 7 Catinós 7 Gangaritás. Mor tra in uaill 7 800

61. [p. 211 a:] Is ed tra dorirnther isind epistil1 Alaxandir, cein ro bui2 Alaxandir a nirt, comoralta epistle etorru 7 Din- dim, ri na m-Bragmawda. 3 0 ro chuala Alaxandir scela a comairberta4 bith 75 ro bo dibrethi aichne lais, conid and

Reitersmann, zu Hilfe und verwundete Porus und rettete_AJex- ander nach seiner Verwundung zum Zeichen seines Sieges. Und es wurde eine Niederlage in diesem Kampfe ange-

richtet.

60. Darauf huldigte Porus dem Alexander und öffnete ihm

all seine f, und gab ihm und seinen Leuten grosse l\

Geschenke. Da ward derjenige den Macedoniern ein Freund, der zuvor ihr Feind gewesen war. Darnach baute Alexander zwei Städte in diesem Lande, Alexandria apud Porum und Alex- andria Bucephali equi (Bucephalus war nämlich der Name des Pferdes, welches unter ihm getötet worden war, nach dem diese Stadt genannt wurde). Darauf vernichtete Alexander die Adraster und Catiner und Gangariten. Gross war der Stolz und ....

61. Folgendes wird in dem Briefe Alexanders erzählt, dass so lange Alexander mächtig war, Briefe zwischen ihm und Dindimus, dem Könige der Brahmanen, hin und her gingen. Da Alexander Berichte von ihrer Lebensweise gehört hatte und er (nur) mangelhafte Kenntnis (davon) besass, da wurde

1 indeipsiiZ R. z cein bói R. 3 inna mbragmanda R. * chom- airberta Fcs. comairberta R. 5 ocus om. R.

70 Text und Uebersetzung.

805 sin ruccad epistil uad do Díndim, na m-Brágrmmda, co n- cicsed-side * tesmolta a n-daine 7 a comairberta bith 7 asr cnam ind ecna2 7 na fellsamd«c/iia 3 dognitis4 do aisnés,5 co m-bad6 innt[s]anilaigthe 7 a m-bescna-som8 essium'9 dia m- bad assa10 do etir. 7 atbert11 ba fóglainntid 1 2 béscna 7 fell-

810 som13 he asa macbrataib 14 7 asa naidendac/ii. lft 7 asbert diwo16 narba17 cóir dichleth18 ind ecna19 7 20 na fellsamdacfi- ta,21 ar ni digbail doib a relud22 7 a23 failhmgud fo chos- mailÍMS chonnli2i na sutmille; ar digaib25 a sollsi-sitte,26 cia twTgaibther27 7 cia annait/ier connli aile friu. CacÄ28 mod

815 diwo29 on imluaiter30 7 on imraiter31 ind ecna,32 is tormach

ein Brief von ihm an Dindimus, den König der Brahmanen, gesandt, damit dieser ihm die Einzelheiten von ihren Leuten und deren Lebensweise erzählen möge, und um den Gang der Weisheit und der Philosophie, welche sie übten, zu berichten, so dass er ihre Lebensweise vergleichen könne, wenn ihm das überhaupt leicht wäre. Und er sagte, dass er selber ein Lerner der Moral und ein Philosoph gewesen sei von Kindes- beinen an und seit seiner Jugendzeit. Und er sagte ferner, dass das Verheimlichen der Weisheit und Philosophie nicht recht sei, denn ihre Bekanntmachung und ihre Veröffentlichung sei keine Verminderung für sie, ähnlich einer Kerze oder einem Lichte; denn ihr Licht vermindert sich nicht, obgleich davon genommen wird und obgleich andere Lichte daran angezündet werden. Auf welche Weise auch die Weisheit behandelt und besprochen wird, es ist eine Vermehrung der Philosophie und des Wissens für den, welcher sie behandelt und für den, dem

1 conécsed! R. 2 indecnae R. 3 na fellamdachta R. * do- gnidis R. 5 aisneis R. 6 comad R. 7 inntsamlaighthe R. 8 dam- bescnaisium R. 9 esem R. 10 asamail R. " isbert R. 12 fo- glainntig Fcs. foglaintidh R. 13 fellamdachta R. 14 macbrathaib R. 15 noidentacht R. 16 d&na R. 17 naruo R. 18 dicleithe R. 19 na hecna R. 20 ocus om. R. 21 na feil- R. 22 retlad R. 2S nacha R. ■* coindle R. 25 digbaid R. 26 asoillsi R. 37 turcbaither R. 28 cech R. 29 dono R. ;,ü onimluaiter indecna R. 31 ocus onimraiter om. R.

32 indecna om. R.

Text und Uebersetzung. 71

bescna 7 eolais1 donti luaides 7 frisa luaiter. 2 7 ro gáid Alaxandir iarom co irecrad dia chomarcaib3 7 dia aithesc- aib* fon samla sin. Finit.

62. Asbert5 Dindinms6: „Ba uiaith fóglaimm7 ind écna,8 fobítbi 9 ar is ferr ind ecna10 diada forpthi11 oldás euch fla- 820 thias 7 cac/i n-órdan. AcM asberi-siu" ol Dindim „nidat aneo- lach12 ind13 ecna ar cbena. Ni fedaigther; u ar mad rig,15 nat16 bi ecnaid 7 na tabair taeb17 iri hecna18 7 trehgvre. Al- is dichor19 da c&ch dualaig20 gnáthaiger21 cu22 corp 7 cu22 hanmain each duine23 ind ecna24 diada. Tarrnurt-sa 25 tra" 825 ol Dindim „némfreccra 7 26 nemsenbend epistle det-siu,27 ar nidam comsulbir laburtha28 fn'tt 7 nidat uain dia n-airlégend2í) for immud30 do chatha 7 do chumleng. Acht tra araide31

sie beigebracht wird. Und Alexander bat darum, dass er auf solche Weise seine Fragen und seine Entgegnungen beantworten möge. Finit.

62. Dindimus antwortete: „Das Erlernen der Weisheit ist gut, denn die vollkommene göttliche Weisheit ist besser als jede Herrschaft und jede Würde. Aber du sagst," sprach Dindimus, „du seiest schon der Weisheit nicht unkundig. Das kannst du nicht; denn wenn du ein König bist, bist du kein Weiser und kehrst dich der Weisheit und Vernunft nicht zu. Denn die göttliche Weisheit ist eine Vertreibung alles Bösen, das dem Körper und der Seele eines jeden Menschen eigen ist. Ich beabsichtigte nun," sagte Dindimus „dir keine Antwort zu geben und keine Briefe zu schreiben, denn ich bin nicht so beredt im Sprechen wie du, und du hast keine Müsse sie zu

1 ocus eolais om. R. 2 frisaluaiter 0111. R. 3 dia imchomarc R. * ocus dia aithescaib om R. 5 isbert R. 6 dinnim R. 7 foglaim R. 8 eenae R. 9 foirbtbe R. 10 anteenae R. u foirbthi R.

12 aineolach R. 13 an R. li fetather R. 15 ri R. 16 nad R. 17 toeb R. 18 eenae R. 19 dichur R. 20 da cacb om. duailge R. 21 gnathaigther R. 22 co R. 23 cech ae R. M inteenae R. 2S tar- martsa R. 26 nemfrecra ocus om. R. 27 duitsiu R. -H comsubeis airlabartha R. 29 dianairlegund R. 30 arimutR. 31 tra om. araba R.

72 Text und Uebersetzung.

noc/ta1 herbartlia-su2 is format iri forcetlaib,3 scribabut-sa 4 830 duit5 araill do béssaib6 ar ceneoil-ni;7 ar ro8 fetar-sa ni mes- raigthe 9 adfiarlat techtaire10 ar scela-ni11 duit-siu. 12 Ar is ro- rnor isindala bali13 7 is robecc14 i n-araile,15 uair16 tormaigit17 techtaire10 0 ttmscurntib co gresach. 18 Crait-si1D tra*° bid fir a n-atber-sa 7 a n-aisnédiub do tesmaltaib21 in ceneoil22 Brag- 835 niawda, 7 mad áil det-siu, na her aichne,23 ar bid24 fir.

63. In cenel25 sa na m-Bragmawta diatam-ni"26 ol Din- dim „is27 betha gl an nempudrach nemurchoitecb 28 in bethu29 hitatt.30 Ni sanntaiget ni acht a n-atcuindig31 aicned cen for-

lesen bei der Menge deiner Schlachten und Kämpfe. Indessen damit du nicht sagest, ich missgönnte dir die Belehrung, werde ich dir etwas von den Sitten unseres Volkes schreiben; denn ich weiss, dass die Boten dir übertriebene Berichte von uns erstatten. Denn an dem einen Orte ist es sehr gross und sehr klein an einem andern, weil die Boten beständig nach (ihren) Erfindungen vergrössern. Glaube aber, dass was ich sagen werde und was ich erzählen werde von den Einzelheiten des Brah- manenvolkes wahr sein wird, und wenn es dir beliebt, so lass dich belehren, denn wahr wird es sein.

63. Dieses Volk der Brahmanen, von dem wir sind," sagte Dindimus „führt ein reines harmloses unschädliches Leben. Sie begehren nichts als was die Natur erfordert ohne Uebermass dabei. Sie sind duldsam und nicht verzweiflungsvoll. Keinen Ueberfluss oder Geschenke begehrt dieses Volk. Sie sind dank- bar für die Früchte der Erde, ohne das Land zu bebauen, ohne Fürsorge. Die Leute dieses Volkes erdulden weder Strafen noch

1 nach R. 2 erbartasu R. 3 forcetlaid R. * scribfatsa R.

5 duitsiu R. 6 besaib R. 7 arceneoilne R. 8 do R. 9 mes-

raighte R. 10 techta R. 11 ar scelaine R. 12 duit R. 13 baue R.

u robeag R. 15 iaraile Ms. araile R. 16 ar R. a tormaiget R.

18 cogres R. '9 craitsiu R. 20 tra om. R. "x tesmoltaib R.

M ceniuil R. 28 na beraichni R. 24 bud R. as ceneol R. 26 dia-

taimne R. 27 as R. 28 nemurchoitecb om. R. 29 betha R. 30 in- atat R. 81 acuinnig R.

Text und Uebersetzung. 73

craid fair. * Is at anmnotaig 2 7 nidat derchoi[n]tig. :i Ni chuin- cet4 téti5 na comai6 in cenel7 sa. 8 At9 buidig do thorthib10 840 in11 talm«w cen tir-frecur-ceill , * 2 ecu frithgnam. Ni fulngat dáine in ceneoil sin13 tódernuma14 na piana na imtochta, 15 fo bith ar ni bit cinaid foraib. Fáilte inesraigthe leo do gres 7 slainte neniaidilcnech 0 legessaib. 1 K Ni chuindig nech dib17 iortacht o'raile18 i n-nach dail,19 ar bitb ni bi fWthorcuin20 0 845 ncocb dib di araile. Ni cbuindig nech ni o'raile dib, fo bith21 ar is inand a soramatu22 7 is cutnimma23 a n-dommatu. 24 Ni bi fodprd do neoch25 dib di arali,26 ar ni derscaig nech27 dib di28 araile. Is ed dosgni29 spmina30 uli.31 Ni aidling- cet32 0 nac/iaib rechtaib na fúiglib na brethemnacMai&,32 acht 850 recht n-aicnid namma. 34 Ni aidilcniget 35 0 nacA airchisecht, ar ni bit cinta na targabala. 36 Ni bit37 hicca38 na dligeda

Qualen noch Seelenwanderung, weil keine Sünden auf ihnen sind. Massige Freuden sind stets bei ihnen und Gesundheit, welche keiner Heilmittel bedarf. Keiner von ihnen sucht Hülfe bei einem andern in irgend welcher Weise, weil keine Ver- letzung von einem gegen den andern vorkommt. Keiner von ihnen sucht etwas von dem andern, weil ihr Reichtum derselbe und ihre Armut gleich gross ist. Keiner murrt gegen den an- dern, denn keiner zeichnet sich vor dem andern aus. Das ist es, was Alle reich macht. Sie bedürfen keiner Gesetze, noch Urteile, noch Schied spräche, ausser dem Gesetz der Natur allein. Sie bedürfen keines Erbarmens, denn es kommen keine Sünden noch Vergehen vor. Sie haben keine Bussen noch Satzungen,

1 fair om. R. 2 is ainmuetaig R. 3 derchointig R. * ni

cuinnged R. 5 teite R. 6 coemnai R. 7 in cheneoil R. 8 sa om. R. 9 it R. 10 tairthib R. " an R. ia frecar tir ceill R. 13 si R. 14 todernama R. 15 immtechta R. 16 legisaib R. 17 dib om. R. 18 co araile R. 19 onachmudh R. '20 frithorcain R. 21 ar bith R. aa somata R. '23 cutruma R. 24 domata R. 26 neuch R. 26 diaraile R. 27 neach R. 28 di om R. 29 dogni R. 30 soma R. 31 uili dib R. 8a aidilcniged R. 33 na brethemnachtaib om. R.

34 acht nama recht naieuid R. 3S aidligniced R. 36 tairgabala leu R. 37 nbit Fcs. ni bid R. 38 icca R.

74 Text und Uebersetzung.

accu, fo bitli nat filet1 ciuta leo; fo bith in bali2 a in-bit hicca,3 is at cintach4 na hi iccait,5 ar is dar esifi cinad7 7 s

855 pectha icaitoV9 phech. 10

64. Ni11 saothraigem 7 ui11 threbam12 tra," 13 ol Dindim „ar is adbar sainnte saethar 7 14 trebad, 7 15 is tWa saint16 fásas17 format 7 immargal. 1 8 Ni biamm19 nidus ii-dochraid. Is nemphni20 7 is nemada lind21 tregdad in talma« 0 nac/i

860 dáil.22 Ni tregdand socc na coltar na rámund23 talmam24 lind. Ni taircellam25 damu26 fo chuinge na carru na skjetu.27 Ni chaithem28 feolai. 29 Ni indlium30 for31 iascu na eltai32 na eonu33 lina na gosti na aircéssa34 na cuithechu. 35 Do- thidnaic3(i in tsdam dun chena37 ar n-accor38 7 ar lordataid

weil es keine Schuld unter ihnen gibt; denn dort, wo es Bussen gibt, da sind diejenigen, welche büssen, schuldig, denn für Schuld und Sünde wird die Strafe verbüsst.

64. Wir arbeiten nicht und bauen auch nicht," sagte Din- dimus, „denn Arbeiten und Bauen ist die Veranlassung der Habsucht, und durch Habsucht erwächst Neid und Zwist. Wir leben nicht in schimpflicher Weise. Es ist unerhört und un- erlaubt bei uns, die Erde in irgend welcher Weise zu durch- bohren. Weder Pflugschar noch Kolter noch Spaten durch- schneiden bei uns den Boden. Wir spannen nicht Ochsen unter das Joch noch unter Wagen und Schlitten. Wir essen kein Fleisch. Wir stellen den Fischen oder Heerden oder Vögeln keine Netze noch Schlingen noch Fallen noch Gruben. Die Erde gibt uns schon unser Begehr und unser Genüge und

1 deithbir on ar ni bit K. 3 ar baile R. 3 ica R. 4 cin- taig R. 5 icait R. 6 taréis R. 7 cinaid R. s 110 R. 9 icther R. 10 pennait dogres R. " nocha R. 12 trebam R. ,8 tra om R.

14 no R. « ar R. 16 treotha R. 17 tic R. 1S imargal R.

19 biam R. '20 nempni R. 21 leinw R. 2- onacb ndail R. 23 ra- mann R. -' talam R. 25 tairchellam R. 26 duma R. '" slaotu R. 28 chaithim R. 29 feolu R. :i0 hindlim R. 31 ar R. 32 alltu R. 33 na eonu om. R. ;u airchesa R. 35 na cuitbechu om R. 36 do- tidnaig R. 37 dun cbena om. R. 38 acor R.

Text und Uebersetzung. 75

7 ar fplortnaid1 trin rath 7 dánugud dé. Ni frecuirem céil 865 dmo"2 ol Diudim „o fothraict[h]ib3 teeib4 na iüaraib, acht gn'an d' ar tégad5 7 bróen6 diar nige. Ni chuingein nach lennand,7 acht usee8 soimnblasta sithalta do dhig for ar m-biadaib9 do airdibad hittad namma. Uair cat'// liud soinesotha Ul is descaid dermait 7 in chomnesaim11 7 is ia gresacht diumais 7 cs- 870 ciallaige13 7 elscot[h]achda 1 ' 7 niitholi15 a ni sin. 1(i

65. Ni chuincem17 colcthi18 na cerchaille 11a clumderaig- the15' na brot[h]rachu2U na breecanu, acht in talam conn sraith21 trit no lomin22 amal docuirether. 23 Ni con24 tairraescann" ol Dindim „nach dethitiu25 ar chodlud,26 ar ui [p. 21 lb:] bi 875 snim na immluad na imradud27 inar28 menm«nnaib. Ni

unsere Zufriedenheit durch die Gnade und das Geschenk Got- tes. Wir sorgen auch nicht," sagte Dindimus, „um heisse oder kalte Bäder, sondern die Sonne (dient) zu unserer Erwär- mung und der Regen zu unserer Waschung. Wir begehren kein Getränk ausser süssem geläuterten Wasser als Trunk zu unsern Speisen, nur um den Durst zu tilgen. Denn jedes be- rauschende Getränk ist ein Zeichen der Vergessenheit Gottes und des Nächsten und ist ein Reizmittel des Uebermutes und der Torheit und der Lüsternheit und der Bosheit.

65. Wir begehren keine Polster noch Kopfkissen noch Federbetten noch Decken noch Mäntel, sondern die Erde mit ihrer Grasschicht über sie hin oder nackt, wie sie gemacht ist. Nicht hindert uns," sagte Dindimus, „irgend welche Sorge am Schlaf, denn weder Kummer noch Aufregung noch Nachgrübeln wohnt in unserem Geiste. Keiner von uns sucht sich vor dem

1 ocus ar folortnaid om. R. "- dono R. s fothruieib R. 4 teib R. 5 diar tegad gorad R. s bróen om. R. 7 uacha lenna R. R uisci R. 9 forsna maghaib R. 10 soomesethea R. " chómnesaib Fcs. chom- nesainib R. ia is om R. 13 esciallaigthe R. 14 elscothachtha R. 15 mitoli R. 1S iunisin R. ,7 cuinwgim R. 18 coilti R, na om. R. 19 clumdeirgthe R. '20 brothrachu R. ai sreith R. aa lom R.

23 dochuirither R. '2i nochanar R. 2S nach ndethitiu R. -6 cod- lud R. 27 na imradud om. R. "28 nar R.

76 Text und Uebersetzung.

cuindig nech uan derscugud di araile, ar is aenfolod1 7 aenad- bara dun uli 7 aendia3 doroine. 4 Fognait ar cuirp do reir ar n-anman 7 ar merman.5 Cid dia n-derscaigfed6 nech uan7

880 di araile? Ar is aendia3 ar n-athair8 ulichumac/^ach donro- sat9 dia reir 7 dia thoil, 10 ut supra, diximus.11 Nir ba marb12 mac ria athair13 na ingen ria14 mdthair ocaind riarn. Ni ber- bamm salla na cárnai. 15 Ni chunidaigem mura na paláti16 na tegdaise rigda na indse for uscib. Ni aithergern17 na duilc

885 acht nos lecam amal fosracaib dia. Cowtuilem i n-uamaib tirma talmawdai18 amal dorosait19 dia dún 7 bid iat-siVZe20 bidat21 tuilg22 adnocuil dib-se23 iar bar n-ecaib.

66. Ni chuingem24 édaige derscaigthe, acht dítin parr-

Andern hervorzutun, denn wir bestehen Alle aus einem Stoff und einem Material, und ein Gott hat uns geschaffen. Unsere Leiber dienen nach dem Willen unserer Seele und unseres Gei- stes. Wodurch sollte sich einer von uns vor dem Andern her- vortun? Denn ein Gott ist unser allmächtiger Vater, der uns nach seinem Wunsch und Willen erschaffen hat, ut supra dixi- mus. Niemals ist bei uns ein Sohn durch seinen Vater noch eine Tochter durch ihre Mutter getötet worden. Wir kochen kein Salz und kein Fleisch. Wir bauen keine Mauern noch Paläste noch Königshäuser noch Inseln auf den Wassern. Wir verändern die Geschöpfe nicht, sondern lassen sie, wie Gott sie uns überlassen hat. Wir schlafen in trockenen Erdhöhlen, wie Gott sie für uns geschaffen hat, und diese werden einst nach eurem Tode eure Grablager sein.

66. Wir begehren keine prächtigen Kleider, sondern nur die paradiesische Hülle zum Schutz unserer Scham. Wir begehren

1 oenfolad R. a oenadbar R. 3 oendia R. * doroni R. 5 ar menman ocus arnanmain R. 6 cid dia inderscaigfed R. 7 nech uan om. R. s arn ora. R. 9 doroini R. 10 toil feisin R. " sicut dix- mus R. 12 niromarbrtd R. 13 rianaathcm* R. 14 riana R. 15 carna R. 16 palaiti R. 17 aitbiraigim R. 18 talmandaib tirmaib R. 19 dos- ratait R. '2U bitadsade R. 21 badat R. 22 tuilc R. M duibse R. 24 cuindgem R.

Text und Uebersetzung. 77

ckista1 do din ar feli. Ni chuingem armu cumdacMa,, ar is tormach naire. Ni chuingem coemchlód aicnid. 2 Ni filet 3 co- 890 _lai na pectha na adaltrasa4 lind. Is ar accuras5 clainde in tan cowdrecunim fW ar sétchi. 6 Ni filet7 immdergtha 8 na imchainte 9 na écnaige na adchosana10 lind. Ni thechtam serccai11 acht serccai12 dethbiri13 7 craibdechu. 14 Ni ber- thar15 torathair na togluaiste lind. Ni errocAiatar16 lind17 895 fuasnadu na ferga18 na michride. 19 Ni ro marb20 noch uann21 aroli riam. Ni ferthar22 catha na coctbi na congala lind 0 duthrachtaib25 na 0 bésaib na 0 mignimu. 24 Ni ar forecin lenmait isnaib rechtaib donrosat25 dia. Ni déntar tairchetla na fáitsine lind, ar ninbeir26 acht hus toltanach. Ni27 hannsa lind 900 twstide28 ar mac na ar n-ingen oldás in duine imec[h]trach 29 di ar n-genél.

keine verzierten Waffen, denn das ist eine Vergrösserung der Schande. Wir suchen keine Veränderung der Natur. Es gibt bei uns weder Blutschande noch Sünde noch Ehebruch. Es geschieht aus Verlangen nach Kindern, wenn wir mit unsern Weibern zu- sammenkommen. Hohn oder Gespött oder Schmähungen oder Vorwürfe kommen bei uns nicht vor. Wir haben keine Liebe ausser der erlaubten und gottesfürchtigen. Es werden keine Un- geheuer noch Missgeburten bei uns geboren. Nie haben sich bei uns Wut oder Zorn oder Missgunst erhoben. Niemals hat einer von uns einen andern getötet. Weder Kämpfe noch Streitig- keiten noch Hader gibt es bei uns, aus Verlangen oder Gewohn- heit oder Schlechtigkeit. Nicht gezwungen folgen wir den Ge- setzen, welche Gott uns gegeben hat. Es geschehen keine Weis- sagungen noch Prophezeiungen bei uns, denn eine solche sagt

1 pardasta R. 2 ni chuinngem cloemclod aicnid dun R. 3 fai- lit R. 4 edrad R. 5 ocras R. 6 seitchib R. 7 fuilit R. s im- derctha R. 9 na imchainte om. R. 10 na adchosana om. R. " serc- cai om. R. ia serca R. 13 defiri R. 14 craibdechta R. 15 ber- thair R. 16 nerrac/ttatar Fcs. ni erracht R. 17 lind om. R. 18 ferca na fuasnada R. 19 na michride om. R. m&rhaä R. -1 dind R. 22 uferthar Fcs. i3 duthrachtaib R. M gnimaib R. 25 doronsat R. 26 ninbeir R. "27 nicon R. -8 tuistige R. -9 induini imechtracha R.

78 Text und Uebersetzung.

67. Ni chumdaigem adnocla na duma for marbu1 na templu hidal na avmcht. Ni thabruinin cisa na dligee?2 do demnaib na d' ídlaib 3 amal dobertbi-se. Ocus ámo 4 is fn'a 5

905 bar pianad uodessin6 gartbi-si7 na deoa8 sin dia n-adarthái.9 Nidat dee-sium10 etir,11 acht it12 riagaire13 duib-si etir fog- nam 7 miiartaige. Dobmit14 catba 7 cowgalu 7 téti 7 dímaine 7 saint,15 forluamain16 7 adaltras,17 inglaine 7 croes18 7 roe- baidecbt dúib-si triana n-adrad. Coillet19 bar cialla 7 bar20

910 n-intlechta, ar cid síd 7 córa doberthar21 dúib,22 bid debaid sin, uair23 dobarcoillet-som dogres. Is ed dorímet bar24 fi- lid-si25 bar24 ferga 7 bar24 sánta 7 bar24 n-eslaine mewman

uns nichts als was willkührlich ist. Nicht mehr geliebt sind bei uns die Erzeuger unserer Söhne und Töchter als der Mensch. der unserem Volk ein Fremder ist.

67. Wir bauen weder Grabstätten noch Grabhügel über den Toten noch Tempel für Götzen oder Götzenbilder. Wir geben den Dämonen oder Götzen keinen Zins noch Abgabe, wie ihr es tut. Und dazu ist es zu eurer eigenen Qual, dass ihr diese Götter anruft, zu denen ihr betet. Es sind das über- haupt gar keine Götter, sondern eure Peiniger durch Dienst und Misserfolg. Sie bringen euch Kämpfe und Streitigkeiten und Ausschweifung und Eitelkeit und Begierde, Ulistätigkeit und Ehebruch, Unreinheit und Gier und Gefrässigkeit dadurch, dass ihr sie anbetet. Sie richten eure Sinne und euren Verstand zu Grunde, denn obgleich euch Friede und Vertrag entgegengebracht

1 marbaib K. '2 dligeda R. 3 na d'idlaib om R. * dino

om R. 5 as ar R. 6 feisin R. 7 dogairthisi R. 8 demna R.

9 adairthisi R. Hier hat LBr. folgende Liste der zehn Hauptgötter mit ihren Attributen: rossamm aper hirctts columba noctua farra (.i. ith) popukis Cupidini Marti Bacho Hiuno»« (hier hat der Abschreiber das ni seiner Vorlage als m gelesen) Hioui Appolloni Ueneri Minerua Cereri Hercoli. I0 esem R. ia etir om. R. vl it om R. 13 riagai-

reifta R. 14 doberaid R. 15 dimaine ocus saint om. R. fo-

luamain R. 17 etrad R. 18 ocus croes om. R. 19 coillit R.

20 for R. -1 dobertar doberthar R. '22 duibsi R. 23 ar R.

24 for R. 25 filedasi R.

Text und Uebersetzung. 79

7 * har 2 frithaire ic dethitiu 3 in domain dogres. Doberat duib 4 immad craes 7 raebaidechta 7 etraid 7 r> cinad 7 tiirgahala. '' Nos berat7 for sálachdúthrac/tóa 8 7 utraaille bar2 mewman o 915 nim co hiifernd. Is bádws9 ]a bar10 íi-démnu éttorthige J 1 bar crabuid 7 a diniainche,12 ar is cuilech bar2 crabud 7 13 is todérnmnaeh bar m-botlia. ' ' Ni sidachach cumsantach bar m- l)ethaninas."15 Finit.

68. „Masu sinde tra is écorach amal doedi-siu, a Din- 920 dim,16 ol Alaxandir „it Bragmawda a n-aenur adat17 dáine18 dligtecbu isin domun. Acht indar19 linde is ámlaid atatt20 Bragmanda amaZ bitis21 erranta22 ind fola23 corpda: a n-as anaicenta namma is ed cowdaiget. Is col leo tra24- ca,ch a n-denum-ne. Is ar chol25 dorimther leo dim ar n-airberi2G 925

wird, wird es Streit, weil sie euch fortwährend verblenden. Das erzählen eure Sänger, dass euer Zorn und eure Begierden und eure Geisteskrankheit und eure Wachsamkeit stets um die Welt sorgen. Sie bringen euch grosse Gier und Gefrässigkeit und Unzucht und Sünde und Uebertretung. Eure schmutzigen Wünsche und die Unstätigkeit eures Sinnes bringen euch vom Himmel zur Hölle. die Unfruchtbarkeit eures

Glaubens und seine Nichtigkeit bei euren Dämonen, denn euer Glaube ist sündhaft und euer Leben qualvoll. Nicht friedlich und ruhig ist eure Lebensweise." Finit.

68. „Wenn demnach wir ungerecht sind, wie du erzählst, 0 Dindimus," sagte Alexander, „so sind die Brahmanen allein in der Welt gerechte Menschen. Aber uns will es scheinen, dass die Brahmanen so sind, als wären sie Teile des Blutes im Körper: nur das, was unnatürlich ist, begehren sie. Sie halten aber für Sünde Alles, was wir tun. Als Sünde wird uns von ihnen un-

1 ocus om. R. a for R. 3 ac deithitin R. 4 duib om R.

5 craes ocus om. R. 6 targabal R. 7 nobarbérat R. 8 for-

saluch duthracbtaib R. 9 badbas R. 10 far R. " etoirrthaige R.

18 addiwmaincbi R. 13 ocus om R. Ji ambethemnass R. 15 ni bethamnas om. R. 1G a Dindim om. R. 17 atatt R. 18 dáine om. R.

19 dar R. 20 atatt om. R. M betis R. M erandai R. "2S in- dofol« R. -4 tra om R. 3B col R. -6 darndairbert R.

80 Text und Uebersetzung.

bith 7 ar fógnani do dúlib l 7 dia dágnióinib. Ni ni leo nach raet2 acht a tesmolta fodéin. Is3 diar pianad doguiani deou4 dún no is5 ar format fro dia. Is ed atber Dindim 7 ni fir ón ém, ar ni format linde ina fil oc dia, ar is iat a6

í)30 dúile 7 a dágmáine nontirgnat 7 norforgnat. 7 Mad as mo 8 brethemnac/^-sa immoro,"9 ol A\axandir10 „is11 dásacht 7 ni12 iellsamdacht in tesmailt si uli13 na m-Bragmawda asber14 Din- dim dinne."15 Finit.

69. „Ni do aitrebtadib 1 6 in betha frecnairc dúinne" ol Din-

935 dim „amaZ17 asbere-siu, a Alaxandir, acht aes18 celide isin bith atá[n]comnaic. 19 Ni gaib20 em21 forbba nach dues22 isin bith, ar ata ar n-athardai diles23 ar ar cind .i. nem cona sostaib 7 fochracib, fo bith ar ni briset24 cinaid na targabala, gaite

sere Lebensweise und dass wir den Geschöpfen Gottes und sei- nen Woltaten dienen, angerechnet. Nichts gilt ihnen für etwas als ihre eigenen Eigentümlichkeiten. Zu unserer Pein machen wir uns Götter oder aus Neid gegen Gott. Das ist, was Din- dimus sagt, und wahrlich, es ist nicht wahr, denn wir haben keinen Neid gegen das, was durch Gott ist, denn es sind seine Geschöpfe und seine Woltaten, die uns und die uns

dienen. Nach meinem Urteil," sagte Alexander, „sind alle diese Einzelheiten von den Brahmanen, die uns Dindimus erzählt hat, Verrücktheit, und nicht Philosophie." Finit.

69. „Wir gehören nicht zu den Bewohnern dieser Welt," sagte Dindimus, „wie du sagst, 0 Alexander, sondern wir sind Gäste in dieser Welt. Wahrlich, kein Besitz in dieser Welt erlangt Vollkommenheit, denn unser Vaterland ist vor uns, der Himmel nämlich mit seinen Sitzen und Belohnungen, weil weder Sünden noch Uebertretungen, Diebstahl noch Ent-

1 duib Ms. duilib R. 2 rét R. 3 acht R. 4 deo R. 5 is

om. R. 6 na R. 7 norfognat R. 8 moo R. 9 iuiora R. 10 ol Alax. om. R. » no as R. 12 nf om. R. 13 uli om. R. 14 is-

hert R. indso R. 18 aittrebtaidib R. 17 amal om. R. 1S as R. 19 atancomnaic 11. gab R. M am R. « ndiles R. a3 diles om. R. -4 ninbrisit R.

Text und Uebersetzung. 81

na braite na éthig na forécni s&wlaid. At rédi ar cowara1 for2 ar cind, ar nis dorrthoiget '•'' ar mígnímrada.4 Dorosait dia 94<> a brechtmd5 forsin domun dia dúilib 7 dainib 7 tomaltaib. Intí mesraiges a thuari6 7 a thomailt7 do each, is e donrat do saerbrath. [p. 212 a:] Ni8 deni ni fornidech9 dogni ar mug- saine díles do dia 7 doine. 10

70. Is lib-si11 fessin" ol Díndim íri \\A\axandir „in chair12 945 doralais inar leth-ni, 7 sinde umal do dia 7 do13 dainib ni denamm erchoit. u Rop hi15 tra16 a epert, dethitnigther dia donaib17 talmawtaib;18 7 ni head dognithi-si on, acht dognithi dee dib19 fessin 7 cunidaigther tenipuil 7 20 altoire lib-si doib do chlochaib 7 crandaib.21 Atrobarthar22 cet[h]ra 7 édperta23 950 lubaide lib-si forsna haltorib sin dia for n-demnaib 7 idlaib24

Wendungen noch Lügen noch Vergewaltigungen uns so brechen (besiegen). Unsere Wege vor uns sind eben, denn unsere Misse- taten machen sie nicht uneben. Gott hat seine Mannichfal- tigkeit seinen Geschöpfen und Menschen und Speisen auf der Welt angeschaffen. Derjenige, welcher einem Jeden seine Nah- rung und Speise zumisst, der hat sie uns aus edler Absicht gegeben. Er tut nichts Missgünstiges (gegen uns), wie unsere eigene Sklaverei gegen Gott und Menschen tut.

70. Bei euch selbst," sagte Dindimus zu Alexander, „liegt der Fehler, den du auf unsere Seite gelegt hast, und wir sind demütig gegen Gott und tun den Menschen keinen Schaden. Es war aber davon die Rede, Gott werde von den Irdischen belästigt; aber das ist nicht, was ihr tut, sondern ihr macht euch selber Götter und baut ihnen Tempel und Altäre von Stein und Holz. Ihr bringt Opfer von Tieren und Pflanzen

1 aracora R. 2 ar R. 3 doroethiget R. 4 mignima R.

5 brectrad R. 6 tuara R. 7 tomailt R. 8 nin R. 9 foirmtech R. 10 do dia condarcart dia ocus daine R. u imoro add. R. Ia an-

cair R. l3 do om. R. 14 nach nerchoit R. ,5 robi R. 16 im- orro R. 17 donaib R. doinib LBr. Fcs. 18 talmannaib R. 19 daib R. 20 tempuil ocus om. R. '21 do-crandaib om. R. as edbarthar R.

23 edbarta R. 24 dia fornidlaib R.

6

82 Toxt und Uebersetzung.

foil) doronsat1 bar n-athri2 7 senathri. 3 7 4 doberat sin piana diiulachta 7 riagu tenntigi dermara. Is inand fo bith r> in t-8 idaladartha7 sin: is dásacht a n-dognithi-si 7 atbar8 dásach-

955 taig fen iarsinni nat bid9 do reir dé; ar is e in t-aendia 7 in firdia 7 in firbrithem, 10 boi oc tepersiu11 der icafor cainiud.12 Conid aire doberthar piana ilardha 13 duib-si 14 ar bar somma- taid 7 ar bar cintaib fo chosmailiMs Salamoni 15 7 Celadi &mal dorimet16 bar17 rimeri 18 7 bar17 senchaide-si sin." Finit.

960 71. „In ead dobargni-si fjndbethach 7 feeMnach" ol Alax-

andir iri Dindim „beitb19 isin athardhu itaid? uair20 na fil21 athaigid cbucaib22 na uaib23 7 diwo24 na fil25 sochmatu26 lib

auf diesen Altären euren Dämonen und Götzen dar, wie eure Väter und Grossväter getan haben. Und diese geben (euch) unerträgliche Qualen und gewaltige feurige Martern. Es ist dasselbe wegen dieser Götzenanbeterei: es ist Wahnsinn, was ihr tut, und ihr selbst seid wahnsinnig deswegen, weil ihr nicht nach dem Willen Gottes lebt; denn er ist der eine Gott und der wahre Gott und der wahre Richter, welcher Tränen ver- gossen hat, da er euch bejammerte. Deswegen werden euch viele Strafen zu Teil werden wegen eures Reichtums und wegen eurer Sünden, gleichwie dem Salmoneus und Enceladus, wie das eure Dichter und eure Gelehrten erzählen." Finit.

71. „Ist es das, was euer Leben schön und euch glück- lich macht," sagte Alexander zu Dindimus, „dass ihr in dem Vaterlande lebt, in dem ihr euch befindet? da doch kein Besuch zu euch noch von euch geht und da ihr ferner nicht im Stande seid, Stahl, Eisen oder Erz oder Silber oder Gold zu machen. Es wird aber als Vorzug und

1 doronsait R. - farnaithre R. :i farscanaithrc R. 4 ocus om. R. 6 füliitliin R. ° an R. "' idaladarta R. * atabar R.

" bi Fcs. bid R. 10 firbrethem R. u teipirsin R. 12 icafarcai-

nedse R. 18 ilarduib R. 14 duib R. 1S sailemoin R. 1U dori- med R. " for R. IS rimiri R. in bith R. ar R. -1 fail R. 28 cucaib R. -:i na uaib om. R. -' dino om. R, -5 fail R.

28 sochmata R.

Text und TJebersetzung. 83

denma tinde, iairnd1 na uma2 na airg#3 na oir. Atrimtho- iarom ar febsa 7 ar combagataig4 dúib-se5 a ni is ecen duib. It6 for cosmailsi7 dmo8 fri necb bis i cwmrig9 na i10 carcair. 965 Is hi11 for12 carcair-si diwo13 7 for cuimrech14 aiaenta, nach fili:' sochmatu16 lib bi fnsu na torthigi18 sechtair. Ni19 cét- anms frecor ceil na trebad in talmaw lib, ar ni fil iarn lib20 fna thepi21 7 fna dluige. AmaZ22 cet[h]ra diwo23 for lubib talma«, 24 is zmlaid sin atáid-se. 25 Is ed dogniat ind [fjell- 970 saib in tan nád fágbat26 feolu,27 etbait in28 fínemain na brénci29 na crand crin na araile sástai in talmaw ar cbena. Is hi tra in focbraicc30 dia n-digba necb ni den31 airbert bith 7 din32 choemna33 conuic do tbomailt34 7 ni hinund 7 ni nát35 roich 7 nát36 cumaing waial atáid-si. Is37 amlaid atáid-si tra 97f>

von euch angerechnet das was euch notwendig ist. Ihr seid daher einem Manne gleich, der in Banden oder im Kerker ist. Das ist euer Kerker und eure natürliche Fessel, dass ihr in der Gegenwart keinen Reichtum habt noch Fruchtbarkeit für die Zukunft. Zunächst habt ihr keine Pflege und keine Bebauung des Bodens, denn ihr besitzt kein Eisen um ihn zu pflügen und zu spalten. Wie das Vieh auf den Kräutern der Erde, so seid ihr. Das ist, was die Philosophen tun, wenn sie kein Fleisch haben, so essen sie Weinreben oder oder dür-

res Holz oder sonst andere Nahrungsmittel der Erde. Ein Verdienst ist es, wenn Jemand etwas von dem Genuss und von dem Vergnügen, welches er geniessen kann, vermindert, aber es ist nicht dasselbe, wenn Jemand es nicht erlangen kann und nicht dazu im Stande ist, wie ihr seid. Ihr seid so

1 11a iairn R. - umaidi R. 3 argait R. * caiubaitaig R. r' dúibse om. R. ö at R. 7 cosmaile R. s dono R. 9 euimriueb R.

10 a R. 1J hi om. R. 12 bar R. 1S dono R. I4 cuimrich R.

15 fail R. 16 sochmata R. " fos R. 1S toirthige R. ,9 ni feil R. "2" lib Fcs. 21 tebe R. M am«7 bit R. -3 dino om. R. 24 fri luibib an talman R. B5 ataitbe si R. 2tí na fagbat R. -7 feoil R. 28 ind R. 29 no brence R. :iu indochraic R. 31 dond R. 8a don R. 33 coemna R. 34 atomailt R. 35 nad R. :!*5 na R. '■■'■ as li.

G*

g4 Text und Uebersetzung.

amal1 dallu 2 nad3 faicet4 ni 7 bochtu5 nadtí fágbat, uair immtliigid in dáll oen co faicend ni 7 7 toimlid 8 in bocht cen co promaid 'na fagaib.

72. Ni techtat for mna cMmtaige. Dethbv'r doib on,"9 980 ol Alaxandir. „Nistá eladu10 na ádbar dia n-denum. Nit

adaltraig11 7 nit cuilig iss ed atberid.12 Dethlwr duib13 on tra.14 Ni tóáúscsáther tola o bar corpaib tna choemna, ar it olca bar leptha15 7 it etchi na mná filet16 occaib. Ni fág- baither17 cúmdaige ségda no dwscad18 mewmain lib. Mad 985 inti19 tra20 gaibes coemnu21 dond imbud22 a m-bi23 cen son- niige de na imgaibes24 tola isin coemnu25 immbi26 is e-side27 is 28 fellsab 7 as chongbaid." 29

73. Asbert tra30 Alaxandir: „Ni fil rechtgi na trócaire31

wie Blinde, welche nichts sehen, und wie Arme, welche nichts besitzen, weil der Blinde umhergeht, ohne etwas zu sehen, und der Arme isst, ohne dass er kostet, was er findet.

72. Eure Weiber besitzen keine Schmucksachen. Das ist natürlich," sagte Alexander. „Sie besitzen weder Verständniss noch Stoff, sie zu machen. Ihr seid keine Ehebrecher und Hurer, so sagt ihr. Auch dies ist natürlich. Es werden von euren Körpern durch Vergnügen keine Begierden erweckt, denn eure Betten sind schlecht und die Weiber, die ihr habt, sind hässlich. Ihr besitzt keinen stattlichen Schmuck, euer Ver- langen zu wecken. Derjenige aber, welcher Vergnügen aus der Fülle, in der er sich befindet, zieht, ohne dadurch glücklich zu werden, oder der Begierden abweist, während er Vergnügen hat, der ist ein Philosoph und ein Enthaltsamer."

73. Alexander sagte ferner: „Ihr habt weder Rechtspflege

1 atáíd amail om. R. a dulla R- 8 nach R. * faicit R. 8 buchta R. ß na R. " ocus om. R. 8 imorro add. R. 4 deith- bir son R. 10 elatha R. " nifornadaltraig R. 12 ocus nit cuiligh add. R. ia daibsi R. ,+ tra om. R. 15 lebtha ocus far tuilc R. ,u filed R. I7 fagbaiter R. 18 duisced R. 19 anti R. 2U imorro R. 21 coemnai R. as donn imudh R. iS imbi R. 24 imgabas R. a add. R. 25 choemna R. -6 imbi R. ai esin R. 28 as R. 29 congaid R. 30 daw« R. ai trochaire R.

Text und Uebcrsetzung. 85

lib, ar ni chumgaid olc na inaith1 do gním. 2 Ataid :! -ámal íumewti ainnertmara. Atat 4 tra brcchtradu 5 7 ooemehlódu,; 0f)0 iminda lindc. 7 Atats tra brechtrad for gne nime9 7 10 ind aeor. n Ata tra12 brechtrad for gnc in13 talmaw conn tor- thib. Atat tra12 brechtr&A5 forsna14 cet[h]rfflib. Atat tra15 hrechtrad i ciallaifr 7 i n-indlechtaib 16 duinc,17 hi febaib 7 aessaib duine, ina nóiáendacht 18 ar tús,19 ina óclachws iar sin 995 7 ina sentaid20 fa déoid. 21 Mallaigther22 tra 0 lubra 7 dini- mus. 23 Ata tra24 brec/tirad forsna cotfadaib 7 forsna hulib ailib25 arpctet do2fi duino .i.27 dia28 cluassaib 7 roscaib 7 srónaib. Atat reta29 árpetet tra30 diar cluassaib i forcetlaib 7 eolits31 7 ceolaib 7 immacallam 7 nirpetet32 o súilib 33 na 1000

noch Barmherzigkeit, denn ihr vermögt weder Schlechtes noch Gutes zu tun. Ihr seid wie kraftlose Lasttiere. Es ist aber viel Maunichfaltigkeit und Wechsel bei uns. Da ist Mannich- faltigkeit in der Gestalt des Himmels und der Luft. Da ist ferner Mannichfaltigkeit in der Gestalt der Erde mit ihren Früchten. Da ist Mannichfaltigkeit im Getier. Da ist Man- nichfaltigkeit in den Sinnen und in den Verstandeskräften des Menschen, in den Begabungen und Altem des Menschen, in seiner Kindheit zuerst, in seiner Jünglingszeit darnach und in seinem Greisenalter zuletzt. Es wird von Krankheit und Schwäche verflucht. Es ist ferner Mannichfaltigkeit in den Sinnesorganen und in allem andern, was den Menschen vergnügt, nämlich seine Ohren und Augen und Nasen. Es gibt Dinge, welche unseren Ohren in Unterricht und Wissenschaft und Musik und Ge- spräch Vergnügen machen und welche Augen und Nasen nicht

1 maith na olc R. 2 dognimmh R. 3 tra add. R. ' ataid R. 5 brectrad R. B coemcloda R. 7 lenn R. 8 ata chetas R. 9 ind- nime R. 10 ocus om. R. " indaieor R. 12 dowo R. 13 an R. 14 for R. 15 ata dawa R. 16 inntlechtaib R. 17 in doini R.

18 noidentacht R. 19 ocus add. R. ao sentaid R. 21 iar sin R.

22 mallaigt/ier R. -3 diumus R. 24 tra om. R. 25 ocus-ailib am. R. 26 don R. 27 . i . om. R. 28 do R. 29 neithi R. 3o tra om. R. 31 eolaib R. 32 nipetet R. 33 osuilib R.

Text und Uebersetzung.

srónaib. Atat arailo n- * arpetet o súilib 2 i fégad cumtach 3 gémm4 lógrnar 7 nis oirfitet5 diar cluassaib na sróna. 6 Ar- petet cainbolud7 na lendann tardhai 7 na luba8 boludniá- rai9 diar sronaib 7 nirpetet10 0 súilib2 na cluassa. 1X

1005 74. Atat and dun colcthi 7 cerchaille12 7 clumdéraigt[h]i13

7 étaige srolta14 7 sirecda 7 tlachta. cacÄa15 datha. Atat dun tra16 biada17 brechtnaigt[h]i18 7 lendai sommblasta.19 Atat dún iarom20 iascai21 ilarda i m-murib22 7 lochaib. 23 Atat dim24 alma na n-alta25 i slébib2u 7 i n-dithrebaib. 27 Atat dún tra28

1010 elta én a linaib 7 gostib29 7 cuithecha*& 7 arnelaib. 30 Is cenel n-diumais31 traS2 7 formait opad33 a dán 7 a dág-

erfreuen. Andere gibt es, welche die Augen vergnügen im An- blick von Edelsteinschmuck und welche unsere Ohren und Nasen nicht erfreuen. Der schöne Geruch von Getränken oder Weih- rauch oder der duftreichen Kräuter erfreut unsere Nasen und nicht unsere Augen oder Ohren.

74. Wir haben Polster und Kopfkissen und Federbetten und Kleider von Atlas und Seide und Gewänder von jeglicher Farbe. Wir haben ferner mannichfache Speisen und wol- schmeckende Getränke. Wir haben viele Fische in den Meeren und Seen, wir haben Schaaren wilder Tiere in den Bergen und Wüsten. Wir haben auch Vogelschwärme in Netzen und Schlin- gen und Gruben und Fallen. Es ist aber eine Art Hochmut und Neid, Gott seine Gaben und Woltaten zurückzuweisen," sagte Alexander. Dies sind die fünf Briefe, welche zwischen Alexander (dem Könige der Welt R.) und Dindimus (dem Kö-

1 arailc R. a osuilib R. 3 cumdach R. * gem R. 5 niar- petet R. ti no diarsronaib R. 7 caiubolad R. 8 lubad R. 9 mbo- ladhmar R. l0 uiarpeted R. T1 cluasaib R. 12 cerchailli R. l3 clum- dergaithe B. " srolda R. I5 cecha R. ltí tra om. R. ,7 biad- mara add. R. 'R brechtnaigthe R. 19 leuda somblosta soola lind R. 20 dono R. '21 elta iasca R. 23 imuirib R. 23 uiscib R. 24 dun om. R. 25 altai R. M asna slebtib R. 27 isna ditrebaib olchenai R. 28 dono R. 29 goistib R. 30 airnelaib R. 31 ceneol diumais R. 82 imoro R. 88 obad R.

Text und Uebersetzung. 87

múine 1 for dia" ol 2 Alaxandi/r. It oat sin :i cóic episíZe ima- ralait etir Alaxandir* 7 Dínclim5 céin boi Alaxandir in-nirt.6 Finit. 75. Focheird cor tra mewmanuaib araile. Cid foniair do Alaxandir umal boi dia ainainsi tidocbt for cend a báis do 1015 Babiloin? ar ba córa dó7 a imgabail. Acht bess is cqmaitecht dond aithesc 7 don »craitem foruair dó, na omal domúined na bud i m-Babilóin dobertha neim dó, acht8 co m-bad a n-inad n-aile. 7 is ar a thruime dobertha ho isin cathair ii-daingein . i . i m-Babilón dia éc innte. Geist tra, ar itaut na tri fátsine 1020 ami .i. fátsine diada 7 iktsine [p. 21 2 b:] daenda 7 fatsme dia- bulda. Cindiís imráidet fir? Ni hansa. In fatsme diada cét- amws fir asber do gres. In iAtsine dóenna 7 demnach tra as- ber-sede9 fir 7 goei. Cid dosber íátsine do demun? Ni hansa . i . dia cotarléci, fo bith is e dorossat a aicned. Cowtuassi diwo 1025

nige der Brachmanen R.) gewechselt wurden, so lange Alexan- der sich im Besitze seiner Macht befand.

75. Ein Umstand kommt Manchem in den Sinn. Was ver- anlasste Alexander, wie ihm geweissagt war, seinem Tode ent- gegen nach Babylon zu gehen? denn er hätte es doch eher vermeiden sollen. Aber gewiss ist es der Schutz des Orakels und des Glaubens, was ihn dazu veranlasste, oder da er meinte, dass ihm nicht in Babylon, sondern an einem andern Orte Gift gegeben werden würde. Es geschah aber wegen seiner hohen Würde, dass es ihm in der festen Stadt, in Babylon nämlich, gegeben wurde, damit er in ihr stürbe. Nun entsteht eine Frage. Denn wir haben hier drei Weissagungen, nämlich die göttliche, die menschliche und die teuflische Weissagung. Wie reden sie nun die Wahrheit? Nicht schwer. Die göttliche Weis- sagung zunächst redet immer das Wahre. Die menschliche und dämonische Weissagung aber redet wahr und falsch. Was gibt dem Dämon Weissagung? Nicht schwer. Gott nämlich ist es, der sie zulässt, weil er seine Natur so geschaffen hat.

1 dagmaini R. 2 for R. 8 annsin R l rig andomain add. R. 5 rig nambragmanda add. R. 6 céin nirt om. R. 7 Fcs.

s sed Fcs. 9 seue Fcs.

gS Text und Uebersetzung.

a coinairlécud i sistib fro cómrad 7 coicetal n-aingel. Cid dino do tharbu bói isin íáisine démnaig do klaxandir? ar nir bo tarba do, ar ni ra ba do aicned accu aithrige do dénam, acht eslaine menrnan demnach dorat in íéXsine demnach dó, ut Da-

1030 uid dixit: Per angelos malos uiam fecit semittam irae sitae. Dober tarba tra do feraib in bethai robad 7 comarlécud dé, ár dogniat aithrigi dia mignimaib. Hi m-Babilóin tra dorat Anntiipater neim do klaxandir . i . araile táisech rogradach dia muintir fein.

1035 76. Tarrasair tra crodatu klaxandir in tan ro fifa'r a

saegul do thidecht. Ar ba he a airfitiud cownice sin .i. tej

persiu folai 7 saigid dar cocricha 7 indrud cendadach 7 athrig"

0r05.111.23ad rig ronertmar 7 a n-dámnad 7 a marbad. Atrimtar (. i.

i stairib) tra fodail a feraind do Alaxawo'ir fri beolu 7 idacht

1040 a báis etir in trichait di thuisechaib. Do ardtuisechaib ro

Er hört nämlich mit Erlaubniss zu Zeiten dem Gespräch und Chorgesang der Engel zu. Welcher Nutzen aber war in der dämonischen Weissagung für Alexander? Denn sie hat ihm (doch) nicht genützt, da es nicht seine Art war, Busse zu tun, sondern eine dämonische Geisteskrankheit hat ihm diese dämonische Weissagung bereitet, ut David dixit: Per angelos malos viam fecit semitam irae suae. Die Verweigerung und die Erlaub- niss Gottes aber bringt den Männern der Welt Nutzen, denn sie tun Busse für ihre Missetaten. In Babylon also gab Anti- pater dem Alexander Gift, ein hochgestellter Feldherr aus sei- nem eigenen Geschlecht.

76. Alexanders Grausamkeit aber blieb bestehen während er wusste, dass sein Lebensende heranrücke. Denn dies war bisher sein Vergnügen gewesen, Blut zu vergiessen und über die Grenzen zu ziehen und in Gebiete einzufallen und mächtige Könige zu entthronen und sie zu binden und zu töten. Es wird nun (in den Geschichten) die Verteilung seines Landes erzählt, welche Alexander im Angesichte und in Erwartung seines To- des unter dreissig von den Feldherrn machte. Von den Oberfeld- herren wurde zunächst festgesetzt, nämlich Alexandria als die

Text und Uebersetzung. 89

suidiged1 cétsimus .i. in Alaxandria ciuitas ior Egipt 7 for Araib 7 for arailib tuathaib di Affraicc, ior Siria conn hiltuathaib. Ptoloineiís Lándorem Telerüts Acrobatws Gromrmís Sannms An- ticomís Marcus Casander Minander Leonimts Lessimanms Hiu- bencws Selicws, it 0 in sin. Toxiles Xerxes Sibruüis Antinor 1045 Amintas Psiaczis Aeeanor Pilipp^(s Prataferimts Telonpews Pen- gesdiws Ballasszts Archilaws. For Achaia, for Atice, for Tri- poil, for Corint, for Iudeam as mo co w-araile di thuathaib, for Iudeam as lugú 7 for Einath 7 for Czilic, for Samair, for Frigia, for Lacdimoin, for Tairss, for Pampilecdaib 7 for Li- 1050 condaib, for Licczia 7 Fephalinia 7 for araile tuathaio, for Calibens 7 for Cimescerdaib 7 alii, for Goith, for Daicc, for Dalmait, for Dardain, for IstWa, for Fngia as lugu 7 for Ilia 7 for Troia, for Tracia, for Pónntecdu 7 for arailib, for Ca- padóic 7 aittrebthaib slébi Tuír. 1055

Et Stipator et Saulités 7 Casandora in rig doratait for

Hauptstadt über Aegypten und über Arabien und über andere Völker Africas, über Syrien mit seinen vielen Völkern. Ptole- niäus Laomedon Mitylinäus Atropatus Grommus(?) Scynus An- tigonus Nearehus Cassander Menander Leonnatus Lysimachus Eumenes Seleucus, diese sind es. Taxiles Oxyartes Sibyrtius Stasanor Amyntas Scythäus Nicanor Philippus Phrataphernes Tlepolemus Peucestes Ballassus Archelaus. Ueber Achaia, über Attica, über Tripolis, über Korinth, über Grossjudäa mit an- deren Stämmen, über Kleinjudäa und über Hamath und über Cilicien, über Samaria, über Phrygien, über Lacedämonien, über Tarsus, über die Pamphylier und über die Lycaonier, über Ly- cien und Fephalinia (?) und über andere Völker, über Calibens (?) und über die Kimmerier et alii, über die Gothen, über Dacien, über Dalmatien, über die Dardaner, über Istrien, über Klein- phrygien und über Ilium und über Troja, über Thracien, über die Ponter und über andere, über Cappadocien und die Be- wohner des Taurusgebirges.

Und Stipator und Saulites und Cassander, die Könige, welche

1 suigiged Fcs.

90 Text und Uebersetznng.

lib tuathaib, for Parménios 7 arailib cenda[da]chm'o 7 tirib, for Siracwsános 7 for Fascedrossaib cona tirib, for Drecenos 7 Are-

1060 nosos 7 for araile trebaib, for Cretae, for crich 11a Robwscarda 7 for Cercéti, for Bragdada, for Leptis, for descert n-Affricae,1 for Partecdaib, for Bactrííb 7 for árailib, for Trcandaib cona cenda[da]chaio 7 cona tiraib, for Armiandaib 7 for Decwsa ciuitatem 7 for Capsirae. For Persaib cona cóic fodlaib 2 tri-

1065 chat 7 for Calldiae 7 mag Senair, for Archos cona tuathowo 7 cona cat[h]rachiw& 7 for tirib Messapotamia. Is arnlaid sin ro randait.

77. „Is frisssamlaim" ar Orus „Maxandir cona, muinntir fna leoman mor laiges for préid na for mart, cowatarthet bil-

1070 cboin imon pmd sin wa immon mart 7 cii comchirrat 7 comledrat be. Is he in leo mór Alaxandir, is in mart na in

über die Inder und Bactrianer gesetzt wurden, über die Serer und Gätuler und über andere Völker, über die Parapamener und andere Provinzen und Länder, über die Syracusaner und die Gedrosier mit ihren Ländern, über die Drangen und Areer und über andere Stämme, über Kreta, über das Gebiet der Robuscarden (?) und über die Cerceten, über die Bragdaclen (?), über Leptis, über den Süden Africas, über die Parther, über die Bactrer und über andere, über die Hyrcaner mit ihren Provinzen und mit ihren Ländern, über die Armenier und über die Stadtr Decusa(?) und über die Caspier. Ueber die Perser mit ihren fünf und dreissig Teilen und über Chaldäa und die Ebene Sinear, über die Arachosier mit ihren Völkerschaften und mit ihren Städten und über die Länder Mesopotamiens. In dieser Weise wurden sie geteilt.

77. „Ich vergleiche" sagt Orosius, „Alexander mit den Seinigen einem grossen Löwen, der auf Beute oder auf einem Rinde liegt, und dann fallen viele Hunde über diese Beute oder über das Rind her und zerreissen und zerfleischen es mit ein-

1 afiicae Fcs. 2 foglaib Fcs.

Text und Uebersetzung. 91

preid in doman. Is iat na hilchoin icon tetrad . i . tóisig Alax- andir ic imthuarcain iinmon n-domun." Finit.

78. Is airfitiud tra do sochaiiZe eitsccht fnsna cathaib

seo 7 iri cuimlengaib Alaxandir y araile rig 7 tuissech 7 tiger- 1075 nad batar o chein feib boi Alaxandir i cuimlengaib 7 cathaib 7 inocbalrt/6. Doheir tra etir ori 7 otlai 7 todiuri merman di arailib for a n-irchradchi 7 for a n-gairitre bite i n-ainiws in betha frecnairc, amaü boi Alaxandir. Fiche bliadna a aes ria w-g&hail rige, déac m-bliadna do iar sin ir-rigi Greg 7 Maice- 1080 done, cóic bliadna iarom i n-airdimpirdec/ii 7 i n-aenrige in domain. Conid cóic bliadna tricliat a aes uli Alaxandir. Ba garit tra re in ainmssa sin Alaxandir forsin dhomun.

79. Nir bo garit tra lasin fomnd batar fo digail 7 dimiad

7 cnetaib 7 cumthaib, imnedaib 7 osnadaib inna aimsir Alax- 1085 andir. Ba deitkbw- doib-sium ón tra, ar dorochratar lais-sium i cathaifr 7 cuimlengaib ar-rig 7 a rurig, a flathec 7 a trebaind,

ander. Der grosse Löwe ist Alexander, das Rind oder die Beute ist die Welt. Die vielen Hunde, welche zerreissen, sind die Feldherren Alexanders, wie sie die Welt unter sich zerstückeln.

78. Vielen nun ist es ein Vergnügen, diesen Kämpfen und Schlachten Alexanders zuzuhören und anderer Könige und Feld- herren und Fürsten, die vor Alters waren in Schlachten und Kämpfen und rühmlichen Taten. Anderen dagegen verursacht es Druck und Kummer und Betrübniss des Gemütes wegen ihres Unterganges und der kurzen Frist, die sie im Glänze dieser Welt zubringen, wie es Alexanders Fall war. Zwanzig Jahre war sein Alter, ehe er die Königsherrschaft ergriff, zehn Jahre herrschte er darauf über die Griechen und Macedonien, fünf Jahre war er alsdann Imperator und Alleinherrscher der Welt, so dass das ganze Alter Alexanders fünf und dreissig Jahre war. Kurz war die Zeit dieser Herrlichkeit Alexanders auf der Welt.

79. Aber nicht kurz schien sie denjenigen, welche unter Rache und Schmach und Seufzen und Sorgen, Leiden und Stöhnen waren zur Zeit Alexanders. Das war aber natür- lich, denn ihre Könige und Herren, ihre Fürsten und Tribunen,

92 Text und Uebersetzung.

;i tóisig, ar-riglaeich, a n-errid, a laith gaile, a milid, a mac- coemu. Ba himdai

1090 80. [p. 213 a:] Ro thogail a n-indsi 7 a h-dúine daingnc1

7 a senchat[h]racha. RoUts loitt iiri a n-ór 7 argaí 7 lecaib lóg- maru. Rotus croith im a n-ór 7 sról 7 síta 7 sinnath 7 sirecc 7 tiachta cac/ia datha. Rós laircc 7 ros lommair im a n-alniu 7 graigib 7 treta cacÄa ceat[h]ra. Ba himmda Aino i n-amsir

1095 Alaxandir mdthair ganeoil2 echtraind cen mac 7 hen cen cheli 7 siur cen brathair 7 maic 7 ingena dilechtu cen mdthre cen athri iarna marhad do Alaxandir. Ba fota slichtlorg in aessa etaxgnaide 3 no bitis acca hi n-glassaib 7 gebendaib 7 anfissib 7 cMmrigib ol chena occa creicc i tirib (. i. namut) fo daire 7

1100 dimicin. Batar immda ocbad anachnid ic inotacht i tirib an- eoil dar a moit 7 dar a mmmannaib i n-amsir Alaxandir.

ihre Feldherren, ihre Königshelden, ihre Wagenfürsten, ihre Streithelden, ihre Kriegsleute, ihre Jünglinge waren durch ihn

in Schlachten und Kämpfen gefallen. Viele

80. Er zerstörte ihre Inseln und festen Burgen und ihre alten Städte. Er raubte ihnen ihr Gold und Silber und ihre kostbaren Steine. Er beraubte sie ihres Goldes und Atlasses und ihrer Seide und ihres Musselins und ihrer serischen Stoffe und ihrer Gewänder von allen Farben. Er spürte nach und be- raubte sie ihres Viehes, ihrer Pferde und Heerden jeglichen Getiers. Da war manche Mutter eines fremden Volkes ohne Sohn zu Alexanders Zeit, manches Weib ohne Gatten, manche Schwester ohne Bruder, und verwaiste Söhne und Töchter ohne Mütter, ohne Väter, welche Alexander ihnen getötet hatte. Lang war die Spur der Schaaren ausgezeichneter Männer, welche von ihm in Gefängnissen und Banden, in Verborgenheit und in Fesseln gehalten und in Feindesland unter Knechtschaft mid Schmach verkauft wurden. Viele unbekannte Jünglinge waren in fremden Landen gegen ihren Wunsch und Willen zur Zeit Alexanders.

1 daingen Fcs. s gen Fcs. 3 ethargn Fcs.

Text und Uebersetzung. 93

81. In indocbail tra 7 in miadamlatu 7 in coscar a m- bói Álaxandir con& sluagu, ba hindrud, ba cróthad, ba crad, ba damnad, ba digal do feraib in talma« in ni sin. A said- brius 7 a sochlatu 7 a sochraide, a saeri 7 a linmaire Alax- 1105 andir conn slogu ro siacbt secbnon in betha frecnairc ar a uamun 7 ar a urrdarcws.

82. In tan boi Alaxandir iri hidacht a bais i in-Bábiloin, ba hand tancatar techta Affricce 7 Etaile, Roman 7 Gall 7 Espaine a hiarthar betba chucca fna himorcbor cána 7 cora 7 1110 sida 7 bennachtu do. Ni frith tra nac/i samail riam na iarom

etir do Alaxandir acht Octauin August cosa tuidchetar Indec- oros.vi.21 dai 7 Scetbecda 7 Arabecda 7 Medo 7 Persa 7 Sill- (?) a airr- ther in domain 7 a Affraicc aniar 7 otá Tor m-Breogain i n-Espain a hiartharthuaiscert in talmaw cosna fairsib cona réir 1115 d' Octauin co Roim. Finit. Amen.

81. Der Ruhm aber und die Ehre und der Triumph, wel- chen Alexander mit seinem Heere genoss, das war Einfall und Pliinderei, Peinigung, Fesselung und Rache für die Männer der Erde. Der Reichtum und der Ruhm und der Glanz, die Herr- lichkeit und die Heeresmacht Alexanders mit seinen Kriegs- schaaren reichte über diese Welt durch die Furcht vor ihm und durch seinen Ruhm.

82. Zur Zeit da Alexander in Babylon seinen Tod erwar- tete, kamen dahin zu ihm Gesandte von Africa und Italien, von den Römern und Galliern und von Spanien aus dem Westen der Welt, um ihm Vertrag und Bündniss, Frieden und Segens- gruss darzubringen. Seines Gleichen wurde niemals weder zu- vor noch nachher gefunden, ausser Octavianus Augustus, zu dem Inder und Scythen und Araber und Meder und Perser und aus dem Osten der Welt und von Africa aus dem Westen und von Brigantium in Spanien aus dem Nord- westen der Erde mit dem Octavian unter- würfig nach Rom kamen.

Nachdem die vorstehende Arbeit bereits in den Druck ge- geben war, hatte ich bei einem Aufenthalt in Dublin Gelegen- heit den Text des Book of Ballymote zu vergleichen. Folgen- des sind die Hauptergebnisse dieser Vergleichung.

Das Book of Ballymote, wie das LBr. gegen Ende des 14. Jahrh. aus älteren Handschriften zusammengeschrieben, ent- hält von fol. 268 a. 1 275 b. 1 den vollständigen Text der iri- schen Alexandersage. Nach einer Einleitung über die Welt- reiche des Altertums, wie sie ähnlich auch dem Cath Catharda vorangeschickt ist, geht der Ire folgendermassen auf seinen Helden über: Maiceäonda imoro ainm na tuaitlii do Grécaibh asargabad rigi in domain ar tus. Alaxandir mor mac Pilib mac Aminiche, is c ro gab airdrigi in domain do Grécaib al- ios nirt 7 gaile 7 gaiscid, al-lus calmaclda 7 crodhachta crai- dhe 7 aicnid 7 ar laechdacht loingsed 7 ar treissi na tuaithe dia roibe . i . in tuath mór Maicedonda. Is e cath is chalma tainig talmuin do clwiss, is iet marcsluag is ferr tainic riamk, acht marcsluag na Teassalda nama. In Gréc mhór tra tir is ferr for domhun sain, tir is forleithi ferunn . i . a .... do tir na Gaindia, a leth tresin muir Techt1 bothuaidh 7 re sleibtib litffi saw co tir na n-Airimegda isin Eitheoip imectraigh n- descertaig, isa slis benus risin muir tentide* bodeass. Is la (írrcaib urmor mara Torrian cona hindsibh aidblib ingantaib . i . Sicil 7 Crcid 7 inis Roit (no Rodan) 8 7 Cepan 7 (j Cai- lips) etc. Es werden dann eine Reihe berühmter Griechen auf-

1 Dies ist das Téchtmnir von LBr. 1. 437. - Vgl. Einleitung p. .').

:: Derartig Eingeklammertes ist von späterer Hand hinzugefügt worden.

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gezählt: Doimbait 7 Socrait 7 Arastotail na Imgäair airrderca eladnaclia (in gac bescna), Potolomeus Pilidelpus in flaith uasal airmidnech co ro inta canoin pedrelge uile isin berla Grecdai. Fear eolach gacha eribelra mar aen ris, (is lais ro scribad) aipgidir gacha berla for bith do scribad leis i n-aenlebur. Ro bo dib na primlega urrderca . i . Apaill 7 Ipocrites 7 Asco- lapius (7 Iocoirius), na primsair . i . Argus 7 Dedalus 7 Hi- corius, 7 ro bo dib in cing calma curata fortren feramail is tresi tainig ar talmuin . i . Ercail mac Ioip. Is c ro saidh na colamhna i muincind mara Torrian. As leis dorocJiair Basirim .i. in caithmilid ro fassaigh in Egipht uile. Is e ro marbh Giron fear ro crinastair Eoraip 7 Affraicc u. s. w. wie im Togail Troi p. 11. Ferner (fol. 268 b. 1 :) Memnon in milid mor calma, mac righ na hAffraice, ardcoraidh in cent air. Is and ro meabaid a druim isin domun (in each 7 in gaisced) in tan dorochair Memnon. Mor do gnimradaibh eile 7 do airisibh 7 do ardbuaghaibh ro forbad la Green 7 la hAlax- andtair 7 iar n-Alaxantair genmotha toghail Trae. Eo sir immoro A. in domun uile re n-eg, in Seeithia n-airrtheraigh re muir Caisp anair 7 ramie in Amain n-gainmheda a n-des- cert na hAffrici a crichaib na n-Airimegda in bail ata ind ardcathair dianad ainm Debritha. Is inte ata in tobur adamhra fiuchus ar theas isin aidchi 7 diu n-denand oigred isin lo. Ocus rainic A. iarsna morgnimaib sin fo derid co crand n- grene 7 esca i n-airther in domain (do fisragud a bais 7 a bethadh). Adfetaim dia imtechtaibh 7 dia ghnimradaib fond uile domun co cumair 0 thosach co dered amail ro sfcjrib a lebraibh na seel 7 a lebraibh nateqnitatus 7 isna croinicibh 7 episdil Alaxandair (y sdair Alaxandair) 7 isna liebislechúh ro caemclae Alaxandair re Dinimus, re righ na Bragmanda 7 na Serita. Hier sind also die sämmtlichen Quellen unseres irischen Autors angegeben. Unter den Büchern der Erzählun- gen versteht er den Orosius, unter den Büchern antiquitatis die Antiquitates des Iosephus, unter den Chroniken die des Eusehius. Am Rande ist noch hinzugefügt: . . . foglamsat hec- naid na n-Gaidil na scela sa Alaxandir a lebraib na scel 7

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a lebraib na n-arsanta ... a croinicib 7 a Periges Prescean 7 a berla forais.

Nach dieser Einleitung beginnt der Ire mit der Erzählung von Alexanders Geburt. Der Himmel verfinsterte sich und es regnete harte Steine, da er zur Welt kam. Dorcata mor a tosach in laithe ro genair fri re ciana 7 ro fer fros cruaidh cloichnechta iar tain ina incosc cruais 7 duire in maic ro gen ann. Dann werden Philipps Taten und Kämpfe berichtet und nun bringt uns fol. 269 a. 1 mit folgendem Satze in den An- fang des LBr. fragments: Ro tinoilsit Atanansta co lucht na Gréce ar ceana ar a cínd 7 doradsat cath n-amnus dó. Ba co nertaib curad 7 trenfer 7 lath n-gaile ro feradh in cath sin 7 ro batar righ 7 taisigh 7 curaidh ic imcoimét cechtar na da lethi hisin cat sin. Ro bai cro sciath sceallbolgach. ann. Ro batar amhuis ana imglici co laignib lethanglasaibh ic im- triall in chatha cechtarda 7 claidim orduimn 7 saighte sem- necha sithada 7 sceith dealbacha 7 cathbairr creduma 7 ro las in t-aer uastu. Ro batar srotha fola fordergi u. s. w. Schon hier wird es klar, dass das Book of B. eine ältere Fassung repräsontirt als LBr. Es fehlt hier der ganze aus dem Togail Troi entlehnte Passus (s. Einl. p. 14) und man sieht deutlich, wie er eingefügt worden ist. Es hiesse nun den ganzen Text des Book of B. abdrucken, wenn ich sämmtliche Varianten des- selben geben wollte. Ich beschränke mich daher auf Mittei- lung der am meisten abweichenden Lesarten sowie derjenigen, welche zum besseren Verständniss oder zur Berichtigung ein- zelner schwieriger Stellen im LBr.-Text beizutragen versprechen.

23 ro secta eridh ilarda caema comramaca iar crotadh airm 7 iar comluth ciaideb 7 iar telcomraib sciath 7 tuitim 7 iar n-urcra a nert. Co ro maid tra ria Pilip for lacht na Gréce f)0 brathair Olimpiada máthar AlaxawiWv maic Pilip 52 ro fuagrad urlumugud na bainsi co hualheh 56 da hai- dedh no ragad righ 60 hi taitnem a gloirc cen toimdin a bads 69 atbath-som bas ro thogh ann sin 77 ocus is airi ro tinoil sin in morthluag sin 85 co m-bruinde di carrmogal 93 7 biat-sa as do Joss (no leih, na cuimget do bidb&iá

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dit) 98 7 Traicegda 7 Argeta 102 gabsat i portaib in mara Faimpilegda 104 tar macairi slebi Moil (no Oilimp) tar sruth Paicdil 106 Orein 127 Ro coraictha na catha iar tain. Mor n-drong n-dermar n-diumsach ro hellachtha ann i n-ucht in catha crolinntigh. Mór fendid 7 mor lath gaile, mór curaid comn&rt ro tescsat claidim 7 ro ledairset laigne lethanglasa isin cath sa etir .i. sluagh Eorpa 7 Aisia. 141 tre celg 7 tre glicus A. 152 Luidh a athaithli [sic] in cata sin 7 na bua- dha iar n-arimh a fodbh 7 a scor, co ro gaib imon catraigh Frig et ai dianadh ainm Sardania. 163 ro cassat feithi na sluagh inti co m-ba tanase bais doib 165 na ra soichedh Dair chuimce 7 doirchi na Frigia fair 167 .ccc. mile marcach, cor bo ingnad le A., co tarla a socht 7 atbert: 'robtar lia somh roime 7 isinne rob fortill' 173 erruda 190 is toich daib in ferann cossantai 191 tabraidh do bar n-uid seancusa bar n- daine 7 bar ceneoil 193 riiitig 202 Ostaispes 7 Ochus 224 fuirfitir for bar corpaib coin co n-galsdh 226 fogebaid fuacht 7 corta [sic] ria m-bas 234 bruftdhi a catracha, cimesbaid a mna 7 a maccaema 240 inscuchaid each a comfocraibh a chele do na sluagaib co m-buaile badba do sonduch sciath n-illathd.c\\ 247 ro lasat (a) curuclu im na catha 299 is imda sonn tuairgne ir gaile 7 catluan catha 7 urraid 7 airsid imbualta ina fiadnaisi 7 laich londgarga rue da sluagh in domain 322 'feam uilé (no Urn uile) 332 sochaide forsa n-imar- bart 7 ro gaill a cumachta 7 ro basaigh (a) rigu 7 a toisechu tancatar 'na aighid fo rethaibh sainte 7 fo mianaib 0 aencom- raig. Ro togailset Atir 7 Sidoin na seancatvasa sruithe. Ni tancatar sluaigh Kartagine dia cobair ciar bds a bunad 336 inis Roid 7 Egip (no inis Fig) 337 co n-agrad do sacart na n-igal. Aspert fris na heibredh acht ni bud maith leis. Ro cunneus inni sin, deimin la hA. fen a imtechta 347 ic sruth Nuchail 348 i fail in topúr ingnaid er annan ('no dia- wad aisdi) reodh isin lo 7 fúichaidh tairis isifnj aidchi 356 amal tasscairter fidbaid redh co tuagaibh geraib no amaX tu- airghid fairend amra alma no indile, is amlaid ro tuairgset na Persecda 379 ba diubairt socliaidhe sin 380 ro bai ic im-

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tecar na set sin co mesaibh 7 cisaibh 7 dliged. Mor cathrach 7 dunad n-daingean ro croite fria tuilledh. Mor cintach 7 cimbidh 7 cuibrectaide ro icsat fiachu fri Unadli (sainti 7 sai- brichi na Pers) in seannluig Persecda 400 a cuibrigibh anór- chaibli 405 'se feoilcrechtnaighe 406 is ami ro bai ainim in righ for tinfisi eca ar cinn A. 409 tria cenel n-airceseacht 414 Ro bai i m-Baibiloin tucadh inte. Ba purt ceannaigh fer talman, ba comrair aithne 7 taisceda fer m-bethadh 432 7 tuaid i m-Baireoaib ata se 436 7 ni deachaid A. secha sin isna crichaib borethaibh ileith re muir Techt 478 fri forba gnimha coleig 485 ro thlataigh a cridi 7 a menmain re for- aithmed na fisi 494 ro sente taib (no stoic) 496 0 urisle 510 JDleisius (no Alextris) 512 a mac 7 mac in righ (.i. Alax.) 528 do derrsnughad do degnimaib Earcail dorigni- seom inni sin 534 tria rad do in tan ro bai-seam oc derr- gugud (in gaiscid do [PJiJilip i tig lenda A.) ba deglaech Pilip gilla socrad ina tigh oil fein 7 ro raidh liAlaxandir bo do chumaisc re gnimaib 7 re thigemus 7 re gaisced. 7 ro raid A.: 'nir coir duid samail Pilib frim-sa\ 539 ro lielnistair 7 ro corp in fuil 7 do dechaid asna leastraibh robdar lana do fin 7 do lendaibh saineamlaibh 541 Castines fellsam feigh roglic 544 in t-aes fuis no bitis ina aigid 547 ni credim Socraid na Plait na Arastotil an ro credim-ne, ar is on dia asberat side do beth ann 550 fir ro oirdnestar dia 551 him- airde 559 co haimsir echthichte fno a cata) fri Poir fri righ Pers 561 oc an abainn, Gaind ainm na habann sin. Hi forcend misa Iuil immoro ro bris cath for Poir ri na Pers 7 na n-Indecda. 566 cethariadh at e serrnta idle 572 ceib- tar roisidh a righ 575 airmertach 578 cennportaibh ordaibh 582 co n-aibaibh cristalaibh 584 lichintes cinsilenis ignis etar- suidigthi 586 alaile dath cruanda 7 alaile dergdomla 7 do suiget raeta etroma chucu. 587 i n-ellach in cumdaigh cetna 589 conrotagtha 591 co n-elscad 7 ruithnigugh tenedh 592 a doirrsi 7 a ercomlatha 593 embrecc (no acbind brecc) 7 cuimbris, at et crainn dia n-dernta na taighi togaide, is dib ro [djluthud na dramclada 7 na cumdaige 596 ilar n-cn

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foleímtis tre lud dir na platantaib ordaib 601 lor tra la hAlaxandir in soinmliighe moir sin do tabairt fo cumachtain 604 airbert-som fair iar sin techt do agallaim 7 do tafann Phoir 607 do teised . Adriibairt-seom na dignedli inni sin, acht teacht ar ecin a n-athgairfijd na hlndia resiu dorula uad isna dithrumaib 613 do brutair bis fo duillib 617 ceithiriad searrtha 618 cai(s)thtriandaibh co n-eiribh 619 .xx. müe di sumadaib .%. do gearranaib 7 do damaih fri Mmedaine cruithneckta 629 inn imtholta 630 mad do breg in bethadh freacnairc. Batar primhda airm in righ ro batar remibh 639 add amal as besad meinte dafurraith-seom araill dinmech isin soinmhigi sin 654 curcasacha mora imda imbi di gach leth 656 ni ro cobrastair in sruth dia n-itaid ce ben- tetar occa 657 serbi inda salinne 673 acht dosrascéilitar orni co maith 675 frossa saidet 689 naehi 693 pairti 7 lingqui 695 0 caill arrsaidh 696 mile paise 698 docomarf fidhbhad 704 fri himairec loingthi . Tarraidh tairmesc dono in longad (i)sin seoirpion Inecda, ba losard side, luagh a n- iarcomlai foraib inn asrún (?) co hairbertach in caigthe [sie]. 707 cerrda fno cerasti) 7 umaidhe serpentes 709 ro fethged in idle tir din fri etridh (.i. tut) na natrach. 713 tiuscatis (?) iar sin cona fogtaib 715 ro poth ocon cathugud sin co n-dechaid for eidu 'na doruiraigh do na natrachaibh becaibh 7 moraibh isin 724 oc areichill in chatha 726 no bertaigtis a tengtha tri athehumi ina ceannaibh 731 ni gabtais iamae de dir 733 in tan ro (ga)bsat cell for a coll&d 7 for a cumsanad re seitfidaigh na natrach nemi 734 oc airbertugh. [sic J in catha 7 for dithugad in sluaigh 738 tuirc alltai 7 linair tiugaide 7 pantheri tigitix fal fidhbuide 740 donegaid dono eoin i nellaibh, iatlaind mora i meit colump 743 Denni- fno Dis) Uranus 754 dosruar 758 failte 7 connercle moir 761 ba hoc airbertach cora, ni bu og airbertach catha budesin [fol. 272 a. 2:] oc aig- lidhibh 7 oc emnigud 765 adrith fno ro gabh) A. erredh ara n-dimicin alaile miled imbi 7 ro lai de a tlacht inrigda 769 imcomarcair side (.i. PoirJ iarum 772 gorthi imar ti- rad 773 failtigistair ibid, ol iss ed a ro ai doib 774 ar galaib

1*

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aenfir 775 demin 776 for sin seanoir isin 111 'cid haes, 61 se, nandecae a aes?f 779 milid dinim fno misi) dia muintir atamconaic-se, ni me as comairlighe dó. 781 dor at (.i. scrib- tar) Voir episdil co tomtaibh 7 bagaibh inte 785 7 do- gluais le co laindebeadach 7 legais a epistil 7 iar sin ro tib Alaxandir co mor trena raitib (7 trea leginn). 788 7 do indsaigsedar in da rig mera mormenmnaca sin comrug mar- each can traigtecu ig a tesargain 7 do gonust&ir Poir a each fo A. 7 do marbust&ir A. a each fo Poir 7 teid A. iama guin 7 nir gabad fris seacnon in catha 7 ba fortill A. for Persaib 7 arrigaib in domuin. 794 ro faillsigestair a éeodu do 795 7 ba car a do iar sin 7 ba car a do Maccidon- oros. in. 19. daib uili 7 ba failid cac uili dun sceol sin. Co ra techta 800 Mor in uaill tra 7 in indocbail ro gab A. . . . iallad . . . do nirt ... tra dorim . . . Ro cathaigestair iar sin fri da chct mile do marcacaib. Cath serb sidi iar sin. Isin imairg in cata dermair sin ro scail sidi scuru A. dun indeall i sin. Luid A. isan abaind dianid ainm Ageisinis co riachl maigen mor. Cloais iar sin Cosomas 7 Cosibos. Tuata sin ro poch- tustair Ercoil. Bolaidset iar sin maindi 7 subaigi cath tar a cend, ar ro batar cethra fichit mile do traigtecaib 7 tri fichit mile do marcacaib. Cian mor tra ro but in cath sin oc cunta- bairt gan brissed anund na ille. Ro briset na Magidonda iar sin fo deoid 7 ro laidset dergar in t-sluaig i sin. Is iar sin dorimi Arus rodrebraing resun cath tar mur na catrac daingni and. Ro cataigestair dino a oenur fri sluagaib na catrach co ranca- dar cuigi a sloig iar m-brug mur na catrach. Ocus ni desid Alaxandir coradmbi in fer rodmbi co saigid fotraigthi. Iss ed immorro rodnanoct-som a druim do tabairtt [fol. 272 h. 1:] fria daingen. Ro la A. tra co romor il-longaib illathacaib (ri hor in aigcoin). Ro siacht iar sin in catraig moir dianidh ainm Ainbina. Do loiscdis asm chatraig sluag A. co saigdib foi- brithib imach. Ro faillsiged do A. dino iar sin reim in t-slu- aig i n-aislingti biss dino (ro icsad) in sluag n-athgonta tre ol leenda [sic] don. doib de da ro claided iar sin in catair sin ''AnMoi'rh ,,',"' dino. Ro siacht iarom A. co m-buaid Athescoil (\\o Ercail)

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7 Liber isan airier in domain. Delb(a) toratar (no torachta) can cosa intib (d'or 7 d' arg it). Bosfarraid peist n-ingnad and a gaetlaigib na hlnnia 7 da cenn furri. Cend amal cenn dobuimatrac 7 cend cosmailius con ina bend, cu ro marbta le ilmiliu dun t-sluag 7 docomart side du ordaib iamaigib iar femedh a gona co n-gaib 7 elaidmib, ar bi cruaide sechnach. Tairsiset doib buacailli 7 alma 7 .c.uiii. elipinti do tiactain cuccu dia toirset aq in abaind dianid ainm Baimar isa naemad Der Flu8B

^ _ Bueniar

uair deg dun lo. Luid sluag na marcach Tesalta ar a cend

7 mucca beoa leo for a cendaib, it e beithli ig a seinni doib isin

cetna imargail. Bi marcsluag ina n-degaid sen 7 gai foda

leo dia main. Apbert Poir fri liA. 'Ni ba hannsa, ol se,

gabail na n-elipint sea fria hairbert catha sin, acht mina ris-

et mucca do grit leat.'' Cetra t\chit ar nai cetaib eliplnnt do

marbad 7 do tuairgnedh dib tains aratha ag tod for teiced.

Tucsat dino a m-benda 7 a n-dedu docum na scor. Adconn-

cadar im-maigib finemnacha (na hlndia mna 7 firu) find-

cliai(de) amal cethri arda indfadq. Nai traigti a fad. Cuma

no bidis fo uscib 7 for tir. Itcifai a n-anmunda .i. iasc®1*^1^'0'

airbertach a m-bith (doib). Docodar (i saebcuithi) iarom

Epegnaridis for teiced (rompo) feib tuargaib dib iarom Eoras

. i . in gaeth airtertuaiscertac ic inntudJi doib anair asan aigen.

Co ro deimnigtea isin tir sin do A. nad bai ingnad isin tir

sin no soistis. Forrolaid in gaeth sin a taibemacula 7 a

puplu 7 ro seidigtea na haibli tenedh im blenaib 7 im cosaib

in t-sloig. Bo scucsat iar sin i n-glend 7 i fidbaid. Clicair

do seilg in gaeth iar sin 7 tuargaib rod mor doib iar suidiu

7 ro fear snecta mor doib 'na degaid. Forforcongart A. í«^owSc^0essste^m

for na miledaib saltairt forsin snechta anuas arna ro maided

in snechta forsna scura, ar is fri cnai n-olla ro samlaigestair

A. na slama snechta ro ferad foraib and. Bo fer fross mor

dino do fleocad forro iarsin snechta 7 tuargaib dino doib iar sin

nell dubdorca 7 imned du nim forru. Iar sin cotomnaigdis in

mag i m-badar do lasad umpu tredenus doibdin isin imnedh mor

sin gan taitnem n-greni friu. Adbath dino coig cet laech dino

da »iiiintir-sium foran-echaib dun imned sin. Bo codar iar sin

,.^

102

Antrum Liberi

l'atris

i n-Eitheoip co ra[fol. 272b. 2:]-ncadar uaim Liber Paiter. Ad- batadar dino du crithgalur 7 tre esslainti na fir hecraibteca do- codar inti. Ag inntufd] do docum Pasicein iar n-impud iarom

Die zwei Greise na n-gunnfund berar do comrairg fri da senoir brigaesta forsin - conair ar a cind. Adbert friu in m-bai ingnad isin tir bad coir doib do saigid. Asbertadar am na senoraig fr is ros ba ingnad mor and 7 ro soisseá co cetracaid mile marcach co cend . k . la 0 sin 7 ni ba Jiintechta do uili iar cena ar doirthi na cor 7 ar terci «sei 7 ar imad a biasta. Fecais dino ar sin A. for ailgine imagallma frisna senoiri. Asbert fris iarom in dara

sonnend des senoir : 'Atat eim' ol se 'da er and adamra i n-oirter in domuin tair . i . crand greni 7 crand esca. Adberat frit in ni ata i forcend duid 7 fod do saegaiL ar labraid fri grein 7 fri hesca tre Grec 7 tre berla Indeccda, crand ferda 7 crand banda.' Asbert A. frisna senoiri: 'Doig in bad cained iardaigi 7 mi- adamlachta dam iar docaid iartair domuin co m-buadib 7 indogbalaib conaigi a hairier mo cuidbed-sa sund do senorcaib crinaib dibeldaib.1 j- asbert ara tabraidis toernuma form cond-

ebhraidis firindi. Do dcrbradar [sic] iarum conac bai breg leo

1

Fasiace zurück

ach acht ba fir dino nos berdais. Doluid iar sin Voir gusin slua,g leis arcena do Faisecein, acht in cetraca mile marcach docuaid A. In tan ro siacht A. in log in athesc, doluid in sagart ar a cind. .x. traigti 'na airdi, corp dub lais, fiacla conda nem- neca tria dunu, craicend alltu uimi, guth isel cruaid lais gutai secda. Gura iarfaid iarom do A. cred ro gluais don baili ugud. Asbert A. fris: 'Do fercmorc na crancV ol se 'figur greni 7 esca' 'Masadtid ansu eiri ol in saccart '0 peccdaib etraid is amZaid isin tochtadaid isin log dia n-ail.' Lodar iarom ■iar cor a n-edaig 7 a n-iallagraind 7 a n-domd\xsc na tri cet do codar leisium iar forcongar in t-saccairt. 0 ro errla- taigestair A. dun t-saccart tre gach aenna amal no irrlaiged do fir co crabad co m-badar im . i . in luig coisecarta isin obad (no opa). Balisa ib imda ami 7 bolad cain alaind ami dino. Tug A. dono iarom araill dina bolgaib na pobbdlsaib 7 arm arubairt bid iar forcongra in t-sagairt ar adbertadar bid uad na tri cet laech ro badar in coimidecht-sum. Lodar

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iarom co rochtadafr] na craind im . i . in luig. Bibrionia a n- an-mand side. Get traiged ina airdi, cosmail fri cipris. Adbert A. iarum dus im bo braen flecaidh foruair airdimor don dib crandaib. 'Ace? ol in sagart 'no con fuair bainni fliucaid isin log sin rimri ar se ej no co tarall anmanda allaid na en for luamain na anmanda ircoidecha in log cosergta [sic] do gres in so la sruithi na n-Indecdai.' Asbert dino teisdiu ier doib i n-aimsir ircra greni 7 esca. In tan iarom rosbert A. a idbarta do idburt doib, asbferjt in sagart fris: 'Ni con tctc mairt bainni fola annsa lug sa riam\ [fol. 273 a. 1:] ol se 'ni ro loisced tais and a n-idbairt\ Asbert A. iarom fria miiintir aro forcongdais nach tar dad neach dia n-daineib [sic] brég umpo asna crandaib no dia anmannaib foirtcib cena. Ar ba hicnaid doib suas gu clethi na crand. Asbert iarom A. nad bai breig ami. Asbert in saccart ar ro imraidfigdis ina menmainu co tai amaX bera du coigedul do epirt duna cran- daib fris. Iar sin tairbirtis fria bona na crand. Iss ed iarom ccnaitecht A. ara roissod ar n-gabail giall /er n-domain uili lais co mathair 7 co setracaib . i . (co) i Maiccidondaib co m-buald 7 indogbail. Co cualadar inni arsanda atcomnaig side a bun cleithi na crand in guth seim. Asbert crand greni: eA A.\ ar se 'a dicletJii 0 cathaib fris roeccomurc. Ba lot rigi 7 airecus fer n-domuin gein bud beo. Ni roichfi immoro i m-bethaig i Maigidondaib, uair tainig forcend de [sic] saegail acht beg. Arus is amlaid sin ro lealtar do taccaid dud mid- lach" Ro caiedar co mor muinter A. Lodar iar sin do accal- l&im craind esca. Bo ucc-som leis dino dund aball i sin Pevcan 7 Cliatonum 7 Pelitaini, triar dia muintir, co feised cid bas no reched 7 cia du i n-epled. 'Adbela eim" ar c$and esca fris 'a mi Mai isin Baibilom 7 inti nac doig let du lot is e nod loitfea\ Bo cai A. ar sin la sodain 7 ro caiidar in triar tairisi badar 'maille fris. Adber[ta]tar ba her- lum leo tect 'cum bais da raith A. Ni ba seitreach tra A. in aidci sin fri tomailt bid no lenda, acht nama doratsat a com- dili fair began do caitim. Atracht iarom mocr&ch arnabarach 7 doriusaig a coimmilidiu 7 in saccurt isna crandaib alltaib,

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scian co cna im eilipaint for dar ma comair 7 escra dcrbmor di tiiis a fuigell, ar nimta umha na iarund na luaidi na air- ged imda imordaib 0 paballsaib 7 tuis a m-biad 7 usee fair do dig. Ni tabrad taeb fri coilci na fri cercail croicni allta bl fo tacb 7 foraib 7 umpu. Tri cet bliadna dino saegal gac I aenduini dib. Lodar-sum dino do frecnarcus craind greni afrithisi dus in epred fris cia bud doig dia marbaA 7 cia cend du biad ar a maith 7 for a bcthaigh. Asbert ris in gut asm crand: 'Diand-eburt-sa frit-sa do intleithu 7 du naimdiu 7 ni ba fir i fair rngirim- sea duit-siu iarimi, fo bitli co taethusu ariu no nod muirbfea-su 7 fergaigfi frium Clothus 7 Laicccsis 7 Antropus. Ocht mis for bliadain iss ed full do saegid agad. Is daid condo mathair for sed 7 bid toidhech immorro do siur 7 meraid cr'ui dan. Tu fein Maid cumachta in talmun in gein beis beo fomna nacham frecnairc ba sia ascnam do Faisiacein co Poir 7 cod muintir\ Lodar as iarum 7 ba cainbalad na tuisi doib oc na hidbartaib